Tauchschein und Schnorchelparty

Sven macht seine letzten zwei Tauchgänge und wir starten danach gleich eine Rollexkursion zu einigen entlegenen Buchten von Koh Tao. Abends ist Schnorchelparty angesagt

Nach 2 Tagen warten, darf Sven nun wieder ins Wasser und die letzten Tauchgänge, die ihm für seinen Open Water Tauchschein fehlen, nachholen. Um 7:30 Uhr soll es eigentlich losgehen, aber der Fahrer lässt auf sich warten und so verspätet sich der Ausflug. Mit dem Boot werden wieder zuerst die Twins und dann der White Rock angefahren. Bei Sven klappt alles ohne Probleme im Gegensatz zu den Engländerinnen, die etwas Probleme mit dem Druckausgleich haben. Zurück am Festland ist Ani fleißig am Bericht schreiben und wir gehen erst einmal Mittagessen in der Bar des Sunshine One Restaurants. Um etwas mehr von der Insel zu sehen, besorgen wir uns einen Roller beim Verleih. Während der Fahrt kommen uns immer wieder Quads und Crossmaschinen entgegen und wir wundern uns, warum nicht alle Roller fahren. Unser erstes Ziel ist Ao Hinwong und als wir die Hauptstraße verlassen, wissen wir auch endlich, warum hier jeder Vollcross fährt. In Deutschland könnte man die Wege mit einem Feldweg vergleichen, der einen halben Meter tiefe Spurrillen aufweist (das nächste mal lieber Vollcross mieten). Aber die Einheimischen schaffen dies auch und so sind wir guter Dinge und hubbeln weiter. Teilweise geht es so steil bergauf, dass wir stehenbleiben, Ani absteigen muss und Sven mit den Füßen nachhelfen muss, damit es weiter geht. Dann haben wir es geschafft und erreichen die malerische Ao Hinwong Bucht.

Die Lage direkt in den Felsen ist sehr schön, doch sind leider alle freien Plätze dort verbaut und es ist kaum Strand zu sehen. Wir klettern etwas über die Felsen um eine Übersicht zu bekommen und machen uns anschließend weiter zum nahegelegenen Kap Laem Thian. Auch hier geht es wieder ein gutes Stück auf und ab, aber wir werden diesmal mit einem kleinen Strand belohnt und kühlen uns erst einmal ab. Das Wasser ist glasklar und so können wir auch ohne Schnorchelkit Fische beobachten. Wir erkunden wieder etwas die Gegend und folgen den Felsen zu einem Aussichtspunkt, dessen Aussicht jedoch eher mäßig ist.

Heute hat nicht nur Sven seinen Tauchschein bestanden, sondern auch ein Paar des Scuba Shack Teams hat die letzte Prüfung für ihren Dive Master erfolgreich abgelegt. Deshalb findet heute Abend ein Buffet statt und sie werden feucht fröhlich der letzten Prüfung unterzogen. So finden wir uns pünktlich um 19:00 Uhr ein, essen uns satt und sind gespannt, was den zwei Dive Master-Neulingen noch bevorsteht. Gegen 22:00 Uhr ist es dann soweit und die zwei werden auf zwei Stühlen aufgebahrt, gefesselt und bekommen ein Schnorchelset aufgesetzt. Die Brillen sind zugeklebt und so können die zwei nur ahnen, was sie durch den Trichter auf ihrem Schnorchel eingefüllt bekommen. Als Vorgeschmack gibt es einen kurzen Schluck und danach folgt ein guter halber Liter mit einer undefinierbaren braunen Flüssigkeit. Keiner der beiden kommt richtig trocken aus der Sache raus, aber so ist das nun mal als Dive Master und so feiern wir mit allen ihre nun bestandene letzte Prüfung in einer gemütlichen Runde.

Ruhetag

Während Sven sich schlafend auskuriert, macht Anica Besorgungen und geht spazieren

Da Sven noch Fieber hat, darf er nicht tauchen gehen und verbringt stattdessen den Tag mit Schlafen. Da wir bis jetzt unser Zimmer im Tauchpreis mit inbegriffen hatten, diese Zeit jetzt aber vorbei ist, müssen wir zur Check-Out—Time in ein anderes Zimmer wechseln. Zum Glück ist es nur wenige Schritte entfernt.

