Mit dem Slowboat den Mekong entlang

Auf uns endlos erscheinenden Visaprozeduren an der Grenze zu Laos folgt eine unterhaltsame Fahrt mit dem Slowboat. Den Abend verbringen wir in dem kleinen Ort Pakbeng

Wir stehen früh auf, denn um 7:30 Uhr ist Frühstückszeit und auschecken angesagt. Bis es losgeht, vergeht dann doch noch eine Stunde, aber wir kommen in den ersten Bus zur Grenze, die hier der Mekong bildet, Etwas ratlos stehen wir am Fluss herum und fragen uns, was wir nun zu tun haben. Endlich nimmt sich ein Thai aus dem Hostel unserer an und verfrachtet uns nach und nach in Boote, die über den Fluss rudern. Svens Gepäck fährt schon mal ohne ihn voraus, erwartet ihn aber zum Glück an der anderen Uferseite. In Huay Xai angekommen, steht uns schon wieder ein großes Fragezeichen auf die Stirn geschrieben als wir die Menschenmassen und verschiedenen Ämter sehen. Ein Mann verteilt Formulare, die wir auszufüllen haben. Mit diesen stellen wir uns an einem Schaltern an und bezahlen 31$ (da heute Samstag ist, kostet es 1$mehr als sonst!). Auf diese Weise bekommen wir unseren gestern bereits abgegebenen Reisepass wieder, der wiederum an einem anderen Schalter gestempelt wird. Dann kontrollieren zwei Polizisten, ob wir jetzt auch wirklich über ein gültiges Visum verfügen und dann dürfen wir endlich laotischen Boden betreten. Nachdem wir weitere Prozeduren hinter uns gebracht haben, indem wir unser beim Frühstück erhaltenes Bootsticket in ein Nummernticket umtauschen und uns in eine Liste eintragen, werden wir alle in Tuk Tuks verfrachtet, die uns zu einem Restaurant bringen, wo noch einmal die Nummerntickets und unsere Pässe eingesammelt werden. Dabei werden wir außerdem darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns doch ein Sitzkissen (40 TBHT) zulegen sollten, da es nur schmale Holzbänke auf dem Slowboat gibt und wir auf zwei Tage verteilt 18 Stunden sitzen werden. Im Restaurant sitzen wir ungefähr eine Stunde fest bis nach und nach alle Passagiere die Visaformalitäten hinter sich gebracht haben und hier ankommen. Während wir warten, haben wir die Möglichkeit uns Baguettes belegen zu lassen · ein nettes Überbleibsel aus der Kolonialzeit! Als alle da sind, steht ein Laote auf und hält einen Vortrag darüber, was uns alles Schreckliches in Pakbeng (wo wir die erste Nacht verbringen) erwartet: Stehlende Gepäckträger, zu wenige Unterkünfte für so viele Leute, überteuerte Preise, unfreundliche Leute und und und. Etwas verwirrt sehen wir uns an: Warum macht der Typ alles so schlecht? Doch bald wird klar: Er möchte uns Touren per Bus oder Minivan verkaufen. Doch niemand springt ab. Dennoch sind wir alle jetzt etwas nervös wegen der Unterkunftssuche und Preise. Dann müssen die Polizisten zum x-ten Mal unsere Pässe überprüfen bevor es endlich aufs Boot geht.

Fahrt nach Pakbeng

Aber der nächste Schreck lässt nicht lange auf sich warten: Das Boot ist nie und nimmer für so viele Leute ausgelegt und als wir das Schiff betreten, ist jeder Platz bereits belegt und die ersten sitzen schon auf dem Boden. Letztendlich nehmen wir ganz hinten im Boot in der offenen Küche Platz und bekommen sogar ein paar Plastikstühle zur Verfügung gestellt. Es hat sich eine nette kleine Runde zusammengefunden: 3 Holländerinnen, 1 Norwegerin, 1 Engländer, 1 Italiener und wir. Sofort werden Karten ausgepackt und “Shithead” gespielt. So verbringen wir die meiste Zeit der Bootsfahrt. Die Besetzung ändert sich immer wieder und ständig kommen neue Leute hinzu, die ein paar Runden mitspielen und dann wieder verschwinden. So wird es nie langweilig und viel gelacht. Wer gerade nicht spielt, isst oder quatscht. Natürlich sehen wir uns auch die vorbeiziehende Landschaft an, die von Stränden, Felsen und Urwald geprägt ist. Hin und wieder kommen wir an Hütten, Gemüsefeldern und arbeitenden Menschen vorbei, die meist traditionell gekleidet sind. Auf diese Weise vergeht die Zeit ziemlich schnell und jeder ist überrascht als wir gegen 18 Uhr “schon” Pakbeng erreichen.

In aller Eile sucht sich jeder seinen Rucksack und stürmt an Land. Und diesmal erwartet uns eine positive Überraschung: Einige Leute preisen ihre Unterkünfte direkt am Anleger an, die sehr günstig sind! Wir folgen einer Frau zum Vantana Guest House und werden zu einem sauberen kleinen Zimmer geführt. Für 200 Baht können wir auf jeden Fall zufrieden sein, Erleichtert, dass alles halb so wild war und der Ort recht interessant wirkt, begeben wir uns auf Restaurantsuche. Wir haben schon länger nicht mehr indisch gegessen und setzen uns in ein gemütlich aussehendes Restaurant, wo wir leckeres Naanbrot mit Gemüsecurrys serviert bekommen. Wir schlendern noch einmal den aus nur einer Straße bestehenden Ort entlang, gehen dann aber schlafen. Mit dem Generatorengeratter im Ohr, der von 18:00 Uhr » 22:00 Uhr läuft, schlafen wir ein. 

