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Auf dem Mekong nach Kambodscha
Nach einem Besuch des Floating Villages nahe Chau Doc samt Catfishfarm und Cham Dorf, passieren wir mit dem Slow Boat die Grenze zu Kambodscha und werden nach Pnom Penh gebracht
In aller Frühe (5:50 Uhr) packen wir unsere Rucksäcke für die Weiterreise, da klingelt plötzlich das Hoteltelefon. Es ist unser Guide, der seinen Weckrundruf startet und zum Frühstücktisch bittet. Wir können zwischen einigen Variationen wählen und sind mit die ersten, die sich im Frühstücksraum einfinden. Sven, der wie immer Pancake bestellt hat, ist vergessen worden und so müssen wir etwas länger warten. Aber uns bleibt trotzdem noch ein wenig Zeit für einen kurzen Abstecher zum Obst- und Gemüsemarkt um die Ecke, der besonders bunt und geruchsintensiv ist.
Zurück am Hotel wird unser Gepäck auf drei Cyclos verladen, die vollbepackt zum Fluss gefahren werden, während wir über den Markt dorthin laufen. Hier warten viele Taxiboote mit vietnamesischen Frauen auf uns, die uns paarweise durch das Floating Village rudern. Wir haben eine junge Fahrerin erwischt, die zu Scherzen aufgelegt ist, und Anica auch einmal stehend rudern lasst. Nach kurzer Zeit steigen wir bei einem der Häuser aus und bekommen die Fischfarm unter dem schwimmenden Haus gezeigt. Zuerst sieht man nichts, doch als der Guide etwas Fischfutter ins Wasser wirft, beginnen alle Catfische zu zappeln und man bekommt einen Eindruck davon, wie viele Fische hier leben. Zurück im Boot setzen wir unsere Rundfahrt durch das Dorf fort. Diesmal halten wir auf einer Insel, wo sich eine muslimische Minderheit niedergelassen hat, die Cham. Unter ihren Pfahlhäusern stehend, bekommen wir etwas ihre Kultur und Traditionen erklärt, bevor wir über hoch gelegene Stege die Moschee besichtigen. Der Ort ist schön anzusehen, doch sind die bettelnden und alte Kuchen verkaufenden Kinder schwer zu ertragen. Nun steigen wir in ein größeres Slow Boat um und tuckern den Mekong entlang zur kambodschanischen Grenze. Wie versprochen bekommen wir mit der Visabeantragung geholfen und der Vorgang wird für ZS mehr pro Person beschleunigt. In einem Restaurant nahe der Grenze müssen wir dann warten und können nebenbei unsere letzten Dong in ein Frühlingsrollenmittagessen investieren. Jetzt müssen wir noch einmal in ein anderes Boot umsteigen, kurz an der Grenze zu Kambodscha unsere Visa checken lassen und schippern dann weiter den Mekong entlang. Mittlerweile ist es unerträglich heiß geworden und jeder versucht, sich in den Schatten zu verkriechen und etwas zu schlafen.
Um 16:30 Uhr stoppt ziemlich abrupt unser Boot und wir werden in einen überfüllten Minibus gequetscht. Statt einen Bus mehr zu schicken, hat man sich darauf verlegt, Plätze doppelt zu belegen. Doch zum Glück funktioniert die Klimaanlage. Auf der Fahrt nach Pnom Penh fällt uns auf, dass die Menschen hier viel dunkler sind und die Häuser im traditionellen Khmer Stil gebaut sind. Nach 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir Pnom Penh.
Wir haben das Glück, durch eine Sonderaktion zu unserem Bootsticket eine kostenlose Übernachtung bekommen zu haben, sodass wir gar nicht mehr suchen müssen. Das Hotel entpuppt sich dann auch noch als sehr luxuriös und das Zimmer als riesig- so könnte es immer sein. Als erstes stellen wir uns unter die Dusche: Nach der Fahrt sind wir ziemlich verschwitzt. Dann gehen wir zu Fuß zum Lucky Supermarkt in der Nähe. Zu unserer Verwunderung bekommen wir vom ATM Automaten US Dollar ausgespuckt. Dann merken wir jedoch, dass alle Preise nur in Dollar ausgezeichnet sind. Das System hier ist, dass man alles unter einem Dollar in Riel bezahlt, größere Beträge in Dollar und als Wechselgeld ebenso US Dollar rausbekommt, doch statt Cent Riel. Die Preise gefallen uns jedoch gar nicht, viele ist um einiges teurer als in den restlichen südostasiatischen Ländern. 4$ für ein Essen im Restaurant? Wucher! Trotzdem müssen wir uns der neuen Situation fügen und finden nach etwas Suchen ein koreanisches Restaurant, wo man zum einen etwas Englisch kann und es außerdem ein paar vegetarische Gerichte gibt.
