Busfahrt von Pnom Penh nach Bangkok

Wir verbringen einen weiteren Tag im Bus, passieren die Grenze von Kambodscha nach Thailand und haben aber noch genug Reserven um uns ins Nachtleben auf der Khao San Road in Bangkok zu stürzen

Heute geht es für uns wieder Richtung Thailand. Um 7:00 Uhr stehen wir vor dem World Lounge Hotel und warten auf den Bus. Es dauert einige Zeit bis dieser uns endlich einsammelt und zum Neak ….. Tours & Travel bringt. Dort steigen wir in ein Taxi um und werden zu unserem letztendlichen Bus gefahren, mit dem wir bis zur Grenze fahren. Leider ist der Bus schon ziemlich voll und auch die Klimaanlage macht kein bisschen Wind mehr. Die Straßen sind wie vermutet sehr holprig und ungeteert. Nichts desto trotz verläuft die Fahrt ohne große Vorkommnisse und wir sind zufrieden mit dem Transfer für 10$ p.P.

Gegen Mittag erreichen wir die Grenze nach Thailand in Poipet und müssen unsere Taschen aus dem Bus durch den Zoll schleppen. Als wir aus dem Bus steigen drängen sich wieder einmal bettelnde Kinder und Verkäufer um uns und wir haben Mühe unsere Taschen im Auge zu behalten. Sven hat noch einen  Gummiball im Gepäck, den er einem von ihnen schenkt und dafür ein breites Lächeln von ihm bekommt, der Junge läuft noch ein paar Mal an uns vorbei und winkt uns happy zu (Jeden Tag eine gute Tat   2). Nach den üblichen Grenzformalitäten müssen wir noch einige Zeit warten bis es weitergeht. Wir nutzen die Zeit für einen Abstecher zum Geldautomaten. Dann geht die Reise endlich weiter und wir werden in kleine Minibusse verfrachtet, die um einiges neuer als der vorherige Bus sind und sogar eine funktionierende Klimaanlage haben. Die Straßen sind alle asphaltiert und so kommen wir schnell voran, was auch an der Fahrweise unseres Chaufeurs liegt. Auch das ständige hupen im Straßenverkehr ist beinahe völlig verschwunden.

Wir kommen im Feierabendverkehr in Bangkok an und so zieht sich das letzte Stück zur Khao San Road wie Kaugummi. Als wir endlich ankommen, sehen wir schon wieder einige Backpackerkollegen mit ihren Rucksäcken auf Zimmersuche umher irren. Daraufhin beschließen wir, der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen, indem wir mit dem Tuk Tuk zum etwas außerhalb gelegenen Tavee Guesthouse fahren, wo wir schon einmal untergekommen sind. Das Tuk Tuk ist wegen der Hauptverkehrszeit auch etwas teurer als sonst, aber wir finden nach einigem Fragen doch ein Angebot, das akzeptabel ist.

Im Tavee Guesthouse sind schon fast alle Zimmer belegt und wir müssen in den sauren Apfel beissen und ein Zimmer für 450 Baht nehmen (vorher 350 Baht). Froh, dass wir jetzt ohne große Probleme ein Zimmer gefunden haben, machen wir uns zurück auf den Weg zur Khao San Road, wo wir uns ins Nachtleben mit all seinen Ständen und Läden stürzen. Auf dem Rückweg entdecken wir in einer Seitenstraße (Soi 4, Samsen Road) ein nettes kleines vegetarisches Restaurant, wo wir freundlich empfangen werden und ein super leckere Gerichte mit braunem Reis vorgesetzt bekommen. Wieder einmal ein Geheimtipp! 

Tempel und Paläste in Pnom Penh

Wir sind schon so früh in der Stadt und die Silberpagode und den königlichen Palast zu besichtigen, dass sogar noch Zeit für den russischen Markt bleibt, bevor wir den Bus nach Siem Reap nehmen 

Um unsere Zeit in Pnom Penh gut zu nutzen, stehen wir um Viertel vor 6 auf und gehen im Hotel frühstücken. Hier treffen wir wieder die anderen Passagiere der Mekong Delta Tour, mit denen wir uns gestern auch schon unterhalten haben: ein deutsches und ein österreichisches Ehepaar. Es stellt sich heraus, dass Birgit und Rolf (die Deutschen) auch um 14 Uhr den Bus nach Siem Reap nehmen und sich morgens die Stadt ansehen wollen. Da bietet es sich ja an, ein Tuk Tuk zu teilen. Gesagt, getan. Um kurz vor 8 Uhr sind wir in der Stadt und merken, dass die Silberpagode und der Königsplast erst um 8 Uhr aufmachen. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Uferpromenade, können wir uns die Tempel und Paläste ansehen. Das Anwesen ist unheimlich gepflegt und erstrahlt im Sonnenlicht. Noch ist es auch von den Temperaturen her angenehm. Manche der farbenfrohen Gebäude können von innen besichtigt werden und zeigen Ausstellungen, andere sind für die Öffentlichkeit gesperrt, da der König hier immer noch residiert. Besonders der Thronsaal und die Silberpagode