Fahrt nach Chang Khong

Wir müssen heute mal wieder ein Fahr- und Organisationstag einlegen, der uns zuerst nach Chang Khong nahe der laotischen Grenze bringt und dann Zeit für die Planung der nächsten Tage lässt

Da wir nach dem Frühstück und vor unserer Abreise noch viel vorhaben, stehen wir früh auf, packen unsere Taschen und suchen das Srisuran Guest House auf, wo wir schon einmal ein gutes Frühstück und kostenloses W-LAN genossen haben. Danach ist ein Getränkeeinkauf und der Eintausch unserer Travellerschecks geplant. Anica hat jedoch einige wichtige Dinge per E-Mail zu klären und braucht dafür mehr Zeit als geplant, weshalb Sven alleine loszieht. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr das Tip Guest House. Sven hat derweil Probleme kleine US S-Banknoten zu bekommen und beschließt, sich 100$.

in Baht auszahlen zu lassen, die wohl ebenfalls in Laos als Zahlungsmittel akzeptiert sind. Danach kehrt er wieder ins Guest House zurück und packt die restlichen Dinge. Um 10 Uhr eigentlich Abfahrt Chang Khong sein , doch noch ist ist von dem Minivan weit und breit keine Spur. Um 10:30 Uhr fährt ein Buschen vor und wir quetschen uns hinein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es jetzt wirklich losgeht. Nein, zuerst werden noch 5 Runden durch Chiang Mai gedreht, wo wir komischerweise immer an den gleichen Hotels vorbeikommen. Als wirklich jeder noch so kleine Platz belegt ist, geht es raus aus der Stadt. Jetzt ist es bald schon Mittagessenszeit und wir halten bei einem kleinen Restaurant. Nach einer kleinen Stärkung setzen wir die Reise fort. Gegen 16:30 Uhr erreichen wir Chang Khong und werden beim etwas schäbig wirkenden Nangkom Guest House abgesetzt. Schnell werden die Zimmer verteilt und die Visabögen ausgefüllt und zusammen mit einem Passbild und einer Bearbeitungsgebühr von 100 Baht abgegeben. Das Zimmer ist nicht sehr einladend, sodass wir es gleich wieder verlassen und uns den Ort ansehen, der entlang des Mekong gebaut ist. Wir genießen noch einmal die typische Atmosphäre einer thailändischen Stadt mit Tuk Tuks, Ständen, kreuz und quer hängenden Stromleitungen und viel Leben auf der Straße. Als es dunkel wird ziehen wir uns auf unser Zimmer zurück und entdecken zufällig, dass wir hier W-LAN haben, was wir für die Planung der nächsten Tage gut brauchen können. Um 19:30 Uhr gibt es Essen, das aus einem großen Buffet besteht, an dem sich jeder so oft er will bedienen kann. Gut gesättigt, verbringen wir den Abend mit Reiseplanung und Internetrecherche. 

Rafting mit einem Bambusfloß

Auf unserer Wanderung kommen wir durch ein Dorf, das von Karen bewohnt ist, und passieren einen Wasserfall. Danach erproben wir uns im Bamboorafting bevor wir zurück in Chiang Mai die Stadt besichtigen

Mit einigermaßen warmen Füßen wachen wir auf und haben ein gutes Frühstück. Wie gewohnt startet unsere Wanderung gegen 10:30 Uhr. Wir überqueren den Fluss und Tattoo zeigt uns, wie die Leute in diesem Dorf leben. Die Leute haben ihre Häuser nun auf Pfählen gebaut und nutzen den Unterbau um sich Tiere wie Schweine und Hühner zu halten. In der Mitte des Dorfes haben wir wieder einmal die Möglichkeit, handgemachte Waren zu bestaunen und günstig zu erstehen. Im Gegensatz zur Siedlung des ersten Tages sieht man hier jedoch manches Zeichen des langsam ankommenden Fortschritts: Es gibt Toiletten, Strom und ein paar Elektrogeräte. Trotzdem haben die Menschen ihre traditionelle Lebensweise beibehalten.

Vorbei an den Reisfeldern erwartet uns auch schon wieder ein weiterer Wasserfall, der mit seinem eiskalten Wasser keinen von uns locken kann. Es sind nun auch schon wieder zwei Hunde mit auf unserem Weg, die die Gelegenheit nutzen, etwas ausgeführt zu werden. Unser erster Begleiter muss wohl am zweiten Tag keine Lust mehr gehabt haben und hat ohne ein Bellen verlauten zu lassen, die Heimreise angetreten. So folgen wir den Wegen mit unseren zwei neuen Hunden im Gepäck einige Zeit bis uns ein Fahrer mit seinem Wagen bereits erwartet. Die Hunde werden ganz unruhig und bellen, als sie sehen, dass wir auf dem Auto Platz nehmen und so beschließen wir, die zwei mit ins nächste Dorf zu nehmen. Wir kehren wieder im gleichen Restaurant vom Anfang unserer Tour ein und bekommen Pad Thai mit Früchten aufgetischt. Wir haben etwas Zeit in der Hängematte zu relaxen bis es dann zum letzten Programmteil unserer Tour geht, dem Bamboorafting.

