Billigflug mit Komfort – Von Cancun nach Mexico City

Von der Isla Mujeres starten wir morgens mit der Fähre und sind abends wieder in dem uns bereits vertrauten Mexico City Der Tag beginnt wieder früh, denn wir haben heute unseren Rückflug von Cancun nach Mexico City. Die Rezeption des Poc na Hostels öffnet laut Schild um 7:30 Uhr seine Pforten. Doch wie sich gegen 7:30 Uhr herausstellt, ist die Rezeption im Poc na Hostel nicht besetzt. So warten und warten wir vergeblich, bis kurz vor 8:00 Uhr.

Dann hat Anica das Warten satt und bittet den Security nach einem Mitarbeiter zu schicken. Wir wollten eigentlich um 8:00 Uhr die Fähre nach Cancun nehmen, aber das wird wohl jetzt nichts mehr. Es dauert wieder eine ganze Weile bis endlich das Büro geöffnet wird, aber dann geht es relativ schnell. Wir können nur jedem empfehlen den Abend vorher auszuhecken um solche Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Unglücklicherweise legt in dem Moment, als wir den Hafen erreichen, die geplante Fähre ab.’

Eine halbe Stunde später nehmen wir die nächste Fähre nach Puerto Juarez (Cancun). Dort erwartet uns mal wieder eine Horde geschäftstüchtiger Taxifahrer, die uns gerne zum Flughafen fahren würden. Wir gehen durch das Parkhaus hindurch zur nächsten Straße und finden dort die Bushaltestelle (gegenüberliegende Straßenseite, linksfließender Verkehr) Richtung Innenstadt zum Terminal ADO. Wir I warten einen Moment aber es kommt kein Stadtbus vorbei, so entscheiden wir beim nächsten Colectivo [ (Kleinbus) nachzufragen und wir haben Glück. So kommen wir für 4 Pesos pro Person zum ADO Terminal, , wo der Firstclass-Bus bereits wartet. Am Flughafen angekommen, kann man mit Shuttlebussen von einem Terminal zum anderen gelangen, Volaris fliegt in unserem Fall direkt vom Terminal 2.

Volaris Cancun Mexico City (Toluca)

Obwohl die Preise eher einer Billigairline entsprechen ist der Service beim Einchecken und an Bord sehr gut. Wir bekommen kostenlos Getränke, kleine Snacks, Kopfhörer,   (was bei US Airways nicht i unbedingt der Fall ist). Eine weitere positive Überraschung erwartet uns am Flughafen in Toluca (der außerhalb von Mexico City gelegen ist), hier wird ein kostenloser Shuttlebus von Volaris zur Verfügung gestellt, der uns nach Santa Fe in Mexico City bringt. Der Bus ist auch wieder top ausgestattet, wir b bekommen sogar wieder einen Kinofilm geboten um die 50 Minuten Fahrt besser zu überbrücken.

In Santa Fe fragen wir noch bei Volaris wie wir weiter in die Stadt kommen und erhalten sogar eine Karte mit eingezeichneten Informationen wo wir uns gerade befinden. Da bleibt nur eins zu sagen: Volaris ist top im Thema Preis/Leistung. Wieder einmal schleichen wir uns an den Taxifahrern vorbei zum Bus an der Straße der uns bis zur Metrohaltestelle “Tacubaya” fährt.

Einige Metrostationen später haben wir es geschafft und sind in dem uns bereits bekannten Hostel Home in der Straße Tabasco 303 angekommen. Wir bekommen sogar unsere alten Betten wieder. Nun noch schnell ein Gang zum nahegelegenen Supermarkt und kleiner Kochstunde, dann lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Mexico City

Die nächsten drei Tage lassen wir gemütlich angehen. Wir besuchen Adolfo, bei dem wir einen Teil unseres Gepäcks lassen konnten, machen kleinere Besorgungen und schlendern durch die uns bekannten Straßen.

Die Schildkröten von Isla Mujeres

Die Organisation klaut uns wieder einmal Zeit, aber wir schaffen es mit dem Roller noch die Insel zu umrunden Da es gestern doch sehr spät geworden, ist schlafen wir heute etwas aus. Wir haben noch einige Dinge für unseren morgigen Flug zu klären und so wird es Nachmittag bis wir mit unserem Programm starten können. Eigentlich wollten wir die Insel mit einem Fahrrad erkunden, doch leider schließt der Fahrradverleih schon gegen 17:00 Uhr. Wir entscheiden uns stattdessen spontan dafür, einen Roller zu mieten um Zeit zu sparen.