Während Sven sich ausruht, schreibt Anica Postkarten, macht ein paar Besorgungen und trifft sich zum Mittagessen mit Natalie, die heute fertig wird und gegen Abend abreist. Den Nachmittag spazieren sie am Strand entlang in die bisher noch nicht erkundete Seite Chalok Baa Kaos, trinken frische Kokosnuss und als sie zurück ins Zimmer kommen, wirkt Sven schon viel munterer. Der Arzt bestätigt, dass es ihm besser geht und dass er morgen an der letzten Tauchstunde teilnehmen darf.

Um 19 Uhr wird Natalie vom Taxi zum Ableger gebracht, wo sie das Nachtboot nach Surat Thani nimmt, wir verbschieden uns und verbringen vorm Abend essen noch etwas Zeit im Internet.

Anica besteht den Tauchschein

Anica wird fertig mit ihrem Tauchschein, während sich Sven auf der Kehrseite befindet und krank beim Arzt liegt

Ohne Rücksicht auf diese unruhige Nacht klingelt um 6:30 Uhr der Wecker. Anica steht alleine auf, da in Svens Situation an tauchen gar nicht zu denken ist. Er schläft zunächst so gut es geht mit seinem Fieber weiter und will später zum Arzt. Nach dem Frühstück geht es für Anica aufs Boot und zu den Twins, einem Tauchgebiet in der Nähe von drei kleinen Inseln. Heute stehen nur noch sehr wenige Übungen auf dem Programm, hauptsächlich wird getaucht und zum ersten Mal auf eine Tiefe von 17m getaucht. Leider ist die Sicht nicht so gut, aber trotzdem sind tausende von Fischen zu sehen. Die Übungen sind in wenigen Minuten abgehandelt, sodass viel Zeit zum Umhertauchen und Felsen erkunden bleibt. Heute gibt es auch keine Probleme mehr mit der Taucherbrille und Anica kann den Tauchgang in Ruhe genießen. Nach dem Safety Stop auf 5m Tiefe, geht es zurück aufs Boot, wo frische Ananas bereit steht. Nach der kurzen Pause und dem Umsatteln auf eine neue Sauerstoffflasche tauchen wir wieder ab und bewegen uns auf 15m unter Wasser. Der Tauchschein ist geschafft.

Zurück in Chalok Baan Kao bekommt Anica das Zertifikat und ein eigenes Logbuch,
wo die bisher gemachten Tauchgänge eingetragen werden. Doch die Euphorie hält nur kurz an, denn Natalie teilt Anica mit, dass Sven immer noch beim Arzt ist und eine Infusion bekommt. Sofort eilt Anica zu Sven – und weckt ihn damit auf. Er hängt an der Infusion, bekommt Medikamente und ist ziemlich schwach. Festgestellt wurden Fieber, Lebensmittelvergiftung und durch das Erbrechen bedingte Dehydrierung. Da kann Anica nicht helfen und stört nur Svens Gesundheitsschlaf. Also verspricht sie, gegen Nachmittag wieder zu kommen und macht einen Spaziergang um die Bucht. Dabei stößt sie immer wieder auf einsame, sandige Buchten und kleine Resorts unter Kokospalmen. Und doch scheint sich keiner hier für die Bedürfnisse von Spaziergängern zu interessieren, die Resorts werden wohl ausschließlich vom Wasser beliefert und manchmal finden sich schmale Pfade, manchmal geht es aber auch über Stock und Stein immer der Küste entlang. Als keinerlei Wege mehr zu erkennen sind, kehrt Anica um. Mittlerweile brennt die Sonne so stark, dass sie sich nach einem kühlen Bad im Meer sehnt.