Bamboorafting

Wir helfen dem Steuermann das schwere 7 Meter lange Bambusfloß ins Wasser zu hiefen und nehmen zu dritt auf der langen Fläche Platz. Vorne der Steuermann, dann Joshua und Anica in der Mitte und Sven darf hinten etwas mitnavigieren. Später möchte auch Anica einmal Steuermann spielen. Der erste Teil der Strecke verläuft sehr ruhig und nur ein paar kleinere Stromschnellen lassen etwas Action aufkommen. Unterwegs begegnet uns noch eine Gruppe von Elefanten im Fluss, die gerade mit Touristen auf Trekkingtour sind und etwas Abkühlung im Wasser suchen. Nach einiger Zeit liegt vor uns eine Siedlung, die direkt am Wasser gebaut ist und wir werden von den Einheimischen freundlich begrüßt, bekommen aber später eine kalte Dusche von ihnen, die wir mit einer Wasserschlacht erwidern. Dann müssen wir kurz halten, denn ein kleiner Bootsstau vor einer starken Stromschnelle in einem engen Canyon muss sich erst auflösen. Hier geht es nun richtig zur Sache und wir sausen die steilen Abhänge entlang ins tiefe Wasser. Dann sind wir aber auch schon am Ende der Reise und unser Führer erwartet uns bereits an der Anlegestelle.

Die Fahrt zurück nach Chiang Mai dauert eine Stunde. Dort checken wir im Tip Guest House ein, machen uns aber gleich auf in die Stadt, die wir uns ja leider bis jetzt noch nicht ansehen konnten. Im alten Stadtkern erwarten uns viele Tempel und ein lebhaftes Straßengewirr, Gegen Abend verlassen wir den Bereich innerhalb der Stadtmauern und schlendern zum Night Bazar, wo sich Stand an Stand mit Handwerksgegenständen, Kleidern, Schmuck und Essbarem aneinander reihen. Alles ist schön und günstig, sodass wir gerne überall etwas kaufen möchten. Nur der Gedanke, dass wir das alles weitere zwei Monate mit uns rumschleppen müssen, hält uns davon ab, einen Großeinkauf zu machen. Schweren Herzens begnügen wir uns mit Ohrringen, einem T-Shirt und Fruchtshakes bevor wir zum Hostel zurückkehren  

Wasserfälle, Wasserfälle

Der zweite Tag der Tour führt weiter entlang des Flusses, wo wir an einigen Wasserfällen Halt machen und gegen Nachmittag unser Camp erreichen

Durchgefroren machen wir uns morgens schnell auf dem Weg zur Feuerstelle, wo uns ein warmer Teekessel erwartet. Die Kälte in der Nacht hat uns beide nicht durchlaufen lassen und die Deckenanzahl, die uns zur Verfügung stand, hat bei Weitem nicht ausgereicht. Aber Rührei, Obst und Toast mit Marmelade lassen uns das ganze schnell vergessen. Gegen 10:30 Uhr geht unsere Tour weiter den Fluss entlang zu einem Wasserfall. Hier haben wir genug Zeit um im kalten Wasser schwimmen zu gehen und einigen Fischern beim fischen zu zu sehen. Zum Mittagessen haben wir eine in grüne Blätter eingepackte Portion Pad Thai bekommen, die wir mit handgeschnitzten Stäbchen essen, Eine richtige Abenteuerer-Mahlzeit! Den nächsten Wasserfallstop nutzen wir nicht zum baden und so macht sich Anica auf Schmetterlingsjagd und Sven bastelt zwei Paar Bambuskrüge, aus denen wir morgens Tee getrunken haben, mit seinem Leatherman. Entlang des Flusses stoßen wir gegen Nachmittag auf unser Camp, das in der Nähe eines Dorfes liegt. Wir nutzen die verbleibende Zeit für einen Spaziergang entlang der bewirtschafteten Felder und können so einige Bauern bei der Arbeit beobachten. Hier sehen wir zum ersten Mal Reis- und Sojafelder mit Wasserbüffeln.

Zum Abendessen gibt es heute einen Mix aus Kürbis, Kartoffeln, Kokosmilch, Gemüse, Tofu, mit einer Note von Curry & Chilli, was uns Tatoo gekocht hat. Wirklich sehr lecker! Leider können nicht alle so gut zulangen, denn Manu und Caroline haben etwas Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Wir vermuten, dass die günstigen Wasserflaschen, die sie gekauft haben, ein Grund sein könnten, denn unser Arzt auf Koh Tao hatte uns vor ihnen schon gewarnt. Als es dunkel wird suchen wir wieder die Wärme des Feuers auf und haben eine nette Unterhaltung mit den Einheimischen, Joshua und Tattoo. Bevor es schlafen geht, häufen wir so viele Decken wie wir finden können über uns um diesmal nicht von der nassen Kälte aus dem Schlaf gerissen zu werden.