stechen durch ihre Pracht sowohl von außen als auch in ihrem Inneren hervor. Beim Hinausgehen, vernehmen wir plötzlich Musik und können in zwei Gebäuden Musikern beim Spiel der traditionellen Instrumenten zusehen. Da es noch recht früh ist, beschließen wir zwei, weiter zu fahren und uns den Russischen Markt anzusehen. Es gibt dort alles: Lebensmittel, Putzmittel, Haushaltsgeräte, Souvenirs, Kleidung, Tiere… Alles ist auf engstem Raum aufgebaut und die Gänge sind verstopft. Ohne es richtig zu wollen, kommt jeder von uns zu einem neuen T-Shirt. Jetzt wird es Zeit, unseren wartenden Tuk Tuk Fahrer zu suchen und zurück zum Hotel zu fahren. Nach einer kleinen Irrfahrt, werden wir in der Nähe rausgelassen und suchen uns ein leckeres und günstiges vegetarisches Restaurant, wo wir beide etwas ungewöhnliche, aber sehr leckere Gerichte ausprobieren. Auf dem Rückweg decken wir uns noch mit frischem Obst ein und warten auf den wie immer verspäteten Bus. Wir haben 6-8 Stunden Busfahrt vor uns, die jedoch mit Planung der nächsten Tage und Reiseführer lesen schnell vergeht. Es ist bereits seit einiger Zeit dunkel als wir in Siem Reap ankommen. Nicht die beste Voraussetzung für eine Hotelsuche in der Hauptsaison! Wir schnallen uns die Rucksäcke auf und laufen los. Überall wollen uns Tuk Tuks fahren, doch wir lehnen ab. Dann spricht uns jemand an, der von einem sehr günstigen Hotel in der Nähe spricht. Wir wollen nur noch duschen und schlafen, also gehen wir mit. Das vorgeschlagene Hotel ist leider voll, doch unser Führer kennt noch mehr Hotelbesitzer. Das World Lounge House hat noch Zimmer frei und der Preis von 5$ ist akzeptabel. Während Anica das Zimmer besichtigt, kann Sven unseren Führer als Tuk Tuk Fahrer (12$) für den nächsten Tag engagieren. So haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und können unser Programm wie geplant durchziehen. Sven zieht noch einmal los und besorgt Wasser und Baguette für morgen und Anica wäscht in der Zeit die verdreckte Kleidung. Und dann passiert nicht mehr viel, außer dass wir ins Bett fallen. 

Auf dem Mekong nach Kambodscha

Nach einem Besuch des Floating Villages nahe Chau Doc samt Catfishfarm und Cham Dorf, passieren wir mit dem Slow Boat die Grenze zu Kambodscha und werden nach Pnom Penh gebracht

In aller Frühe (5:50 Uhr) packen wir unsere Rucksäcke für die Weiterreise, da klingelt plötzlich das Hoteltelefon. Es ist unser Guide, der seinen Weckrundruf startet und zum Frühstücktisch bittet. Wir können zwischen einigen Variationen wählen und sind mit die ersten, die sich im Frühstücksraum einfinden. Sven, der wie immer Pancake bestellt hat, ist vergessen worden und so müssen wir etwas länger warten. Aber uns bleibt trotzdem noch ein wenig Zeit für einen kurzen Abstecher zum Obst- und Gemüsemarkt um die Ecke, der besonders bunt und geruchsintensiv ist.