Nach dem Schwimmen geht sie wieder den kurzen Weg zum Arzt. Doch wider Erwarten liegt dort Sven immer noch und bekommt nun schon die zweite Infusion. Anica wird auf abends vertröstet und wieder nach Hause geschickt. Mittlerweile ist auch Natalie von ihrem Tauchgang zurück und die Neuigkeiten werden ausgetauscht. Plötzlich überkommt auch Anica Schwindel und sie erbricht sich. Doch das Unwohlsein dauert nur kurz an und verfliegt dann wieder. Gegen Abend kommt Sven nach Hause, ruht sich aber weiterhin aus und bekommt aufgrund des Fiebers Tauchverbot für den nächsten Tag. Vorsichtshalber beschränken wir uns beide beim Abendessen auf Tee und Toastbrot. 

Theoretisch bestanden

Nach den letzten Theorielektionen bestehen wir den Test und machen nachmittags gleich zwei Tauchgänge

Wir stehen um 7 Uhr auf, da wir vor dem Kurs noch ein wenig im Tauchbuch lesen wollen. Dann frühstücken wir im Restaurant und um 9:45 Uhr beginnt der Unterricht. Direkt im Anschluss schreiben wir die theoretische Prüfung. Zum Glück ist es beim SSl-Kurs erlaubt, sich auszutauschen und zu helfen, sodass wir trotz kleiner Englischverständnissprobleme recht gut durchkommen.

Wieder bleiben uns nur 30min, um unser Mittagessen zu uns zu nehmen, doch selbst Anica schafft es, rechtzeitig fertig zu werden. Heute können wir nur zu dritt tauchen gehen, da Natalie dehydriert ist und wegen Ohrproblemen von einem Tauchgang abgeraten bekommt. Mit einem Ergebnis von 100% beim Test, können wir uns nun beruhigt der Praxis zuwenden. Heute stehen gleich zwei Tauchgänge an. Zuerst werden in flacherem Wasser einige Skills geübt wie z.B. unter Wasser die Taucherbrille ausziehen und wieder anziehen, Bleigurt abwerfen und wieder anlegen, sich auf das Jacket setzen und wieder reinschlüpfen, sich austarieren… Auf 6m Tiefe geht es durch Fischschwärme zurück zum Boot. Dort machen wir eine halbe Stunde Pause und beginnen dann mit dem zweiten Tauchgang, wo wir uns etwas tiefer wagen. Eigentlich sind wieder ein paar Skills geplant, doch da Anica etwas Probleme mit ihrer nicht richtig passenden Taucherbrille hat und schlecht sieht bzw. ständig Wasser in Augen und Ohren hat, verlegen wir die Skills und tauchen nur ein wenig. Dabei gleiten wir durch Felsspalten und ganz nah an Korallen und den dort lebenden Fischen vorbei. Wie immer staunen wir über die Farben- und Formenvielfalt der Unterwasserwelt.

Diesmal können wir nach dem Waschen der Ausrüstung entspannt die Beine hochlegen, denn die Theorie ist ja geschafft. Zum Abendessen gehen wir wieder in eins der Strandrestaurants und sitzen im Anschluss noch ein wenig mit Natalie zusammen, Wir lassen es aber dennoch nicht so spät werden, da für morgen der Tauchgang schon auf 7:30 Uhr angesetzt ist. Doch wieder Erwarten wird die Nacht nicht sehr erholsam, da Sven alle halbe Stunde über der Kloschüssel hängt und Anica in ihrer Homöopathischen Hausapotheke am Mittel raussuchen ist.

Lernintensiver Tauchkurstag

Während eines langen Tages haben wir Theorieunterricht, gehen dann zum ersten Mal tauchen und sehen uns abends zwei weitere Kapitel des SSI-Films an, bevor wir müde ins Bett fallen