Chiang Mai Trekking Tour

Der erste Tag der Trekking Tour besteht aus Elefanten reiten, einem Wasserfall und dem Besuch eines Karen Volks, das in den Bergen lebt

Gut geschlafen und mit einem ebenso guten Frühstück im Magen starten wir mit Manu & Caroline (Frankreich) und Joshua (Amerika) etwas verspätet die Trekkingtour. Nach einer kurzen Einweisung unseres Führers “Tattoo” halten wir bei einem Markt, wo wir die letzten Besorgungen (Wasser, Moskitoschutz, Sonnencreme …) machen können, während Tattoo das Essen für die nächsten Tage einkauft. Wir halten nach einiger Fahrtzeit beim Elephant Camp, wo schon eine Elefantenfamilie auf uns wartet. Es geht eine knappe Stunde durch den Dschungel und wir haben auch beim 2ten Mal viel Freude daran. Diesmal können wir sogar während des Trekking unsere Elefantendame füttern, die ihren Russel immer über den Kopf hoch streckt um uns zu signalisieren, dass sie noch Hunger hat (Die Futterdosis eines Elefanten beträgt ungefähr 200 Kg pro Tag). Nach dem kurzen Mittagsimbiss im lokalen Restaurant beginnt unser Einstieg bei einem Wasserfall. Hier können wir uns bei dem heißen Tag etwas erfrischen, bevor der steile Aufstieg auf 1800 Meter beginnt. Wir sind nun auch nicht mehr nur zu fünft unterwegs, es haben sich zwei Hunde zu uns gesellt, die die Führung übernehmen.

Nach 2 Stunden laufen passieren wir ein Dorf oben auf einem Berg. Hier hat sich eine Flüchtlingsfamilie aus Burma angesiedelt, die uns freundlich willkommen heißt. Unser Führer erzählt uns, dass sie zu dem Volk der Karen gehören und wir erfahren einiges über ihre Kultur und Lebensweise. Das Dorf besteht aus drei kleinen Hütten, in denen gegessen, geschlafen und gearbeitet wird. Hier lebt ohne Pass und unbemerkt von der Regierung eine Familie bestehend aus Großeltern, Eltern und den Kindern, die alle traditionell gekleidet sind. Sven findet sogar noch ein Feuerzeug in seinem Rucksack, welches er dem Ältesten schenkt. Wir sind beeindruckt von der einfachen Lebensweise und wie zufrieden diese Menschen erscheinen. Nachdem wir ein paar kleine Souvenirs erstanden haben, müssen uns nun auch schon wieder verabschieden, denn es liegt noch ein Stück vor uns, bis wir unser Camp erreichen, wo wir die Nacht verbringen werden. Es besteht aus ein paar Hütten mit blätterbedeckten Dächern und einer Feuerstelle. Dort angekommen, erwartet uns eine Schaar Hunde und weitere Flüchtlinge, die das Camp beherbergen. Wir bekommen ein ausgiebiges, auf dem Feuer gekochtes Abendessen und wärmen uns später am Lagerfeuer, denn direkt am Fluß wird es über Nacht sehr kalt und außerdem gibt es keinen Strom. Mit Decken und Schlafsäcken mummeln wir uns dick ein um die Nacht in der Bambushütte warm zu überstehen. 

Zugtortur nach Chiang Mai

Wir kommen mit einer Zugverspätung von 7 Stunden in Chiang Mai an und schaffen nur noch einen kurzen Spaziergang über den nahegelegenen Nachtmarkt

Die Nacht im Zug ist nicht gerade erholsam. Das ruckartige Anfahren nach jedem Stop und auch die Beleuchtung machen jeden Tiefschlaf zu Nichte. Mittlerweile ist es schon nach 10:00 Uhr und wir sollten eigentlich schon um 9:45 Uhr in Chiang Mai ankommen. Doch weit und breit ist nichts von einer größeren Stadt zu sehen. Einige Stunden später kommt die Maschinerie erneut zum erliegen aber die Umgebung inmitten von Bäumen lässt darauf zurückschließen das dies kein planmäßiger Stop ist. Wir und die Fahrgäste werden nach einiger Zeit ungeduldig und verlassen das Abteil um uns etwas die Beine außerhalb zu vertreten. Der Uhrzeiger neigt sich nun schon der drei entgegen, dann geht die Fahrt weiter, allerdings in entgegengesetzte Richtung und Rückwärts. Wir bekommen allmählich Zweifel ob wir überhaupt noch ankommen werden und können unsere Pläne heute etwas die Stadt zu erkunden verwerfen, Stunden später haben wir es geschafft und erreichen mit 7 Stunden Verspätung den Hauptbahnhof von Chiang Mai. Im späteren Gespräch mit anderen Zugfahrern stellt sich heraus das es wohl öfters einen Motorschaden gab und Reparaturen immer wieder angefallen sind. Am Gleis wartet schon ein Shuttleservice der uns zum Tipp Guest House bringt.