Zurück am Hotel wird unser Gepäck auf drei Cyclos verladen, die vollbepackt zum Fluss gefahren werden, während wir über den Markt dorthin laufen. Hier warten viele Taxiboote mit vietnamesischen Frauen auf uns, die uns paarweise durch das Floating Village rudern. Wir haben eine junge Fahrerin erwischt, die zu Scherzen aufgelegt ist, und Anica auch einmal stehend rudern lasst. Nach kurzer Zeit steigen wir bei einem der Häuser aus und bekommen die Fischfarm unter dem schwimmenden Haus gezeigt. Zuerst sieht man nichts, doch als der Guide etwas Fischfutter ins Wasser wirft, beginnen alle Catfische zu zappeln und man bekommt einen Eindruck davon, wie viele Fische hier leben. Zurück im Boot setzen wir unsere Rundfahrt durch das Dorf fort. Diesmal halten wir auf einer Insel, wo sich eine muslimische Minderheit niedergelassen hat, die Cham. Unter ihren Pfahlhäusern stehend, bekommen wir etwas ihre Kultur und Traditionen erklärt, bevor wir über hoch gelegene Stege die Moschee besichtigen. Der Ort ist schön anzusehen, doch sind die bettelnden und alte Kuchen verkaufenden Kinder schwer zu ertragen. Nun steigen wir in ein größeres Slow Boat um und tuckern den Mekong entlang zur kambodschanischen Grenze. Wie versprochen bekommen wir mit der Visabeantragung geholfen und der Vorgang wird für ZS mehr pro Person beschleunigt. In einem Restaurant nahe der Grenze müssen wir dann warten und können nebenbei unsere letzten Dong in ein Frühlingsrollenmittagessen investieren. Jetzt müssen wir noch einmal in ein anderes Boot umsteigen, kurz an der Grenze zu Kambodscha unsere Visa checken lassen und schippern dann weiter den Mekong entlang. Mittlerweile ist es unerträglich heiß geworden und jeder versucht, sich in den Schatten zu verkriechen und etwas zu schlafen.

Um 16:30 Uhr stoppt ziemlich abrupt unser Boot und wir werden in einen überfüllten Minibus gequetscht. Statt einen Bus mehr zu schicken, hat man sich darauf verlegt, Plätze doppelt zu belegen. Doch zum Glück funktioniert die Klimaanlage. Auf der Fahrt nach Pnom Penh fällt uns auf, dass die Menschen hier viel dunkler sind und die Häuser im traditionellen Khmer Stil gebaut sind. Nach 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir Pnom Penh.

Wir haben das Glück, durch eine Sonderaktion zu unserem Bootsticket eine kostenlose Übernachtung bekommen zu haben, sodass wir gar nicht mehr suchen müssen. Das Hotel entpuppt sich dann auch noch als sehr luxuriös und das Zimmer als riesig- so könnte es immer sein. Als erstes stellen wir uns unter die Dusche: Nach der Fahrt sind wir ziemlich verschwitzt. Dann gehen wir zu Fuß zum Lucky Supermarkt in der Nähe. Zu unserer Verwunderung bekommen wir vom ATM Automaten US Dollar ausgespuckt. Dann merken wir jedoch, dass alle Preise nur in Dollar ausgezeichnet sind. Das System hier ist, dass man alles unter einem Dollar in Riel bezahlt, größere Beträge in Dollar und als Wechselgeld ebenso US Dollar rausbekommt, doch statt Cent Riel. Die Preise gefallen uns jedoch gar nicht, viele ist um einiges teurer als in den restlichen südostasiatischen Ländern. 4$ für ein Essen im Restaurant? Wucher! Trotzdem müssen wir uns der neuen Situation fügen und finden nach etwas Suchen ein koreanisches Restaurant, wo man zum einen etwas Englisch kann und es außerdem ein paar vegetarische Gerichte gibt.

Die Gegend, in der das Sinh Cafe Hotel liegt, ist ziemlich außerhalb des Zentrums und nur wenig beleuchtet. Dies und die Tatsache, dass es viele aufdringliche Taxifahrer und Bettler gibt, bewirkt, dass wir uns etwas unwohl fühlen und nicht viel Zeit in Pnom Penh verbringen wollen. Wir fassen den Entschluss, schon morgen gegen Mittag abzureisen und buchen den Bus nach Siem Reap in unserem Hotel. Anschließend gehen wir früh schlafen, um uns morgen in aller Frühe die Stadt anzusehen. 

Das Mekong Delta

Unsere 2-tägige Mekong Delta Tour führt uns von Wassermärkten zu Handwerksbetrieben, wo wir mehr über die Reisverarbeitung erfahren, und anschließend weiter nach Chau Doc in die Nähe der kambodschanischen Grenze 

