Den Sonnenaufgang erleben wir in Angkor Wat und folgen dann der kleinen Runde u.a. zu den faszinierenden Tempeln nach Angkor Thom, zum verwunschenen Thommanon und überwachsenen Ta Prohm Tempel
Obwohl wir die ganzen letzten Tage früh aufgestanden sind, wirft uns das Aufstehen um 4:30 Uhr aus der Bahn. Noch ganz verschlafen treten wir um 5 Uhr vor die Tür, wo wir mit dem Tuk Tuk Fahrer verabredet sind. Dieser steht bereits in seinem Tuk Tuk schlafend vor dem Hotel. Wir müssen ihn wecken, doch innerhalb von 1 Minute sitzt er auf seinem Roller und wir hinten drin. Noch im Dunkeln kaufen wir unsere Tickets für die Tempel (3- Tagespass 4OUS$/ Person) und fahren nach Angkor Wat. Ohne Taschenlampe stolpern wir den Weg zum Tempel, haben aber keine Ahnung, von wo aus man den Sonnenaufgang gut beobachten kann. Als es so langsam heller wird, erkennen wir den Weiher und gehen auch dorthin, denn im Wasser spiegelt sich der Tempel sehr schön. Der Himmel beginnt sich zu verfärben und wir bestaunen das Spektakel, das Himmel und Spiegelung zusammen mit der mächtigen Tempelanlage abgeben. Nach und nach werden immer mehr die Konturen sichtbar und wir können das vorher unübersichtliche Gelände erahnen. Dies ist eine sehr spannende Art ein solches architektonisches Meisterwerk kennenzulernen: Wie es sich aus der Dunkelheit schält und zuerst nur schwarz vor dem bunten Himmel abzeichnet und mit der Zeit auch Details zu Tage treten. Wir nutzen die Situation, dass viele Besucher nun erst einmal frühstücken gehen, und besichtigen den noch recht leeren Tempel. Die Sonne klettert höher, wirft aber noch ein etwas rötliches Licht auf die Mauern. Über viele Mauern, durch Gänge und Höfe landen wir schließlich vor dem hoch aufragenden fünftürmigen Heiligtum. Faszinierend an Angkor Wat ist vor allem, dass die ganze Anlage so gut erhalten ist und sämtliche Wanddekorationen und Steinverzierungen über die Jahrhunderte immer noch Bestand haben.
Als wir genug haben, kehren wir zu unserem schon wieder schlafenden Tuk Tuk Fahrer zurück, wobei wir ihn erneut wecken müssen. Er fährt uns zum Südtor von Angor Thom, wo sowohl das mit riesigen Köpfen verzierte Tor als auch die prunkvolle, Statuen gesäumte Einfahrt gut erhalten sind. Dann geht es weiter auf den Bayon Tempel zu. Dieser bestand ursprünglich aus 55 Türmen, heute sind noch 37 erhalten. Er stellt die ausgefeilteste Baukunst und den Höhepunkt der klassischen Khmer Kunst dar. Schon von Weitem wird man von unzähligen Gesichtern angesehen, die wohl eine Mischung aus Buddha und dem damaligen König darstellen. Jeder Turm wird also von in alle vier Richtungen blickenden Gesichtern geschmückt, was unheimlich schön aussieht. Außerdem gibt es viele Wandreliefs zu bestaunen.
Nun stehen die restlichen Tempel von Angor Thom, der ehemaligen königlichen Hauptstadt auf dem Programm. Bei einem Rundgang erforschen wir den Baphuon, die Terrace of the Elephants, die Terrace of the Leper King und das Gelände von Prasat Suor Prat. Da geht es über Stock und Stein, in Tempel und über Mauern, Es ist jetzt schon ziemlich heiß und wir müssen uns eine Verschnaufpause gönnen. Dazu laden die kleinen Lokale inmitten der alten Stadt ein. Sobald wir auftauchen purzeln die Preise und jeder würde uns am Liebsten in sein Restaurant ziehen. Wir finden ein schattiges Plätzchen und bestellen kühle Getränke und gebratene Nudeln. Jetzt sind wir bereit für die zweite Hälfte des Tages.
Auf dem Weg liegt der Thommnon Tempel, der uns mit deinen gut erhaltenen Mustern und Türmen sehr gut gefällt. Über Mittag ist es sehr ruhig hier und der ganze Ort wirkt etwas verwunschen. Danach halten wir kurz am Ta Keu, der ein klassischer Tempelberg ist, da er aufsteigend gebaut ist und über steile Stufen erklommen werden muss. Leider weist er keinerlei Wandverzierungen auf.
Das eigentliche Ziel unserer Fahrt aber ist Ta Prohm, der von Bäumen überwachsene Tempel. Die große Anlage ist zum Teil eingestürzt, aber viele Mauern und Gebäude stehen auch noch. An vielen Stellen scheinen sich riesige Arme und Finger im Gemäuer festzukrallen und bietet super Fotomotive. Das Zusammenspiel von Natur und menschengeschaffener Kunst, bietet eine tolle Abwechslung und Vielfalt.
Nachdem wir lange durch die Anlage gestromert sind, merken wir, dass wir für heute nichts mehr aufnehmen können. Wir steigen ins Tuk Tuk und lassen uns in die Stadt bringen. Unterwegs halten wir an einem Reisebüro um Preise und Fahrzeiten des Busses nach Bangkok herauszubekommen. Aber wir gehen trotzdem noch auf die Suche nach dem günstigsten Angebot. Fündig werden wir beim Neak Krohorm Tours & Travel und treffen uns im Anschluss noch einmal mit unserem Guide um die Route für morgen zu besprechen. Dieser scheint nicht so recht mit Geld umgehen zu können, denn er verspielt gerade mit unserem Hotelbesitzer seine Einnahmen. Wir verabreden uns mit ihm für 6 Uhr und laufen zum Curry Walla Restaurant, wo wir interessante indische Curries probieren. Danach machen wir uns direkt auf den Heimweg, denn wir sind ziemlich k.0. von der Hitze, dem frühen Aufstehen und vielen Umherlaufen.