Dort angekommen sind leider alle Zimmer belegt und wir werden zum nahegelegenen Srisuran Gasthaus gebracht. Das Zimmer ist sehr sauber, das Personal ist sehr freundlich und macht einen gut organisierten Eindruck. Wir haben seit gestern Abend nicht mehr richtig gegessen und haben einen Bärenhunger. Leider stellt sich nun heraus das unser Essen nicht wie von der Reiseagentur Unseen Travel versprochen mit inbegriffen ist, sondern separat gezahlt werden muss. Um wenigstens noch ein bisschen was von Chiang Mai zu sehen machen wir uns auf den Weg zum Night Basar der nur 10 Minuten Fußweg entfernt ist. Leider verlaufen wir uns gleich bei der ersten Straße und beschließen nach einiger Zeit des rumirren den kleineren Markt einige Straßen entfernt aufzusuchen. Zurück im Hostel bereiten wir noch unsere Rucksäcke für die Trekking Tour vor die morgen um 9:00 Uhr startet. 

Markttag in Bangkok

Nach dem Check-Out nehmen wir den Bus zum riesigen Weekend Markt, müssen dann aber weiter zum Bahnhof, wo wir in den Nachtzug nach Chiang Mai steigen´

Um 7:30 Uhr stehen wir auf und frühstücken im Hostel. Danach ist schon wieder packen und auschecken angesagt, doch wir können unsere Rucksäcke hier kostenlos stehen lassen und noch ein wenig vom ebenfalls kostenlosen WLAN Gebrauch machen. Gegen 11 Uhr nehmen wir den Bus Nummer 3 zum Weekend Market, einem riesigen Platz voller Stände, wo ein ungeheures Menschengewimmel herrscht. Man findet hier fast alles, was das Herz begehrt: Welpen, Essen jeglicher Art. Möbel, Bilder, Kleidung, Schuhe, Stoffe etc. Zuerst folgen wir den Reihen unter freiem Himmel und erst etwas später wagen wir uns in die engen, stickigen, dunklen Gänge im Inneren der Hallen. Da wir gestern für die Tour recht viel Geld ausgegeben haben, sind wir heute nicht so sehr in Kauflaune und halten uns eher zurück. Sven ersteht zwei T-Shirts und Anica eine Kette und ein Top. Mit dieser Beute machen wir uns gegen 14 Uhr auf den Weg zur Straße, wo sich die Bushaltestelle befindet. Ständig fahren Busse vorbei, doch die 3 ist nicht dabei. Langsam werden wir ungeduldig, doch schließlich fährt nach 30 Minuten warten unser Bus vor, wir springen rein und fahren zurück zur National Library Hier gehen wir erneut bei der Shanti Lodge essen und besorgen noch ein paar Dinge für die Fahrt bis wir uns samt Gepäck in ein Tuk Tuk quetschen und zur TAT Unseen Travel bringen lassen.

Wir haben vorher schon mit dem Fahrer vereinbart, dass er dort auf uns wartet und uns anschließend zum Bahnhof Hualampong bringt. Diesmal klappt alles wie am Schnürchen und wir sind 2 Stunden zu früh am Bahnhof. Macht aber nichts, so können wir dort in Ruhe Reiseführer lesen, Bericht schreiben und zu Abend essen, bevor es losgeht. Um 18:00 Uhr stehen mit einem Mal alle im Bahnhof auf. Auch wir erheben uns und merken, dass gerade die thailändische Nationalhymne gespielt wird. Danach geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Gegen 19 Uhr begeben wir uns zum Gleis und entflüchten schnell dem Smog, indem wir uns schon mal in den Zug setzen. Nach typisch thailändischer Art fährt unser Zug jedoch mit 1-stündiger Verspätung ab. Dann werden uns vom Personal die Betten gemacht und wir lesen noch ein wenig, bevor wir uns schlafen legen. 

Bangkoks Tuk Tuks

Wir wollen uns nicht lange in Bangkok aufhalten und machen uns gleich daran, die Weiterreise nach Chiang Mai zu buchen. Dies ist jedoch komplizierter als gedacht und Sven erlebt einiges auf der Straße

Es macht einen Ruck, das Licht geht an und jeder im Bus beginnt, seine Sachen einzupacken. Ein wildes Gewusel und das um 5:00 Uhr morgens! Polizisten bewachen den Abladevorgang des Buses und warten bis jedes Gepäckstück seinen Besitzer gefunden hat. Die Taxifahrer erhoffen sich bei der Meute von Neuankömmlingen frische Beute, aber wir wissen, dass die Khao San Road mit ihren vielen Hostels nicht weit von hier entfernt ist. Ein Polizist ist hilfsbereit und zeigt uns die Richtung, in die wir gehen müssen. Ein finnisches Paar, das nicht genau weiss wo es hin soll, schließt sich uns an. Die Khao San Road ist nach 2 Ecken erreicht und obwohl es hier 5:00 Uhr morgens ist, herrscht noch reger Betrieb. Stände werden auf- und abgebaut, Ausgehgrüppchen sitzen vereinzelt vor verschlossenen Lokalen und die Straßenfeger beseitigen die Spuren von der Nacht. Es dauert nicht lange und wir finden das Star Dome Inn, welches uns von Michael & Mandy empfohlen wurde. Leider sind alle Zimmer belegt und wir machen uns auf die Suche nach dem nächsten Hostel. Wir klappern noch einige Hostels ab, aber die Antwort ist immer die gleiche: Es sind keine Zimmer verfügbar! Allmählich dämmert es uns: Es ist Samstag und somit Wochenende. An Wochenenden wird es mit Zimmern immer knapp und wir hätten eigentlich als alte Hasen mal reservieren sollen. In unserem neu erworbenen Reiseführer “Rough Guide Südostasien” ist ein nettes Hostel 25 Minuten entfernt von hier verzeichnet und so machen wir uns schnell auf, denn es sind noch viele andere auf Zimmersuche.