Nach dem Auschecken gehen wir zu einem Restaurant, das direkt neben dem Sinh Cafe gelegen ist. Hier haben wir die Abreisesituation gut im Blick und können in Ruhe frühstücken. Wir fahren pünktlich ab und erreichen nach einiger Zeit Cai Be, Hier beginnt unsere Bootstour, die uns als Erstes einen Überblick über den Wassermarkt der kleinen Stadt verschafft. Es wird mit allem gehandelt, was gerade erntereif ist: Melonen, Kürbisse, Ananas, Dragonfruit. Wer was zu verkauft, erkennt man an dem hohen Bambusmast, an den statt einer Fahne die Ware gehängt ist. Aber nicht nur Lebensmittel werden hier verkauft, auch ein Lotterieboot ist unterwegs, das seine Geschäfte mit den schwimmenden Ständen macht. Unser Guide erklärt, dass viele Händler auf ihren Booten leben und nur zur Feldarbeit an Land kommen. Auch uns zieht es danach an Land, wo wir Einblicke in die
verschiedenen Verarbeitungsweisen von Reis bekommen. So sehen wir wie Reiscracker, Kokosbonbons, Reispapier und Puffreis hergestellt wird und dürfen überall mal probieren, Zum Abschluss gibt es noch einen Schluck Schlangenwein (Reiswein mit eingelegten Schlangen, Adler und Skorpion), dem vitalisierende und potenzsteigernde Wirkung zugesprochen wird, Aber eins ist sicher: Er ist auf jeden Fall ziemlich stark!

Nach dem ganzen Probieren dürfen wir wieder im Boot Platz nehmen und das weitere Treiben auf dem Wasser beobachten. Früher gab es in den Gewässern viele Alligatoren, die mit ihrem großen Hunger kleinere Boote attackierten und erfolgreich zum Kentern brachten. Die Einheimischen kamen daraufhin auf die Idee, Augen auf der Bugseite aufzumalen um den Alligatoren dieses als schwimmendes Tier zu verkaufen, was auch wirkte. Mittlerweile sind alle wild lebenden Alligatoren zu Handtaschen und Gürteln verarbeitet worden, aber die Augen sind als Tradition geblieben. Beim Sinh Café Restaurant auf einer Insel im Mekong erhalten wir ein ausgiebiges Mittagessen und haben danach die Möglichkeit, die Anlage etwas näher zu erkunden, die im hinteren Teil eine Alligatorenzucht hat. Wer etwas mit den “Kleinen” spielen möchte, kann sich für 5000 Dong einen Fleischklumpen an der Leine kaufen und langsam herunterlassen, Später bekommen wir noch eine vietnamesische Musikaufführung, die durch die schauspielerische Darbietung der Sänger untermalt wird.

Eine kurze Bootsfahrt bringt uns nun zu einem Anleger, wo wir vom Bus eingesammelt werden und nach Chau Doc gebracht werden. Das Städtchen ist nahe der kambodschanischen Grenze gelegen, wo sich auch unser Hotel befindet. Dort angekommen, beziehen wir das Zimmer und besuchen das im Lonely Planet beschriebene nette, vegetarische Restaurant. Auffallend viele Kinder grüßen freundlich und winken uns zu. Danach suchen wir den Weg zum Fluss, wo wir noch an einer Schlägerei unter den Marktbeschickern vorbeikommen. Das Flussufer ist hell erleuchtet und von Fontänen und Skulpturen gesäumt. S0 können wir noch einen gemütlichen Verdauungsspaziergang bis zu unserem Hotel einlegen, bevor wir früh schlafen gehen um am nächsten Morgen fit zu sein. 

In den Gassen von Hanoi

Wir ziehen in ein günstigeres Hotel um, buchen eine Tour in die Halong Bay und nutzen die restliche Zeit für Sightseeing im Old Quarter und den Besuch des Wasserpuppentheaters 

Nach dem im Preis inbegriffenen Frühstück verlassen wir unter einem Vorwand das Holiday Hotel und gehen auf Hostelsuche, da wir die nächste Nacht gerne in einem günstigeren Hotel übernachten wollen. Heute sieht die Lage schon besser aus und direkt um die Ecke werden wir fündig. Das billigste Hotel ist das Relax (Tham Thong) Hotel, das in einer kleinen lebhaften Gasse liegt. Für 85 ist das Zimmer um einiges billiger, aber auch von der Ausstattung auf keinen Fall vergleichbar. Wir checken im einen Hotel aus und im anderen direkt ein. Nachdem wir das hinter uns gebracht  haben, steht ein weiterer organisatorischer Punkt auf unserer To-D0-Liste: eine günstige, aber gute Halong Bay Tour finden und buchen. Angebote gibt es zwar Massenweise, doch es soll auch viele  schwarze Schafe unter den Reisebüros geben (Fälschungen der richtigen Reisbüros) und jede Tour ist etwas anders. Nachdem wir kreuz und quer in der Stadt umher gelaufen sind und schon mehrmals fast von Rollern oder Cyclos überfahren wurden, sind wir ziemlich geschafft und genauso schlau wie vorher.

