Unser erster Tag in San Cristobal mit einem Ausflug zum nahegelegenen Indianermarkt in San Juan Chamula Die nächtliche Busfahrt verläuft gut und wir sind gegen 8:30 Uhr morgens in San Cristobal de las Casas. Wieder sehen wir uns nach ein paar Hostels um, müssen aber bei unserem Favoriten noch bis zum täglichen Check-Out (11:00 Uhr) warten, da dann erst klar ist, ob ein Doppelzimmer frei wird. So gehen wir erst einmal im El Natura frühstücken. Hier kriegen wir einen frisch gepressten Saft und eine “Ensalada de Fruta” mit Müsli und Joghurt fast wie zu Hause! Während des Essens hören wir öfters ein Knallen und Musik, denken uns aber nichts weiter dabei. Auf dem Rückweg zum Hostel stehen wir plötzlich mitten in einem Umzug von verkleideten Monstern, Clowns und Musikern. Was genau gefeiert wird, wissen wir leider nicht. Beim Hostel Posada Mexico angekommen, haben wir Glück und bekommen ein Zimmer für die nächsten Tage. Direkt in unserem Hostel können wir auch eine Bustour zu dem “Canon de Sumidero” (200 Pesos) für morgen buchen. Wir schlendern ein wenig durch die netten Gassen von San Cristobal und machen kleinere Besorgungen. Unser Weg führt uns gegen Mittag zur Station, von der aus Kleinbusse nach San Juan Chamula fahren. Hier findet montags ein Wochenmarkt statt, bei dem auch Indianer ihre Waren verkaufen.
San Juan Chamula
Die Fahrt dauert ungefähr eine Dreiviertelstunde. Auf dem Weg dorthin sehen wir schon einige Bauern (teilweise barfuß) auf den Feldern Mais ernten. Die bäuerlich, traditionellen Verhältnisse sind schön anzusehen, aber auch sehr von Armut geprägt. Die Marktatmosphäre in San Juan Chamula ist malerisch und wir haben hier noch nie so viele traditionell gekleidete Menschen gesehen, doch das Misstrauen gegenüber Touristen ist leider sehr groß. Auf dem Markt entscheidet sich Anica für den Kauf einer Kaktusfrucht, wird von der Verkäuferin aber nicht wie sonst freundlich begrüßt, sondern eher abweisend bedient. Von den Marktständen werden uns immer wieder skeptische Blicke zugeworfen und so entscheidet sich Sven dafür, mit Fotos zurückzuhalten. irgendwann macht er doch ein Bild über den gesammten Markt und wird von einem Wassermelonenverkäufer beschimpft. Wir merken, dass wir hier nicht so ganz willkommen sind und setzen unseren Spaziergang in Richtung Kirche fort. Dort kommen Kinder auf uns zu und fragen Sven, ob er ein Foto von ihnen machen könne. Gesagt, getan, fallen sie auch schon über Sven her und möchten 5 Pesos dafür haben. Das Drama nimmt seinen Lauf und wir können uns vor Bettlern einen kurzen Moment nicht mehr retten. Von da an ist der Ausflug für uns gelaufen, wir nehmen den nächsten Bus zurück nach San Cristobal.
Auf der Rückfahrt sitzen wir dicht an dicht in dem kleinen Bus zwischen 2 einheimischen Familien. Einen Fahrplan gibt es nicht, die Fahrt geht los, wenn der Bus voll ist. Während der Busfahrt erinnert sich Sven an ein paar Zeilen aus dem Rüdiger Nehberg “Survival” – Buch, in dem steht, dass es von Vorteil sein kann, sich dem Kleidungsstil der Einheimischen anszupassen um nicht zu sehr aufzufallen und Toleranz gegenüber der Kultur zu zeigen. Also raus aus dem Bus und weiter zu den nächsten Marktständen. Hier findet Anica eine hübsche Bluse, Schmuck und Sven ein weißes Hemd mit Stickerei. Für ungefähr 10€ haben wir uns nun eingekleidet und fühlen uns schon fast wie Mexikaner
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Anica bekommt leider etwas Schwierigkeiten mit dem Magen und so gehen wir direkt zurück zum Hostel. Gegen Abend treibt uns der Hunger aber zum Libanesen um die Ecke. Anica verträgt das Reisgericht leider nicht so gut wie erhofft und flüchtet zur Toilette. Wir gehen früh schlafen, denn morgen um 9:00 Uhr startet unsere Bustour.