Tortugranja

Unser Hauptziel ist die “Tortugranja” (Schildkrötenaufzuchtstation), die 5 Kilometer südlich der Stadt zu finden ist. Den Eintritt von 20 Pesos + 10 Pesos Futter zahlen wir gerne, denn die Wasserschildkröten werden hier vor dem Aussterben gerettet. Direkt am Strand befinden sich verschieden Wasserbecken, wo man die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der kleinen und großen Panzertiere beobachten kann.

Das absolute Highlight des Ausfluges ist, dass wir das Schlüpfen von hunderten von Babyschildkröten beobachten können und sogar eine kleine Schildi in unseren Hände halten dürfen. Anica ist von dem Gefühl überwältigt, ein so kleines Herz zwischen ihren Finger zu spüren. Aber auch der Anblick der bis zu 300 Kg schweren, ausgewachsenen Reptilien ist beeindruckend. Ab heute sind wir Schildkröten-Fans!

Für den Rest der Insel bleibt uns noch eine Stunde Zeit bis wir den Roller abgeben müssen. So heizen wir über die “Topes” (Straßenhubel) zur Spitze und umrunden einmal die ganze Insel. Zurück im Hostel treffen wir wieder unsere belgischen Freunde deren deutsche Bekannte mittlerweile auch eingetroffen sind. So verbringen wir den Abend wieder in einer geselligen Runde mit kaltem Corona (für Anica wie immer eine Sprite) in Strandatmosphäre.

Isla Mujeres – Eine Insel, die nicht nur Frauen gefällt

Um Cancun zu umgehen und dennoch Strand und Meer zu genießen fahren wir auf die Isla Mujeres

Mit dem 8:30 Uhr Bus von Mayab erreichen wir gegen 11:00 Uhr das Touriparadis Cancun. Hier möchten wir nicht lange bleiben, denn viele haben uns schon davor gewarnt, dass hier zum größten Teil amerikanische Verhältnisse herrschen (teuere Unterkünfte, Hotelanlagen, alles englischsprachig, …). Im Bus lernen wir 2 Belgier kennen (Stefan & Robin). Im Gespräch stellt sich heraus, dass wir das gleiche Ziel haben: die “lsla Mujeres” (Insel der Frauen).

Wir nehmen zu viert ein Taxi vom Busbahnhof zum Hafen und fahren von dort mit der Fähre weiter auf die Insel. Wir gleiten über das karibischblaue Meer und genießen den strahlenden Sonnenschein. Man kommt sich vor wie im Urlaub ;) . Witzigerweise haben wir uns auch das gleiche Hostel rausgesucht wie Robin & Stefan und marschieren deshalb gleich zusammen los.

Hostel Poc na

Die nahe Strandlage des Hostels und das damit verbundene Flair gefallen uns sehr gut. Die Sauberkeit lässt etwas zu wünschen übrig, aber bei dem Wetter möchte man sowieso nicht so viel Zeit im Hostel verbringen. Also schnappen wir unsere Badesachen und machen uns gleich auf zum bekannten “Playa Norte”. Die filmreife Kulisse von Palmen gesäumten Stränden und blauem Wasser wird nur etwas durch die nahen Hotelanlagen getrübt. Doch vom Wasser umringt, sehen wir nur noch das weite Meer vor uns und genießen die badwannenwarme Temperatur. Nach einiger Zeit ziehen Wolken auf und verdecken die Sonne, es bricht eine kleine Hysterie bei den Strandbarbesitzern aus, doch nach ein paar Minuten hat sich alles verzogen und der Badeurlaub kann weitergehen.

Gegen Abend treffen wir uns im Innenhof mit Stefan & Robin. Die beiden bringen uns ein neues Kartenspiel bei, welches uns einige spannende Stunden beschert. Die Zeit vergeht und wir haben plötzlich schon Mitternacht. Die Beachparty am Strand hinter dem Hostel ist mittlerweile auch in vollem Gange und wir lassen es uns nicht nehmen, hier unseren kostenlosen Welcomedrink zu schlürfen.

Von Kokosnuss bestückten Palmen umringt und Sand unter unserem Füßen, wissen wir nun, was es heißt eine Party in der Karibik zu erleben. Das Corona ist kalt, günstig und die Luft angenehm warm.