Um 6:30 Uhr klingelt unser Wecker und noch ziemlich verschlafen greifen wir zu unseren SSI Büchern, um die ersten Kapitel zu wiederholen. Um 10 Uhr beginnt unser Theorieunterricht. Er wird zwar von Dirk, einem Deutschen, gehalten, findet wegen Terry aber auf Englisch statt. Hier bekommen wir die wichtigsten Dinge aus den ersten Kapiteln noch einmal erklärt und müssen zum ersten Mal unsere Tauchausrüstung zusammenbauen und ein paar Trockenübungen absolvieren. Auf eine halbe Stunde Mittagspause folgt dann die Zusammenstellung unserer persönlichen Ausrüstung, die Taucherbrille, Schnorchel, Flossen, Neoprenanzug, Jacket, Atemregler und eine Tasche umfasst. Es dauert etwas, bis jeder die passenden Größen gefunden hat. Mit einem kleinen Boot werden wir im Anschluss zu einem größeren Boot gebracht, das uns zur idyllischen Jensen Bay bringt, wo wir zum ersten Mal mit Tauchausrüstung ins Wasser steigen. Doch schon während der Fahrt arbeiten unsere Köpfe auf Hochtouren: Wo muss der Schlauch nochmal angeschlossen werden? Wie war die Reihenfolge? Habe ich auch alles gecheckt? Wie soll ich mich mit dem ganzen Gewicht bewegen? Funktioniert das Atemgerät auch? usw. Jeder bekommt einen Buddy (Partner) zugeteilt, wobei Sven und ich und Natalie und Terry ein Team bilden. Jetzt ist Glen, ein Kanadier, unser Tauchlehrer.

Nach und nach wagen wir den Sprung ins Wasser und schwimmen zum Strand. Hier werden uns im flachen Wasser einige Übungen gezeigt, die wir unter Wasser nachmachen. Wir üben das atmen, den Druckausgleich, wie man unter Wasser kommuniziert, die Taucherbrille von eindringendem Wasser bereinigt und sein Ersatzatemgerät jemandem ohne Luft zur Verfügung stellt u.v.m. Nachdem diese ersten Übungen hinter uns liegen, starten wir unseren ersten richtigen Tauchgang bis auf 6m Tiefe, Faszinierend sind die Korallen und Fischschwärme, die bunt schillernd an uns vorbeiziehen. Bevor wir wieder an Board gehen, machen wir noch einige Übungen an der Wasseroberfläche wie Bleigürtel ausziehen und wieder anziehen, das gleiche Spiel mit dem Jacket, uns gegenseitig abschleppen etc. Zurück auf dem Boot werden wir mit Ananas, Banane, Keksen und Tee belohnt. Doch die Arbeit ist noch nicht zu Ende: Jetzt muss wieder alles abmontiert und an Land die Ausrüstung gewaschen werden. Nun folgen die Kapitel 4 und 5 des Films und die Fragen dazu müssen beantwortet werden.

Mittlerweile ist es dunkel geworden und wir essen zu Abend. Im Zimmer erwarten uns die Tauchbücher und wollen gelesen werden, doch wir schaffen nur wenige Seiten bevor uns die Augen zufallen.

Tauchschein auf Koh Tao

In Koh Tao angekommen holen wir uns zunächst verschiedene Angebote ein, bevor wir uns für die Scuba Shack Tauchschule im Süden der Insel entscheiden und sogleich unseren SSI Open Water Divecourse beginnen

Als wir noch etwas verschlafen in Koh Tao von der Fähre wanken, kommen gleich wieder einige Tauchschulanbieter auf uns zu und bestürmen uns, doch mal ihr Resort anzusehen kommen. Letztendlich kristallisieren sich zwei Angebote heraus. Ein Mädchen neben uns scheint auch den Open Water Tauchschein machen zu wollen und es stellt sich heraus, dass auch sie Deutsche ist. Kurzentschlossen tun wir uns zusammen, beschließen aber, uns zunächst selbst ein Bild von den Preisen und Angeboten zu machen, bevor wir uns für eine Tauchschule entscheiden (wo dann auch immer Unterkunft und z.T. Frühstück in den Preis inbegriffen ist). Wir wimmeln also alle Anbieter ab und drehen eine Runde durch Mae Haad die Stadt am Anleger, um uns weitere Tauchschulen anzusehen und Preise zu vergleichen. Schnell stellen wir fest, dass diese abgesprochen sind, es aber darauf ankommt, ob die Unterkunft und Essen mit enthalten ist. Nachdem wir eine deutsche Tauchschule, viele englische besucht haben und alle den gleichen Preis verlangen, gehen wir frühstücken.