Überall wird einem das Blaue vom Himmel versprochen und man weiß wirklich nicht, wem man trauen kann. Die renommierten Reiseveranstalter verlangen alle Preise, die wir nicht zahlen können und bei allen anderen, ist nicht sicher, welche Überraschungen einen erwarten. Etwas hilflos und genervt entscheiden wir uns, beim im The Whole Earth Restaurant untergebrachten Discovery Tours Reisebüro zu buchen, wo uns mit 40$ ein guter Preis gemacht wird (für Bus, Boot, Nacht an Bord im Doppelzimmer, Essen, Kajaks). Danach sind wir erleichtert und gönnen uns erst einmal ein leckeres Mittagessen im The Whole Earth Restaurant, das nur vegetarische Gerichte anbietet und deshalb eine große Auswahl für uns hat. 

Im Anschluss können wir durch das Old Quarter schlendern, was viele Handwerksläden beheimatet und sehr bunt ist. Überall begegnen uns die typischen Hüte tragenden Frauen mit ihren Korbgestellen voller Gemüse und Obst. Es herrscht ein solches Gewimmel, dass es schwer ist durch den ganzen Verkehr und Verkäufer einen Weg zu bahnen. Und doch fühlen wir uns wohl inmitten der vielen Gerüche und Farben. Gegen Nachmittag kommen wir am Städtischen Wasserpuppentheater vorbei und werden auf ein Schild aufmerksam, auf dem steht, dass es nur noch Karten für die in 10 Minuten beginnende 15:30 Uhr Vorstellung gibt. Kurzentschlossen kaufen wir welche und sitzen kurz später erwartungsvoll im Theatersaal. Zu vietnamesischer Musik, die von 7 Musikern am Rand der Bühne gespielt wird, erscheinen verschiedene Puppen im Wasser und stellen kurze Szenen aus dem ländlichen Leben, religiöse Zeremonien und Mythen nach. Das Ganze ist nett gemacht und gut verständlich, wir erkennen viele schon selbst beobachtete Situationen wieder. Nach der einstündigen Vorstellung machen wir uns auf zum Dong Xuan Market, der aber um diese Zeit seine Pforten schließt und mit Alltagsutensilien für uns nicht so reizvoll ist. Also drehen wir wieder um, kehren kurz zurück zum Hotel und begeben uns anschließend auf die Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen. An jeder Straßenecke sitzen Einheimische auf kleinen Hockern vor winzigen Garküchen und essen Schnecken oder Seafood, doch da es hier selten etwas für Vegetarier gibt, ziehen wir es vor, in einem Restaurant zu essen. Schließlich setzen wir uns in ein kleines Lokal, wo es traditionelles Essen gibt und probieren Nordvietnamesische Frühlingsrollen aus, die ganz anders schmecken, als die Frühlingsrollen, die wir bis jetzt gegessen haben, Auf einer Platte werden die verschiedenen Zutaten wie Reisnudeln, Tofu, Karotten, Salat, verschiedene Kräuter und Reispapier gebracht, woraus man sich dann selbst die Frühlingsrollen zusammenstellt und die Sojasauce oder eine süß- sauer Soße tunkt, bevor man sie isst. Interessant!

Da heute Valentinstag ist, sind einige Restaurants geschmückt und überall werden rosafarbene Herzluftballons zum Verkauf angeboten. Wir interessieren uns aber mehr für den Nachtmarkt, auf dem Kleidung, Taschen und Kunsthandwerk angeboten wird. Doch das Gedränge ist so groß, dass wir nach einer Weile in eine Seitenstraße flüchten. Wir sind diesmal ohne Stadtplan aus dem Haus gegangen und verlaufen uns prompt im Gewirr der kleinen Straßen bis wir glücklicherweise ein Restaurant wiedererkennen und feststellen, dass wir die ganze Zeit in direkter Nähe unseres Hotels herumirren. Zurück im Hotel packen wir unsere Rucksäcke für die morgige Tour und legen uns schlafen. 