Der Weg zieht sich entlang der Hauptstraße, wo wir immer wieder Bettelmönchen, die Gaben von den Ständen der Einwohner einsammeln, begegnen. Das Sri Ayutthaya Guesthouse liegt in einer ruhigen Seitenstraße nahe der Public Library, aber leider ist auch hier kein Zimmer frei. Aber das nette Personal verweist uns an das dahinter gelegene Tavee Guesthouse. Dort angekommen, sind sofort 3 Damen damit beschäftigt, alles für uns herzurichten und wir können nach einer kurzen Wartezeit das Zimmer beziehen. Nach einer Dusche nehmen wir erst einmal eine Mütze voll Schlaf um später die Weiterfahrt nach Chiang Mai vorzubereiten. Gegen 11:00 Uhr werden wir wach und Anica geht es leider nicht so gut. Ihr ist schwindelig und ihr Magen setzt ihr etwas zu. Sven beschließt, sich nach einer kurzen Lagebesprechung alleine auf den Weg zum Bahnhof zu machen und besorgt Ani noch einen Tee.  Vor dem Haus wartet schon ein Tuk Tuk Fahrer und Sven, der noch aus Gesprächen im Hinterkopf hat, dass es recht günstig sein soll, fragt wie viel es zum Hualamphong Station (Bahnhof) kosten soll. 150 Baht sind viel zu viel und Sven macht sich auf den Fußweg. Ganz angetan von den Ständen der nächsten Straße, ist Sven frohen Mutes als plötzlich der selbe Tuk Tuk Fahrer vor ihm steht und ihm sagt, dass er ihn für 30 Baht fahren würde. Na also, geht doch ;) ! Die erste Tuk Tuk Fahrt verläuft sehr schleppend, die Luft beißt in der Lunge, aber es entsteht ein nettes Gespräch mit dem Fahrer. Dieser erwähnt als er erfährt, dass wir die Weiterfahrt nach Chiang Mai buchen wollen ein Reisebüro, wo er ihn jetzt hinbringen wird. Es sei sehr günstig und er würde darüber immer buchen (ist klar ;) . Dort angekommen wird Sven gleich von einem Mann durch die Tür geschoben und an einen Tisch gesetzt. Ein kühles Getränk wird serviert und schon beginnt das Gespräch mit der überaus freundlichen Reisevemittlerin. Die Einzelfahrt, die wir geplant hatten, würde sich nach ihrer Meinung nicht lohnen, denn wenn wir ein Paket kaufen würden, wäre das um einiges günstiger und wir müssten uns um nichts mehr kümmern. Elefanten Trekking, Rafting, Trekking, Völkerbesuche und vieles mehr versprechen die Pakete, liegen aber leider in einer viel zu hohen Preiskategorie. Also sagt Sven höflich danke, denn er kann und will das jetzt nicht alleine entscheiden. Endlich wieder draußen, kann sich Sven, nachdem er den Tuk Tuk Fahrer bezahlt hat (30+15 Baht Trinkgeld), ungestört den Bahnhof ansehen und sich dort die Angebote einholen. Leider sieht es so aus, als seien alle Nachtzüge für heute, morgen und übermorgen ausgebucht und als käme nur noch der Bus in Frage. Bei den Bussen wird Sven auch wieder auf die Touren mit Unterkunft aufmerksam gemacht, die diesmal auch ganz vernünftige Preise haben.

Mit einer Vielzahl von Möglichkeiten macht sich Sven zu Fuß auf den Rückweg. Er findet Gefallen daran, hier und da mal stehen zu bleiben um einen Einblick in die Stadt zu bekommen. An einer Stelle muss er darin doch die Karte rausholen und bleibt stehen, da kommt ein kleiner Mann auf ihn zu und bietet ihm seine Hilfe an. Er ist Lehrer und kennt sich hier sehr gut aus. Als er im Gespräch erfährt, dass dies der erste Tag in Bangkok ist und Sven noch nichts von der Stadt gesehen hat, zückt er ein Blatt Papier und beginnt aufzuschreiben, was er noch alles machen müsse, weil heute noch besondere Aktionen laufen und diese morgen schon wieder enden würden. Mit der Liste bringt er Sven zum nächsten Tuk Tuk Fahrer und erklärt ihm, wo er ihn überall hinfahren soll und das Ganze natürlich zum Lokalpreis von 10 Baht. Es scheint als habe der Tuk Tuk Fahrer gar keine Wahl und so geht die Fahrt auch schon los. Sven versucht dem Fahrer noch klar zu machen, dass er lieber erst einmal zur letzten Station, der National Library, möchte, weil dort Anica wartet, aber dieser lässt sich nicht beirren und fährt zur ersten Station, dem Blue Tempel. Dies ist ein Buddhistischer Tempel, der leider aufgrund von Farbarbeiten geschlossen ist, aber es gibt davor einen Buddhaschrein zu sehen. Auch hier entsteht wieder ein längeres Gespräch mit einem Mann, der großer Deutschland Fußballfan ist und Sven erst mal aufklärt, wie es in der Deutschen Tabelle so aussieht. Die nächste Station ist die Top Ten Schneiderei. Hier bekommen Tuk Tuk Fahrer Spritgutscheine, wenn sie Touristen vorbeibringen. Außerdem läuft gerade noch eine Sonderaktion und alles ist viel billiger. Hier bekommt Sven erklärt, auf was zu achten ist, wenn man einen hochwertigen Anzug haben möchte und der Schneider will erst mit ihm einen Anzug von den Stoffen her zusammenstellen bevor er einen Preis nennen kann. Nach einiger Zeit haben sie dann einen dunkelblauen, gestreiften Stoff in 100% Kaschmir zusammengestellt und Sven bekommt einen Preis von 230 € genannt. Dankend ablehnend entstehen wilde Preisverhandlungen und er muss wieder mal Ani als Ausrede vorschieben, da sie doch seine Freundin ist und dies mitentscheiden muss. Station Nummer drei ist die TAT (Touristeninformation) wo Sven nützliche Informationen für die Weiterreise in Erfahrung bringen kann. Endlich ist alles geschafft und er kann endlich zurück zum Hostel fahren.