Die beiden Angebote stellen sich nun als die günstigsten heraus. Wir laufen der Frau der Scuba Shack Dive School erneut über den Weg und bekommen unter der Hand sogar noch ein besseres Angebot gemacht. Zudem wird uns versichert, dass wir es uns zunächst ohne Verpflichtung ansehen können und wenn es uns nicht zusagt, kostenlos zurück in die Stadt gebracht werden. Schließlich lassen wir uns darauf ein und werden auf der Ladefläche eines Pickups in die südliche Bucht Chalok Baan Kao Bay gekarrt, wo wir sowohl die Tauchschule als auch die Sunshine One Bungalows gezeigt bekommen. Alles macht einen guten Eindruck und als wir auch noch die Tauchlehrer gesprochen haben, die ebenfalls einen vertrauenswürdigen Eindruck machen, entscheiden wir uns, hier zu bleiben. Von allen Seiten, wird uns angeraten, nicht den PADI sondern den SSI-Kurs zu machen, da er viel praxisbezogener sei und mehr Tauchgänge enthalte. Da die Bücher nur verliehen werden, ist es trotzdem billiger, was für uns bedeutet, dass Unterkunft für 4 Nächte und Frühstück in den reduzierten Preis inbegriffen sind (Normalpreis sind 9800 BHT).

Wir beziehen also die Zimmer, essen zu Mittag und dann beginnt auch schon der Tauchkurs. Das Gute an der Scuba Shack Tauchschule ist, dass die Kurse maximal 4 Schüler umfassen und so finden wir uns zu dritt mit Terry, einem Kanadier, im Klassenraum wieder. Wir bekommen die Bücher und sehen uns die ersten drei Kapitel des Films an. Da wir ihn wegen Terry auf englisch ansehen, sind uns viele Begriffe unklar und wir wiederholen einige Stellen auf deutsch. Als Hausaufgabe müssen wir die jeweils 20 Fragen zu den ersten 3 Kapiteln beantworten und erledigen dies gleich im Anschluss. Als wir fertig sind, haben wir großen Hunger und suchen uns ein gemütliches Restaurant am Strand. Ziemlich müde ziehen wir uns früh auf unsere Zimmer zurück, denn die Nacht auf dem Boot war kurz.

Vom Buddha Phukets nach Koh Tao

Nachdem wir mit den Rollern noch eine Runde zum Buddha von Phuket gedreht haben, geht die Reise weiter nach Koh Tao

Nach dem Frühstück machen wir uns gleich wieder daran, unsere Backpacks für die Weiterreise nach Suratthani fertig zu machen. Doch der Bus geht erst um 15:30 Uhr und so nutzen wir die verbleibende Zeit für einen Ausflug zur Buddha Statue, die 40 Minuten Fahrweg von Phuket auf einem Berg gelegen ist. Die Fahrt dorthin führt über asphaltierte Straßen und Schotterpisten-Serpentin den Berg hinauf. Oben angekommen bestaunen wir den weißen Riesen aus Jade und genießen die Aussicht auf die Insel mit ihren vorgelagerten hellblauen Buchten. Die Anlage befindet sich noch im Aufbau und so können wir einigen Bildhauern bei ihrem Handwerk zusehen.

Zurück in Phuket suchen wir die Essenshalle auf, wo jeder günstig etwas für den Mittagstisch findet. Um die übrige Zeit noch gemütlich zu viert zu verbringen, setzen wir uns auf einen Fruchtshake in ein Café, tauschen Fotos aus und müssen uns dann auch schon bald auf den Weg zum Busbahnhof machen. Nun heißt es wieder einmal Abschied nehmen und so sagen wir Mandy im Café schon einmal Lebewohl. Michael hilft uns mit seinem Roller noch beim Rucksacktransport zum Busbahnhof. Nun heißt es nur noch schnell den Roller abgeben und dann zurück zur Haltestelle. Doch in lauter Hektik hat Sven beim Rollerverleih vergessen, seinen Ausweis mitzunehmen und so düst Michael nochmal schnell hin um diesen zu holen. Der Mann vom Verleih, der uns beide eigentlich kennt und 5 Minuten vorher zusammen gesehen hat, weigert sich aber, diesen an ihn ‘auszuhändigen und so schnappt sich Michael unter Zeitdruck einfach Svens Reisepass und schafft es gerade noch rechtzeitig, uns diesen zu übergeben.