Bootstour nach Luang Pabang

Mit einiger Verspätung setzen wir unsere Slowboat—Tour auf dem Mekong fort und erreichen gegen Abend die charmante Stadt Luang Pabang

Etwas unausgeschlafen stehen wir um 6:15 Uhr auf, die Trommeln der Mönche und die Hähne haben uns seit 5 Uhr nicht mehr richtig schlafen lassen. Es ist noch dunkel, also schleichen wir mit unseren Taschenlampen ins Bad und packen erst später unsere Rucksäcke. Für 7:15 Uhr haben wir Frühstück bestellt, die Guesthouse-Besitzern ist schon seit einiger Zeit am kochen und vorbereiten, Kurz nachdem wir heruntergekommen sind, stehen dampfende, riesige Pancakes vor uns. Auch unsere belegten Baguettes sind schon fertig und wir können gleich aufbrechen. Da wir aber gut in der Zeit sind, erlauben wir uns einen Abstecher auf den Markt. Hier sitzen die Bäuerinnen mit Gemüse, getrockneten Gewürzen und Fleisch an ihren kleinen Tischen. Den größten Teil der angebotenen Ware haben wir noch nie gesehen. Staunend schlendern wir durch die engen Gänge. Doch nun müssen wir zum Anleger. Nirgendwo haben wir mit Sicherheit in Erfahrung bringen können, wann das Boot abfährt. In manchen Reiseführern steht 8 Uhr oder 8:30 Uhr. Es sind schon einige an Board, als wir eintreffen. Wir ergattern eine Holzbank und richten uns ein. Nach und nach trudeln immer mehr Leute ein… und diesmal ist das Schiff noch kleiner als vorher. Einige müssen stehen oder suchen sich ein Plätzchen im Gang oder auf dem Boden, doch irgendwie passen alle hinein. Die internationalen Passagiere machen das Beste daraus und jeder kommt mit jedem ins Gespräch. Manch ein Laote hat ein lebendes Huhn im Gepäck, das die 9 Stunden in einer Plastiktüte ausharren muss. Um 11 Uhr tuckern wir endlich mit viel Verspätung los. Wir verbringen die meiste Zeit mit Landschaftsbetrachtungen und Fotos schießen, kommen aber auch mit unserem Hörbuch ein ganzes Stück voran. Gegen Ende der Reise lernen wir eine Laotin kennen, die uns Tipps gibt, wo die besten Restaurants und Guesthouses zu finden sind. Außerdem gewährt sie uns ein paar Einblicke in ihre Kultur samt Bräuchen, was für uns sehr interessant ist.

Bei Sonnenuntergang kommen wir in Luang Pabang an, die Anlegestelle ist glücklicherweise sehr zentral gelegen, sodass wir uns zu Fuß auf Hotelsuche machen können. Spontan schließt sich uns ein Koreaner an, der auch auf dem Boot war. Einige Guesthouses sind voll, doch dann wir uns ein Zimmer in einem Haus angeboten, das von außen gar nicht als Hotel auszumachen ist. Der Raum ist nicht sehr schön, wirkt aber sauber und ist günstig. Also bleiben wir hier. Auf der Suche nach einem Restaurant schlendern wir die Hauptstraße entlang und erfreuen uns an den gemütlichen Bars und Restaurants. Leider sind die Preise im Vergleich zu Thailand hoch, doch ein indisches Lokal spricht uns preislich und von der Karte an. Wir bekommen leckeres scharfes Curry und einen hervorragenden Lassi gemacht. Auf dem Rückweg schlendern wir über den Nachtbazar und sehen viele schöne Dinge, die wir kaufen möchten. Wir beschränken uns auf einen Bettüberwurf mit Kissen und einen Anstecker. Entgegen aller Hinweise im Reiseführer, wird es mittlerweile lieber gesehen, wenn in Kip und nicht in US$ oder Baht bezahlt wird.

Nach einer schwierigen Verhandlungsphase einigen wir uns auf einen guten Preis und die Verkäuferin berührt mit dem Geld ihre anderen Waren, was wie sie glauben Glück bringt. Nach diesem positiven ersten Eindruck von der Stadt, freuen wir uns auf weitere Erkundungen. 

Kajak-Elefanten-Tour

Morgens paddeln wir mit Kajaks durch einen Canyon und füttern Affen, nachmittags reiten wir auf Elefanten durch den Dschungel

Früh starten wir in den Tag, weil wir noch die Roller vollgetankt zurückbringen müssen. Danach noch schnell frühstücken und dann werden wir auch schon um 8:20 Uhr von unseren Guides für den heutigen Tag abgeholt. Der erste Teil der Tour besteht aus einem Kajaktrip durch den Canyon Ao Thalane. Am Ableger angekommen, werden wir mit Tee und Kaffee begrüßt und mit wasserdichten Beuteln ausgestattet. Kurz darauf sitzen wir auch schon im Boot und paddeln umringt von schöner Landschaft auf eine Sandbank zu, Hier stoppen wir kurz und entdecken das Leben der anfangs unbewohnten wirkenden Sandhaufen. Überall ist es am Krabbeln und hunderte von Krebsen suchen ihren Weg weg von unseren Füßen. Etwas weniger hektisch sind die Seesterne, die vereinzelt in Pfützen zu finden sind.