Anica, der es schon wieder etwas besser geht, bekommt nun erst mal alles erzählt und wir beschließen, zusammen zur letzten Touristeninformation zu fahren. Gemeinsam schnappen wir uns wieder ein Tuk Tuk und der Fahrer nickt auch als wir ihm die Visitenkarte des Reisebüros zeigen. Die Fahrt dauert viel zu lange und wir merken, dass der Fahrer kaum Englisch versteht. Abseits der Innenstadt zeigt er auf ein Shoppingcenter und sagt: TAT. Der liebe Mann ist komplett falsch gefahren! Er hält neben einem weiteren Tuk Tuk Fahrer und fragt diesen um Rat. Es dauert einige Zeit bis er nickend zu erkennen gibt, dass er verstanden hat. Also wieder zurück Richtung Innenstadt und er findet sogar nach einiger Zeit die Touristeninformation. Er wartet draußen wahrend wir uns drinnen beraten lassen. Wie der Zufall es will, bekommen wir eine Tour angeboten, die uns sogar bis nach Laos führt und die wir genau so machen wollten. Wir haben nicht genügend Geld für das 8 Tagespaket dabei und müssen deshalb zurück zum Hostel um es bezahlen zu können. Mit dem Tuk Tuk hin und her zu fahren ist kein Problem und wer hätte das gedacht: Wir bekommen sogar noch zwei Plätze mit dem Zug (der am Bahnhof ausgebucht war), weil Reiseagenturen immer eine gewisse Anzahl an Plätzen für ihre Touren reserviert bekommen.

Hungrig und total geschafft gehen wir bei der Shanti Lodge, die sich direkt um die Ecke von unserem Hostel befindet, essen. Die Preise sind etwas höher als gewohnt und die Portionen sind nicht allzu groß, aber dafür ist es sehr lecker. Nun noch kurz E-Mails checken und dann geht es ab ins Bett. 

Von Koh Tao mit Fähre und Bus nach Bangkok

Die Hälfte des Tages nutzen wir noch mit Rollerausflügen auf Koh Tao, danach geht es per Fähre und dem Nachtbus weiter nach Bangkok

Es heißt für uns wieder früh aufstehen, weil im Sunshine One Resort leider unchristliche Checkout-Zeiten von 9:00 Uhr herrschen. Die Taschen können wir aber an der Rezeption kostenlos deponieren. Sven hat sein Zertifikat und Logbuch noch nicht bekommen und so überbrücken wir das Warten auf Glenn mit einem Spaziergang am Strand entlang. Gegen 10:00 Uhr ist dann der letzte Schriftverkehr gemacht und so schwingen wir uns gleich wieder auf den Roller um die restliche Zeit mit einem Abstecher zur Tanote Bay zu nutzen.

Hier finden wir einen großen Strand zwischen den mit Häusern bestückten Felsen vor. Die Sonne macht Sven noch etwas zu schaffen und so macht Ani alleine einen Rundgang durch das Gebiet. Wir haben noch Zeit bis unsere Fähre gegen Mittag ausläuft und so fahren wir noch einmal zum größten Strandgebiet der Insel, dem Sai Ree Beach. Hier ist von Strand nicht allzu viel zu sehen, denn ein Restaurant nach dem anderen säumen die Strandpromenade und es ist gerade Flut. Doch wir finden trotzdem einen Weg und schlendern gemütlich den Strand entlang und sehen dem Treiben der Fischerboote und Wassertaxis zu. Allmählich meldet sich der Hunger und wir entscheiden uns dafür, zu dem netten Restaurant in Mae Haad zu fahren, in dem wir bereits zum Frühstücken waren. Auch das Mittagessen enttäuscht uns nicht und wir können dank W- LAN und EEE PC sogar noch schnell E-Mails checken. S0, nun aber schnell zurück zum Rollerverleih, Backpacks auf schultern und weiter zum Reisebüro, wo das Taxi wartet, das uns zum Ableger bringt.