Erleichtert fallen wir auf unsere Sitzplätze und erreichen gegen 20:00 Uhr die Anlegestelle in Suratthani. Dort herrscht ein reges Treiben und wir können auf dem Nachtmarkt gemütlich zu Abend essen, bevor wir um 23:00 Uhr das Boot nach Koh Tao besteigen. Zu unserem Schreck sind die Rucksäcke unter einem Berg anderer Taschen begraben und wir kommen nicht mehr an unsere Decken etc. Muss irgendwie so gehen, denken wir, und machen es uns auf den zugewiesenen 40cm zwischen 70 anderen Leuten so gut es geht bequem. Zum Glück gehen nach den ersten Metern die Lichter aus und es wird ruhig, sodass wir wenigstens eine gewisse Zeit lang schlafen können. Doch viel zu früh wird es wieder hell und wir laufen im Hafen von Koh Tao ein. 

Der Tag am Meer – Laem Singh Beach

Das Wetter ist super und so zeigen wir den Sehenswürdigkeiten die kalte Schulter und machen uns mit den Rollern auf den Weg zu Laem Singh Beach

Der Wecker schmeißt uns zeitig aus dem Bett und so beginnen wir den Tag mit einem sehr guten kostenlosen Frühstück (Toast, Obst, Tee) im Old Town Hostel. Um die Weiterreise besser planen zu können, machen wir einen Ausflug zum Busbahnhof und kaufen dort ein Ticket für die Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel, Koh Tao. Bereits mit Strandausrüstung beladen, suchen wir noch schnell einen Supermarkt auf und decken uns mit Vorräten für den Tag ein. Dem Tipp des Lonley Planet folgend, machen wir uns auf den Weg zum Laem Singh Beach, der paradiesisch schön sein soll. Dort angekommen, müssen wir 20 THB Parkgebühr für unseren Roller zahlen, bevor die Treppen die Bucht heruntersteigen. Der Strand ist mit hunderten von Liegestühlen ausgestattet und man bekommt von einem Restaurant bis hin zu Tattoostudios und Massagen alles geboten. Wir lassen den ganzen Luxus links liegen und machen es uns an den Steinen im Schatten mit unserem

Strandtüchern gemütlich, So verbringen wir den Tag in dieser trotz allem Luxus sehr ruhigen Bucht mit schwimmen, kleineren Spaziergängen am Strand entlang und lesen. Vor 18:00 Uhr fahren wir Richtung Süden, um am Zipfel der Insel dem Sonnenuntergang zuzusehen. Doch wir schaffen es nur bis Karon. Als die rote Scheibe im Meer versunken ist, gehen wir erneut zum One Man Restaurant und werden dort von dem uns bereits bekannten Personal freundlich begrüßt.

Da Mandy und Michael im Internetcafé eine Runde mit der Heimat skypen wollen, gehen wir auf einem nahegelegenen Markt noch einmal auf Shoppingtour und werden auch fündig. Das Nachtleben hatten wir erst gestern und so beschließen wir, zurück zum Hostel zu fahren und dort den Abend mit ein paar kalten Getränken ausklingen zu lassen. Und siehe da, außer etwas Sand in unseren Schuhen haben wir auch noch eine rötliche Färbung vom Strand mitgenommen. 