Die Gegend, in der das Sinh Cafe Hotel liegt, ist ziemlich außerhalb des Zentrums und nur wenig beleuchtet. Dies und die Tatsache, dass es viele aufdringliche Taxifahrer und Bettler gibt, bewirkt, dass wir uns etwas unwohl fühlen und nicht viel Zeit in Pnom Penh verbringen wollen. Wir fassen den Entschluss, schon morgen gegen Mittag abzureisen und buchen den Bus nach Siem Reap in unserem Hotel. Anschließend gehen wir früh schlafen, um uns morgen in aller Frühe die Stadt anzusehen.
Rafting mit einem Bambusfloß
Auf unserer Wanderung kommen wir durch ein Dorf, das von Karen bewohnt ist, und passieren einen Wasserfall. Danach erproben wir uns im Bamboorafting bevor wir zurück in Chiang Mai die Stadt besichtigen
Mit einigermaßen warmen Füßen wachen wir auf und haben ein gutes Frühstück. Wie gewohnt startet unsere Wanderung gegen 10:30 Uhr. Wir überqueren den Fluss und Tattoo zeigt uns, wie die Leute in diesem Dorf leben. Die Leute haben ihre Häuser nun auf Pfählen gebaut und nutzen den Unterbau um sich Tiere wie Schweine und Hühner zu halten. In der Mitte des Dorfes haben wir wieder einmal die Möglichkeit, handgemachte Waren zu bestaunen und günstig zu erstehen. Im Gegensatz zur Siedlung des ersten Tages sieht man hier jedoch manches Zeichen des langsam ankommenden Fortschritts: Es gibt Toiletten, Strom und ein paar Elektrogeräte. Trotzdem haben die Menschen ihre traditionelle Lebensweise beibehalten.
Vorbei an den Reisfeldern erwartet uns auch schon wieder ein weiterer Wasserfall, der mit seinem eiskalten Wasser keinen von uns locken kann. Es sind nun auch schon wieder zwei Hunde mit auf unserem Weg, die die Gelegenheit nutzen, etwas ausgeführt zu werden. Unser erster Begleiter muss wohl am zweiten Tag keine Lust mehr gehabt haben und hat ohne ein Bellen verlauten zu lassen, die Heimreise angetreten. So folgen wir den Wegen mit unseren zwei neuen Hunden im Gepäck einige Zeit bis uns ein Fahrer mit seinem Wagen bereits erwartet. Die Hunde werden ganz unruhig und bellen, als sie sehen, dass wir auf dem Auto Platz nehmen und so beschließen wir, die zwei mit ins nächste Dorf zu nehmen. Wir kehren wieder im gleichen Restaurant vom Anfang unserer Tour ein und bekommen Pad Thai mit Früchten aufgetischt. Wir haben etwas Zeit in der Hängematte zu relaxen bis es dann zum letzten Programmteil unserer Tour geht, dem Bamboorafting.
Bamboorafting
Wir helfen dem Steuermann das schwere 7 Meter lange Bambusfloß ins Wasser zu hiefen und nehmen zu dritt auf der langen Fläche Platz. Vorne der Steuermann, dann Joshua und Anica in der Mitte und Sven darf hinten etwas mitnavigieren. Später möchte auch Anica einmal Steuermann spielen. Der erste Teil der Strecke verläuft sehr ruhig und nur ein paar kleinere Stromschnellen lassen etwas Action aufkommen. Unterwegs begegnet uns noch eine Gruppe von Elefanten im Fluss, die gerade mit Touristen auf Trekkingtour sind und etwas Abkühlung im Wasser suchen. Nach einiger Zeit liegt vor uns eine Siedlung, die direkt am Wasser gebaut ist und wir werden von den Einheimischen freundlich begrüßt, bekommen aber später eine kalte Dusche von ihnen, die wir mit einer Wasserschlacht erwidern. Dann müssen wir kurz halten, denn ein kleiner Bootsstau vor einer starken Stromschnelle in einem engen Canyon muss sich erst auflösen. Hier geht es nun richtig zur Sache und wir sausen die steilen Abhänge entlang ins tiefe Wasser. Dann sind wir aber auch schon am Ende der Reise und unser Führer erwartet uns bereits an der Anlegestelle.