Nach dem kurzen Stop fahren wir zur gegenüber liegenden Felswand, die von Affen bewohnt wird. Ein Teil der Gruppe hat sich mit Bananen eingedeckt um die kleinen frechen Kerle zu füttern. Danach führen uns die Guides zwischen die Felsen und nach einiger Zeit befinden wir uns in einem sehr hohen und schön bewachsenen Canyon. Die Führer machen uns auf Amphibien aufmerksam, die im Schlamm leben und erklären einiges über die Pflanzenwelt. Mittlerweile ist der Wasserstand niedriger geworden: Wir können nicht mehr weiterfahren und müssen umkehren. Auf dem Rückweg halten wir erneut bei einem Affengebiet, wo wir die Schalen unserer Obstreste an sie verfüttern.

Als wir wieder zurück am Pier sind, werden wir in einen Bus verladen und zu einem sehr luxuriösen Restaurant gebracht. Wir selber hätten uns diese Räumlichkeit nicht ausgesucht, da aber das Essen inbegriffen ist, brauchen wir uns um hohe Preise keine Gedanken machen. Das essen sieht vorzüglich aus und schmeckt auch so. Danach werden wir zum Phunaka Elefant Trekking gebracht. Von einer Platform aus steigen wir auf die Elefanten und nehmen zunächst auf einem Sitz Platz. Es schaukelt schon ziemlich und ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir gewöhnen uns an den schwankenden Gang und die schlackernden Ohren unserer Elefantendame. Als wir den Metallstab sehen, mit dem die Elefanten angetrieben werden, bekommen wir im ersten Moment ein schlechtes Gewissen, zu dieser Art Ausbeutung der Tiere beizutragen und das nur zu unserem Spaß. Doch merken wir auch, dass zum Teil eine sehr positive Beziehung zwischen Elefant und Führer besteht und die Tiere sich wenigstens gegenseitig haben. Also beginnen wir unseren Ritt zu genießen. immer wieder wird angehalten, damit die Elefanten trinken oder Äste futtern können.

Nach einer halben Stunde dürfen wir aus unserem Sitz steigen und direkt auf dem borstigen Rücken sitzen. Dabei bekommen wir zwar viel die Ohren an die Beine geschlagen, erleben aber hautnah wie es sich anfühlt, auf einem Elefanten zu reiten. Als wir abgestiegen sind, bekommt Naa, unser Elefant, einen Korb Bananen spendiert, die wir ihr direkt in den Rüssel geben können. Erfüllt kehren wir zurück ins Hotel und ruhen uns aus. Abends suchen wir uns ein Restaurant und spielen danach noch mit Mandy und Micheal drei Runden Billard, die wir alle verlieren. 

Mit dem Roller zur Tiger Cave

Wir mieten uns zu viert zwei Roller und besuchen die buddhistische Tempelanlage Tiger Cave und den Badeort Ao Nang

Auch heute sind wir mit Mandy und Michael unterwegs. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf zur Rollervermietung und können weil wir zwei Roller nehmen, einen guten Preis aushandeln. Wir begeben uns Richtung Norden und auf die Suche nach der Tiger Cave. Wir haben etwas Schwierigkeiten, den Weg zu finden, kommen aber nach einer kleinen Irrfahrt an der Tempelanlage an. Dort stellen wir die Roller ab und besichtigen die Tigercave, wo wir von einer Nonne Armbänder umgelegt bekommen. Nun erwartet uns ein gutes Stück Arbeit. Um den auf einem freistehenden Felsen gebauten buddhistischen Tempel zu besichtigen, steigt man 1236 unregelmäßig hohe Stufen empor! Doch wir werden belohnt, denn oben angekommen, erwartet uns außer dem fantastischen Ausblick in alle Richtungen eine riesige goldene Buddha-Statue. Als wir wieder heruntergestiegen sind, treffen wir auf eine Schar Affen, die zu allerhand in der Lage sind. Einer versucht sich eine Sonnenbrille aufzusetzen, andere stehlen Blumen vom Altar und wieder andere drehen einen Wasserhahn auf und zu. Nachdem wir dem Schauspiel eine Weile zugesehen haben, dringen wir etwas weiter in den Wald vor und entdecken die Hütten der Mönche und eine weitere Höhle. Jetzt knurren uns die Mägen. Auf der Rückfahrt schlendern wir über einen Markt, finden dort aber keine Essensstände. Also halten wir in Krabi und essen einen Salat, bevor wir nach Ao Nang weiterfahren.