Von Krabi nach Phuket

Wir setzen die Reise heute von Krabi weiter nach Phuket und erkunden mit einem Roller die Insel und ihre Strände

Heute müssen wir Abschied von dem netten, kleinen Städtchen Krabi nehmen. Unser Minibus, der uns zum Busbahnhof bringen soll, ist für 11:00 Uhr angekündigt und wir haben noch genug Zeit, gemütlich zu frühstücken. Denken wir zumindest, aber der Fahrer steht schon gegen 10:30 Uhr vor der Tür und ist abfahrtbereit. Wir lassen uns aber nicht weiter hetzen, denn schließlich haben wir bei unseren Touren, die wir die letzten Tage unternommen haben, auch immer Zeit mitbringen müssen und sind mindestens immer eine halbe Stunde später abgeholt worden.

Um 10:45 Uhr wird die Besitzerin des Bai Fern Mansion dann pampig und drängt uns dazu, schneller zu essen, da andere Leute schließlich warten und wir nicht die einzigen sind. Anfangs ruhig versuchen wir ihr zu vermitteln, dass auf unserem Ticket 11:00 Uhr steht und wir noch Zeit haben um in Ruhe fertig zu frühstücken. Darauf entpuppt sich unsere Herbergsmutter als wahre Furie und wir bekommen das Gefühl, hier rausgeschmissen zu werden. Als wir fertig sind, satteln wir die Hühner und sind froh, dass wir das unfreundliche und geldgierige Personal vom Bai Fern Mansion in Krabi los sind.

Am Busbahnhof treffen wir unsere alten Freunde Phil und Natalie aus den Cameron Highlands, die heute eine Tour nach Khao Lak machen. Nach einem kurzen Schwätzchen geht es bei uns schon wieder weiter und wir verfrachten unsere Backpacks in das Minishuttle nach Phuket. Der Transporter ist bis auf den letzten Platz belegt und wir haben eine aufregende Fahrt, denn unser Fahrer fährt wie der Henker. Buddha ist aber auf unserer Seite und so erreichen wir unversehrt Phuket und machen uns mit Michael und Mandy auf die Suche nach einem Hostel. Wir bekommen beim Old Town Hostel zwei Zimmer, checken ein und machen uns ausgehungert auf die Suche nach etwas Essbarem. Beim Fontänen-Kreisel finden wir ein Suppenhaus und sind alle total begeistert von dem guten Geschmack der Suppe und der skurrilen Wohnzimmereinrichtung.

In Phuket selbst ist man ohne fahrbaren Untersatz aufgeschmissen. Deshalb machen wir uns auf die Suche nach einem Rollerverleih um die Insel auf eigene Faust erkunden zu können. Zu viert können wir den Preis noch etwas drücken und sind innerhalb von Minuten strandfertig auf den Rollern Richtung Kata Beach unterwegs. Es ist wieder sehr heiß und wir freuen uns auf das kalte Nass, aber als wir den Strand erreicht, bewahrheitet sich Svens Vermutung, dass wir einen Platten haben. Michael und Sven setzen die Mädels ab und machen sich auf die Suche nach einer Tankstelle. Nach kurzer Zeit ist diese gefunden, doch leider ist es mit aufpumpen nicht getan. Direkt um die Ecke finden sie eine Werkstatt und es dauert nicht lange bis wir einen neuen Reifen haben. Wohlverdient können sich nun die 2 Männer zu den Badenixen im Wasser gesellen. Nach der ausgiebigen Abkühlung warten wir noch bis die Sonne am Horizont verschwindet und fahren dann auf direktem Weg zum Badert Karon, wo wir bei dem Restaurant One Man zu Abend essen.

Die kostenlose Salatbar hilft uns den Bärenhunger in Schach zu halten und wir werden auch vom Hauptgang keineswegs enttäuscht. Als Abschluss gibt es noch gebackene Bananen mit Honig um den letzten Hunger auf Süßes zu besänftigen.

Im Ort Patong ist nun ganz Phuket auf den Beinen und so schlendern wir die langen Straßen mit den verschiedenen Marktständen entlang bis wir das Partyzentrum Patongs erreichen. Das Nachtleben erinnert uns hier ein wenig an das Rotlichtviertel von Amsterdam, aber alles wirkt wie in Holland sehr gesittet und freundlich. S0 kehren wir in verschiedene Bars und Discotheken ein und beobachten die Paradiesvögel, die sich aus der Masse hervorheben. In einer Bar spielen wir sogar eine Runde Jenga, die Sven nach einer harten Schlacht verliert und sich dafür an der Tanzstange mit den Mädels beweisen darf. Die Zeit vergeht wie im Fluge und so machen wir uns nach 1:00 Uhr auf den Rückweg ins Hostel.