Die Fahrt zurück nach Chiang Mai dauert eine Stunde. Dort checken wir im Tip Guest House ein, machen uns aber gleich auf in die Stadt, die wir uns ja leider bis jetzt noch nicht ansehen konnten. Im alten Stadtkern erwarten uns viele Tempel und ein lebhaftes Straßengewirr, Gegen Abend verlassen wir den Bereich innerhalb der Stadtmauern und schlendern zum Night Bazar, wo sich Stand an Stand mit Handwerksgegenständen, Kleidern, Schmuck und Essbarem aneinander reihen. Alles ist schön und günstig, sodass wir gerne überall etwas kaufen möchten. Nur der Gedanke, dass wir das alles weitere zwei Monate mit uns rumschleppen müssen, hält uns davon ab, einen Großeinkauf zu machen. Schweren Herzens begnügen wir uns mit Ohrringen, einem T-Shirt und Fruchtshakes bevor wir zum Hostel zurückkehren
Känguruhs und Koalas
Heute bekommen wir gleich einen Einblick in die Tierwelt Australiens und können Koalas und Kängurus in der freien Wildbahn erleben. Vom Sonnenschein werden wir geweckt und brechen nach dem Frühstück gleich auf, um die Halbinsel zu erkunden. In Anna Bay suchen wir erst vergeblich nach einem ausgeschilderten Zugang zur Stockton Beach Düne, finden dann aber am Ortseingang zwei Einfahrten zum National Park, die jedoch nur für autorisierte Fahrzeuge zugelassen sind. Also parken wir brav vor dem Schild und laufen 5 Minuten bis zur längsten Wanderdüne der südlichen Hemisphäre (35 Km). Nach wenigen Schritten im Sand kommen wir uns vor wie in der Sahara und sehen weit und breit nur den feinen Sand um uns herum. Wir albern ein wenig auf den Hügeln herum, müssen aber leider nach einiger Zeit wieder zurück, weil wir noch einige Stationen vor uns haben.
One Mile Beach
Kurz hinter Anna Bay zweigen wir ab zum One Mile Beach und stürzen uns in die Fluten. Wie der Name schon sagt ist der Strand eine Meile lang und gibt eine schöne Bild ab, weil er von einigen Dünen eingesäumt ist. Am Parkplatz hätten wir auch einen schönen Stellplatz für die Nacht gefunden, aber um Mittagessen zu essen ist es genauso gut. Auf der Hauptstraße stoßen wir auf eine Horde Japaner, die in einen Baum fotografieren. Uns wird gleich klar, dass sie wohl einen Koala ausfindig gemacht haben. Den lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Insgesamt bekommen wir sogar 3 Stück zu Gesicht, die gerade ihr Schläfchen klammernd am Baum halten.
Am äußersten Zipfel der Halbinsel liegt Nelson Bay, was sich als ein kleines Hafenstädtchen mit einigen Supermärkten und Einkaufsstraßen herausstellt. Von hier aus fahren wir zurück, machen aber noch einen Abstecher über die Tilligerry Peninsula, wo es mehrere Koalareservate gibt. Zur Auswahl stehen zwei, wir entscheiden uns für das bei Lemon Tree Passage. Leider haben wir nur einen schönen Spaziergang mit leeren Eukalyptusbäumen und sehen keinen Koala mehr.
Nun heißt es aber erst einmal Gas geben, denn es liegen noch einige hundert Kilometer bis nach Port Macquarie vor uns. Wir suchen den auf, um hier evtl. übernachten zu können. Leider ist die Straße so holprig, dass wir nach der Hälfte des Weges umkehren. Doch der Umweg lohnt sich dennoch für uns, denn wir sehen heute nicht nur unseren ersten Koala sondern bekommen sogar noch eine Gruppe Kängurus vor die Linse. Und siehe da: Es ist sogar Nachwuchs im Beutel! ln Lake Cathie hat das Suchen ein Ende und wir finden einen Stellplatz für die Nacht direkt am See.
Von Sydney nach Port Stephens
Ab heute sind wir wieder mobil und starten mit dem Campervan Richtung Cairns, wobei wir zunächst Newcastel und Port Stephens besuchen
An einem verregneten Morgen machen wir uns mit der Fähre und dem Zug auf den Weg zur Backpacker Rental Station. Nach den üblichen Formalien bekommen wir endlich unsere Autoschlüssel für den Breezer Campervan und suchen uns einen Weg durch die Innenstadt an gebührenpflichtigen Straßen vorbei nach Manly. Hier angekommen haben wir die Möglichkeit, vom Sortiment des uns bestens bekannten Discounters Aldi zu profitieren und machen einen Großeinkauf für die nächste Woche. Mit im Newcastle Strand Einkaufswagen landen natürlich auch ein paar deutsche Weihnachtsprodukte wie Marzipan, Lebkuchen und Spekulatius, damit wir auch dieses Jahr nicht ganz auf diese Leckereien verzichten müssen. Hoffentlich schmilzt uns das alles bei den sommerlichen Temperaturen nicht weg!