Es dauert etwas bis wir uns zurecht gefunden haben, sehen aber schon in weiter Entfernung Hände winken Zwei Finnen, die wir an der Schnorchelparty gestern Abend kennengelernt haben, fahren mit dem gleichen Boot wie wir nach Bangkok. Mit Henry und Rasmus haben wir gestern schon viel gelacht und so haben wir wieder eine köstliche Zeit bis das Boot endlich mit einer halben Stunde Verspätung einläuft. An Board der Songserm Ferry erwartet uns eine eisige Klimaanlage und Ani nimmt lieber mit dem Oberdeck vorlieb.

Als wir das Festland erreichen, bekommen wir wunderbare Einblicke in das Fischerleben von Chumphon. Hier werden wir alle mit unseren Taschen in einen Bus reingestopft und eiern dann zur Transferstation von Joint Ticket, wo wir Z Stunden Aufenthalt haben bis der Bus nach Bangkok kommt. Zu viert machen wir uns auf die Suche nach etwas zu essen und werden nach einiger Zeit auf dem nahegelegenen Markt fündig. Der Bus trudelt wieder einmal verspätet ein und ist mit uns nun bis auf den letzten Platz besetzt. Die Veranstalter halten sogar Decken für uns bereit, doch leider ist von Beinfreiheit keine Spur und so haben wir eine unruhige, kurze und enge Nacht bis Bangkok. 

Tauchschein und Schnorchelparty

Sven macht seine letzten zwei Tauchgänge und wir starten danach gleich eine Rollexkursion zu einigen entlegenen Buchten von Koh Tao. Abends ist Schnorchelparty angesagt

Nach 2 Tagen warten, darf Sven nun wieder ins Wasser und die letzten Tauchgänge, die ihm für seinen Open Water Tauchschein fehlen, nachholen. Um 7:30 Uhr soll es eigentlich losgehen, aber der Fahrer lässt auf sich warten und so verspätet sich der Ausflug. Mit dem Boot werden wieder zuerst die Twins und dann der White Rock angefahren. Bei Sven klappt alles ohne Probleme im Gegensatz zu den Engländerinnen, die etwas Probleme mit dem Druckausgleich haben. Zurück am Festland ist Ani fleißig am Bericht schreiben und wir gehen erst einmal Mittagessen in der Bar des Sunshine One Restaurants. Um etwas mehr von der Insel zu sehen, besorgen wir uns einen Roller beim Verleih. Während der Fahrt kommen uns immer wieder Quads und Crossmaschinen entgegen und wir wundern uns, warum nicht alle Roller fahren. Unser erstes Ziel ist Ao Hinwong und als wir die Hauptstraße verlassen, wissen wir auch endlich, warum hier jeder Vollcross fährt. In Deutschland könnte man die Wege mit einem Feldweg vergleichen, der einen halben Meter tiefe Spurrillen aufweist (das nächste mal lieber Vollcross mieten). Aber die Einheimischen schaffen dies auch und so sind wir guter Dinge und hubbeln weiter. Teilweise geht es so steil bergauf, dass wir stehenbleiben, Ani absteigen muss und Sven mit den Füßen nachhelfen muss, damit es weiter geht. Dann haben wir es geschafft und erreichen die malerische Ao Hinwong Bucht.

Die Lage direkt in den Felsen ist sehr schön, doch sind leider alle freien Plätze dort verbaut und es ist kaum Strand zu sehen. Wir klettern etwas über die Felsen um eine Übersicht zu bekommen und machen uns anschließend weiter zum nahegelegenen Kap Laem Thian. Auch hier geht es wieder ein gutes Stück auf und ab, aber wir werden diesmal mit einem kleinen Strand belohnt und kühlen uns erst einmal ab. Das Wasser ist glasklar und so können wir auch ohne Schnorchelkit Fische beobachten. Wir erkunden wieder etwas die Gegend und folgen den Felsen zu einem Aussichtspunkt, dessen Aussicht jedoch eher mäßig ist.

Heute hat nicht nur Sven seinen Tauchschein bestanden, sondern auch ein Paar des Scuba Shack Teams hat die letzte Prüfung für ihren Dive Master erfolgreich abgelegt. Deshalb findet heute Abend ein Buffet statt und sie werden feucht fröhlich der letzten Prüfung unterzogen. So finden wir uns pünktlich um 19:00 Uhr ein, essen uns satt und sind gespannt, was den zwei Dive Master-Neulingen noch bevorsteht. Gegen 22:00 Uhr ist es dann soweit und die zwei werden auf zwei Stühlen aufgebahrt, gefesselt und bekommen ein Schnorchelset aufgesetzt. Die Brillen sind zugeklebt und so können die zwei nur ahnen, was sie durch den Trichter auf ihrem Schnorchel eingefüllt bekommen. Als Vorgeschmack gibt es einen kurzen Schluck und danach folgt ein guter halber Liter mit einer undefinierbaren braunen Flüssigkeit. Keiner der beiden kommt richtig trocken aus der Sache raus, aber so ist das nun mal als Dive Master und so feiern wir mit allen ihre nun bestandene letzte Prüfung in einer gemütlichen Runde.