Kajak-Elefanten-Tour

Morgens paddeln wir mit Kajaks durch einen Canyon und füttern Affen, nachmittags reiten wir auf Elefanten durch den Dschungel

Früh starten wir in den Tag, weil wir noch die Roller vollgetankt zurückbringen müssen. Danach noch schnell frühstücken und dann werden wir auch schon um 8:20 Uhr von unseren Guides für den heutigen Tag abgeholt. Der erste Teil der Tour besteht aus einem Kajaktrip durch den Canyon Ao Thalane. Am Ableger angekommen, werden wir mit Tee und Kaffee begrüßt und mit wasserdichten Beuteln ausgestattet. Kurz darauf sitzen wir auch schon im Boot und paddeln umringt von schöner Landschaft auf eine Sandbank zu, Hier stoppen wir kurz und entdecken das Leben der anfangs unbewohnten wirkenden Sandhaufen. Überall ist es am Krabbeln und hunderte von Krebsen suchen ihren Weg weg von unseren Füßen. Etwas weniger hektisch sind die Seesterne, die vereinzelt in Pfützen zu finden sind.

Nach dem kurzen Stop fahren wir zur gegenüber liegenden Felswand, die von Affen bewohnt wird. Ein Teil der Gruppe hat sich mit Bananen eingedeckt um die kleinen frechen Kerle zu füttern. Danach führen uns die Guides zwischen die Felsen und nach einiger Zeit befinden wir uns in einem sehr hohen und schön bewachsenen Canyon. Die Führer machen uns auf Amphibien aufmerksam, die im Schlamm leben und erklären einiges über die Pflanzenwelt. Mittlerweile ist der Wasserstand niedriger geworden: Wir können nicht mehr weiterfahren und müssen umkehren. Auf dem Rückweg halten wir erneut bei einem Affengebiet, wo wir die Schalen unserer Obstreste an sie verfüttern.

Als wir wieder zurück am Pier sind, werden wir in einen Bus verladen und zu einem sehr luxuriösen Restaurant gebracht. Wir selber hätten uns diese Räumlichkeit nicht ausgesucht, da aber das Essen inbegriffen ist, brauchen wir uns um hohe Preise keine Gedanken machen. Das essen sieht vorzüglich aus und schmeckt auch so. Danach werden wir zum Phunaka Elefant Trekking gebracht. Von einer Platform aus steigen wir auf die Elefanten und nehmen zunächst auf einem Sitz Platz. Es schaukelt schon ziemlich und ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir gewöhnen uns an den schwankenden Gang und die schlackernden Ohren unserer Elefantendame. Als wir den Metallstab sehen, mit dem die Elefanten angetrieben werden, bekommen wir im ersten Moment ein schlechtes Gewissen, zu dieser Art Ausbeutung der Tiere beizutragen und das nur zu unserem Spaß. Doch merken wir auch, dass zum Teil eine sehr positive Beziehung zwischen Elefant und Führer besteht und die Tiere sich wenigstens gegenseitig haben. Also beginnen wir unseren Ritt zu genießen. immer wieder wird angehalten, damit die Elefanten trinken oder Äste futtern können.

Nach einer halben Stunde dürfen wir aus unserem Sitz steigen und direkt auf dem borstigen Rücken sitzen. Dabei bekommen wir zwar viel die Ohren an die Beine geschlagen, erleben aber hautnah wie es sich anfühlt, auf einem Elefanten zu reiten. Als wir abgestiegen sind, bekommt Naa, unser Elefant, einen Korb Bananen spendiert, die wir ihr direkt in den Rüssel geben können. Erfüllt kehren wir zurück ins Hotel und ruhen uns aus. Abends suchen wir uns ein Restaurant und spielen danach noch mit Mandy und Micheal drei Runden Billard, die wir alle verlieren.