Zurück in der Wohnung von Vanessa und Germain schnappen wir unsere Rucksäcke und beladen den Bus. Als alles verstaut ist, verlassen wir die Stadt Richtung Norden und fahren durch bis Newcastel.
Newcastel
In der Hafenstadt Newcastel ist es leider immernoch bewölkt, aber es regnet nicht mehr. Guter Dinge machen wir uns auf den Weg durch die Stadt und zum Leuchtturm. Nach ein paar hundert Metern stoßen wir auf den Queens Wharf Tower, den wir besteigen um einen Überblick über die Stadt unnd Küste zu bekommen. Am Park vor dem Leuchtturm tummeln sich Sportbegeisterte uund Hundebesitzer. Wir spazieren zum Leuchtturm und verweilen einen Moment um den Surfern beim Wellenreiten zuzusehen.
Wir kehren nicht mehr auf den Pacific Highway zurück, sondern wählen die Landstraße zur Landzunge Port Stephens. Auf der Strecke bis Anna Bay finden wir keinen geeigneten Stellplatz und entscheiden uns dafür, den ersten ausgeschilderten Campingplatz (Island Leisure Village) zu nehmen. Dieser entpuppt sich als Glücksgriff, da er auf einer Insel liegt und nur über einen Damm erreichbar ist, der durcch schöne Mangrovengebiete führt.
Mit dem Sleepervan durch Neuseeland
Eine kleine Zusammenfassung über unsere Zeit mit dem Sleepervan und welche Vorteile wir hatten
Für uns war der beste und flexibelste Weg die Südinsel zu erkunden, einen Sleepervan zu mieten! Es gibt verschiedene Anbieter in dieser Branche, wir haben euch einige davon unter “Links” aufgelistet. Für uns kam vom Preisleistungsverhältnis nur Escape Rentals in Frage. Die Preise sind meist saisonabhängig, sodass man immer gucken muss, wer die besseren Konditionen bietet.
Innenausstattung
Der Bus ist grundsätzlich für drei Personen ausgelegt, wir hatten mit 2 Personen genug Platz. Im Aufenthaltsbereich hat man einen Tisch und verschiedene Holzfächer unter den Sitzen, wo man gut Einkäufe und andere Dinge unterbringen kann. Es gibt auch einen CD Player, den wir immer genutzt haben, weil wir überall schlechten Radioempfang hatten. Stehen konnten wir im Van nicht, was aber auch nicht unbedingt nötig war.
Kochausstattung
Am Kofferraum findet man eine Spüle mit Handpumpe und einem Wasserkanister, welche sehr mühsam zu bedienen sind. Zur Aufenthaltsraum Kochausstattung im 3er·Set gehören: Besteck, Teller, Schalen, Becher und Tassen, außerdem 2 Töpfe, Pfanne, Kelle, Schäler, Pfannenwender, Abtrockentücher, Lappen, Kühlbox + 2 Akkus, Küchenmesser und Schneidebrett. Was wir vermisst haben waren Gewürze, Spülmittel, Öl und ein Sieb, aber diese Dinge bekommt man ja in jedem Supermarkt. Zum eigentlichen Kochen steht ein Gaskocher zu Verfügung, der bei Abgabe wieder aufgefüllt sein muss. Wenn es Holzfächer das Wetter zulässt, kann man auch die 3 Campingstühle nutzen.
Schlafmöglichkeiten
In den Holzfächern des Aufenthalts/Schlafraums findet man 3 Kissen, einen Matratzenbezug und 2 große Decken, die einen über Nacht gut warm halten. Bei Queenstown hatten wir Schnee, da war es uns nur mit den Decken etwas zu kalt. Ansonsten waren sie immer Liegefläche ausreichend. Um das Bett herzurichten muss man die Platte des Tisches abheben und das einzelne Brett hinter dem Sitz im freien Bereich auflegen. Als Matratze dienen die 4 Schaumstoffkissen (Sitzkissen), die dann aneinander geschoben werden. Um das Ganze abzudunkeln gibt es auf jeder Fensterseite zwei blickdichte Vorhänge, die leider etwas kurz bemessen sind, aber mit ein paar Geschirrhandtüchern kann man die freien Stellen überbrücken. Wer einen gut Schlaf haben möchte, sollte außerdem darauf achten, seinen Sleepervan grade zu parken, ansonsten wacht man eingequetscht auf einer Seite auf. Wenn wir nicht auf einen Campingplatz gefahren sind, haben wir uns immer über Nacht auf einen Rastplatz an der Straße gestellt was gar kein Problem ist (Sind schon neben einem Polizeiwagen aufgewacht und wurden nur freundlich begrüßt), soweit dies nicht ausdrücklich (Schild) untersagt ist.