Ao Nang

Wegen der schlechten Beschilderung haben wir erneut Probleme, die Straße dorthin zu finden, doch nach mehrmaligem Verfahren erreichen wir den Strand, wo wir sogleich ins Wasser springen. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang und bummeln dann durch die Geschäfte, die dicht gedrängt die Strandpromenade säumen. Auf der Suche nach einem Restaurant staunen wir nicht schlecht über den Preisunterschied zu Krabi Town, das viel günstiger ist. Wir finden ein relativ günstiges, aber auch sehr gutes Lokal und bestellen wieder einmal Padh-Thai. Nach dem Essen gehen wir auf Shoppingtour und finden alle vier etwas bei dieser großen Auswahl an Kleidung, Souvenirs und Schmuck. Aber natürlich geht nichts ohne Handeln!

Plötzlich fällt uns ein, dass wir noch gar nicht die Tour gebucht haben, die wir morgen machen wollen. Schnell schwingen wir uns auf unsere Roller und brausen nach Krabi zu unserem Lieblingsreisebüro (31 /7 Moo2, AO Nang Mung in Krabi), wo wir wieder günstig sowohl die Tour des nächsten Tages als auch die Bustickets nach Phuket für den darauffolgenden Tag bekommen. Zufrieden, dass uns alles so gut von der Hand geht und den schönen Tag im Hinterkopf kaufen wir uns in einem Supermarkt Bier und trinken es mit Mandy und Michael auf deren Zimmer im Hotel. 

Ko Phi Phi Bootstour

Wir haben eine Tagestour nach Ko Phi Phi und umliegende Inseln gebucht und genießen einen ereignisreichen Tag am, im und auf dem Wasser 

Wir frühstücken in unserem Hotel Obst, Toast und Tee. Um 8:30 Uhr holt uns ein Buschen ab und wir rattern und knattern nach Ao Nang, wo uns das Speedboot erwartet. An vielen Inseln und aus dem Meer ragenden Felsen vorbei steuern wir Ko Phi Phi an. Erstes Ziel ist Maya Bay, der Strand, an dem The Beach gedreht wurde. Die Bucht ist wirklich malerisch, doch leider sind wir nicht die einzigen, die den Weg hierher gefunden haben. Schon einige Boote liegen hier vor Anker und spucken immer mehr Leute aus. Wir haben 45 Minuten Zeit und erkunden zunächst etwas die Insel, die immer nur schmale ebene Streifen aufweist, die eingerahmt sind von steil aufragenden Felsen. Danach stürzen wir uns ins glasklare Wasser um uns abzukühlen. Da pfeift unser Führer und wir werden mit dem Boot auf die andere Seite der Insel gefahren, wo wir schnorcheln können. Das Wasser wimmelt nur so von Fischen. die von Brot, das unsere Crew ins Wasser schmeißen, angelockt werden.

Im Anschluss fahren wir durch die Lagune Pileh Bay, die türkises Wasser umrandet von Felsen zu bieten hat. Kurz darauf passieren wir die Viking Cave, eine mit Tropfsteinen geschmückte Felsenhöhle, in der Menschen wohnen und die deshalb nicht öffentlich zugänglich ist. In der Stadt Ko Phi Phi gibt es ein leckeres, in den Preis inbegriffenen Lunch direkt an der Strandpromenade, danach bleibt noch Zeit durch den Ort und die überall aufgestellten Stände zu bummeln. Um 14 Uhr steigen wir wieder in unser Speedboot und rasen zur Monkey Bay, wo die Affen Ananasschalen zugeworfen bekommen und sich alle am Strand versammeln. Für uns gibt es dann auf der Weiterfahrt die geschälte Ananas zu essen. Nun folgen die Höhepunkte der Tour: das Schnorcheln in der Lohsamah Bay, wo sowohl viele verschiedene Fischarten als auch farbenfrohe Korallen leben, und Bamboo Island, wo wir an einem recht einsamen Strand ewig weit spazieren und wunderbar schwimmen können.

Erfüllt von den Eindrücken des Tages kehren wir nach Krabi Town zurück. Dort erwartet uns eine Dusche und auf dem Nachtmarkt ein Abendessen an einem der vielen Essensstände. Wir wählen Padh-Thai und entdecken dieses vegetarische Gericht mit Bandnudeln, Gemüse, Nüssen und Tofu für uns. Zum Nachtisch gibt es vor unseren Augen gebackene, mit einer nussartigen Masse gefüllte Teigröllchen— himmlisch!