Die Cenoten und der Strand von Tulum

Wir erreichen die Karibik und freuen uns auf Entspannung, doch es gibt wieder so viel zu tun und zu entdecken…

Der Morgen beginnt mit einem langanhaltenden Regenschauer und so frühstücken wir erst einmal ausgiebig mit im Hostelpreis inbegriffenen Rührei, Cornflakes, Toastbrot und Marmelade (Weary Traveler Hostel) . Über Nacht ist eine Pfütze in unserem Zimmer entstanden und es hat Svens Rucksack erwischt. Etwas verärgert versuchen wir an der Rezeption einen Rabatt auszuhandeln, werden aber an den Manager verwiesen, der nicht anwesend ist.

Etwas später trudeln auch Anna und Nicki ein und wir beschließen zu viert auf Tour zu gehen. Unsere erste Station ist der Fahrradverleih, danach geht es weiter zum Schnorchelverleih und als letztes zum Bäcker. Nun haben wir alles um die Cenoten (http://de.wikipedia.org/wiki/Cenote) von Tulum zu erkunden. 1,5 Km vor der Stadt erreichen wir eine kleine Cenote (50 Pesos) mit vielen Sprunglöchern im Boden, durch die man in die Wasserhöhlen gelangt. Wir haben einen riesen Spaß, bis uns die Moskitos wieder einen Strich durch die Rechnung machen. 

Grand Cenote

2,5 Km weiter erreichen wir die Grand Cenote (80 Pesos Eintritt). Wir sind erst etwas am Überlegen, ob sich der Eintritt wirklich lohnt, aber jetzt haben wir schon die Schnorchel dabei, das müssen wir ausnutzen. Wir werden mit einer um einiges größeren Cenote, die einen grünbewachsenen Mittelpunkt, Fischschwärme, Tropfsteingebilde unter Wasser und weiterführende Höhlen zu bieten hat, belohnt. Wir tauchen ein in die Unterwasserwelt voller Lichter, Farben und ungewohnter Formen.

Wir haben noch lange nicht genug und raddeln deshalb zum Strand, um dort den Tauchgang fortzusetzen. Die Strecke an der Hauptstraße entlang zieht sich bei der Hitze wie Kaugummi. Doch endlich angekommen, werden wir mit weißem Sand, einer eigenen Palme und kristallklarem Wasser belohnt. Jetzt fehlen nur noch die leichtbekleideten Damen mit den Hawaiketten ;-) .

Leider ist hier die Unterwasserwelt weniger bewohnt als in der Cenote und so beschränken wir uns eher auf das Wellenreiten und Strandgammeln. Gegen späten Nachmittag brechen wir auf zur Stadt, denn unsere Leihfrist läuft um 18:00 Uhr ab. Mit einem Einkauf für das Abendessen schließen wir unseren Gang ab und verbringen den Abend im Innenhof des Weary Traveller Hostel mit den anderen Backpackern.

Die Ruinen von Chichen Itza

Die Tempel der Maya und Tolteken lassen uns nicht mehr los, ziehen aber auch leider scharenweise Touristenbusse an

Es ist noch dunkel als wir uns aus dem Hostel aufmachen und mit unserem Gepäck zur Busstation laufen, da um diese Uhrzeit die Taxizentrale noch nicht besetzt ist. Planmäßig um 7:00 Uhr fahren wir ab nach Chichen ltza, zu einer der besterhaltenen Ruinenstätte Mexicos. Die Fahrt dauert 3 Stunden, denn wir fahren diesmal “Intermedio” (zwischen erster und zweiter) Klasse und haben dadurch mehrere Stationen, an denen wir halten müssen.

Chichen ltza

Glücklicherweise gibt es in der Ruinenstätte von Chichen ltza eine kostenlose Gepäckaufbewahrung, so können wir unbeschwert die Stätte erkunden. Die Sonne verbirgt sich wieder hinter den Wolken, aber der Anblick der hellen Pyramiden ist trotzdem sehr imposant. Wir haben Glück, denn die großen Reisebusse erreichen erst einige Stunden später das archelogische Gelände und so haben wir viel Freiraum für unsere Fotos. Nach einiger Zeit kommt die Sonne durch und die Gebäude erstrahlen in einem hellen Licht. Was uns besonders gut gefällt, ist das Observatorium, das mit seiner Wendeltreppe und dem herausragenden Turm architektonisch unter den anderen Gebäuden herausragt. Nach 3,5 Stunden sind wir durchgeschwitzt und gönnen uns erst einmal ein Eis.

Tulum

Um 14:30 Uhr geht unsere Reise weiter nach Tulum. wir freuen uns schon länger auf diesen Ort, denn hier haben wir karibische Strände mit türkisfarbenem Wasser und Palmen direkt vor der Tür. Doch bei der Ankunft werden wir etwas enttäuscht: Es gibt nur 2 Hostels, die für wenig Komfort enorme Preise verlangen. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns doch für das “Weary Traveler” Hostel und bekommen unser Doppelzimmer mit Klimaanlage für 375 Pesos. Zu unserer Überraschung stehen plötzlich zwei bekannte Gesichter vor uns: Anna und Nicki, mit dennen wir bereits unser Dschungelabenteuer erlebt haben, sind auch hier untergekommen.

Die Küche ist gut ausgestattet. Eine Vielzahl von Pfannen, Töpfen und kostenlosen “Basics” (Reis, Nudeln, Linsen) stehen zur freien Verfügung. Also schwingen wir die Kochtöpfe und machen uns erst einmal eine Gemüsepfanne. Es dauert nicht lange und ein Schwarm Moskitos piesackt uns den Abend über. Wir haben das Gefühl, dass unser Autan auf diese kleinen Biester keine Wirkung zeigt und flüchten nach dem Essen direkt ins Zimmer.