Sonstiges
Um den ganzen Bus etwas sauber zu halten, gibt es einen Handbesen mit Schaufel. Wer einen Campingplatz mit Strom aufsucht, kann über ein Verlängerungskabel und eine Mehrfachsteckdose dann auch die Tischlampe und den Heizlüfter nutzen. Der Spritverbrauch (Petrol, unleaded) ist nicht gerade wenig, aber die Spritpreise sind im Vergleich zu Deutschland sehr günstig (ca. 80 Cent der Liter). Bei unserem Trip um die Südinsel sind wir ungefähr 3360 Km gefahren und sind ganz gut rumgekommen
. Im Handschuhfach findet man dann noch das Escape Rentals Handbuch, was auf den ersten Seiten ein paar sehr gute Reisetipps hat. Hier haben wir auch den Tipp mit den kostenlosen heißen Quellen her (siehe Bericht vom 23.11).
Unser Toyota Model ist wohl eins der ersten Stunde gewesen und hatte schon über 290.000 Km auf dem Buckel und ein paar Rostflecken. Es war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig zu fahren, da die Kupplung etwas schwer zu treten geht und die Gänge schwer reingehen. In Neuseeland herrscht Linksverkehr und es gibt eine gesonderte Regel das Rechtsabbieger Vorfahrt vor Linksabbiegern haben. Wer nicht gerade alleine unterwegs ist sollte auf jeden Fall einen Sleepervan in Betracht ziehen! Hier ein paar kleine Vorteile:
- Unterkunfts- und Essenskosten sparen
- Vorräte gut verstauen (Pak’n’ Save ist superbillig)
- flexibel Reiseziele ansteuern (mit Intercity Bus ist es teilweise schwer bis unmöglich Wandereinstiege zu erreichen)
- flexible Abfahrtszeiten (Sonnenuntergänge am Strand, Pinguine beobachten …)
Vom Lake Rotaroa bis Puakaiki
Nachdem wir beim Lake Rotaroa den Breaburn Track gelaufen sind, passieren wir auf dem Weg nach Punakaiki Westport und legen einen Stopp bei den Höhlen am Fox River ein
Ziemlich durchgefroren wachen wir auf, denn neben unserem Stellplatz befindet sich ein Fluss. Bei einer heißen Tasse Tee warmen wir uns beim Frühstück etwas auf und starten dann schnell in Richtung Rotoroa Lake. Leider ist es bewölkt und wir bekommen nicht die versprochene Postkartenansicht zu sehen. Um eine „ bessere Sicht auf den See zu bekommen, beschließen wir den 1,5·stündigen Breaburn Track (Loop) zu laufen, der aber wie sich dann herausstellt gar nicht direkt am Seeufer entlang führt. Stattdessen werden uns ein Wasserfall und schöne Bachläufe durch den hier typischen Wald geboten. Am Ende unseres Rundgangs fängt es zu nieseln an und wir setzen uns ins Auto, um nach Westport zu fahren. Neben der Straße sehen wir ein ausgebüchstes Lamm, das den Weg nicht mehr durch den Zaun zu seiner Familie findet. Wir kehren um und versuchen, eine Rettungsaktion zu Starten. Wir schaffen es zwar mit unserem Auto in seine Nähe zu kommen, aber sobald wir aussteigen, rennt es davon. Selbst Sven, der seine Spritfähigkeit unter Beweis stellt, kann das kleine Schaf nicht einfangen. Unverrichteter Dinge müssen wir weiterfahren.
ln Westport angekommen finden wir den uns bereits bekannten New World Supermarkt und decken uns erst einmal für die nächsten Tage mit Lebensmittel ein. Der Weg nach Punakaiki ist als Scenic Drive bekannt und hält was er verspricht: das weite Meer, vorgelagerte Felsen und Wasserhöhlen. Als wir an den Fox River kommen, hat es aufgehört zu regnen und wir nutzen die Wetterlage für einen kleinen Rundgang durch die von der Ebbe freigegebenen Höhlen und Felsen. Von hier sind es nur noch 20 km bis nach Punakaiki, doch für die Einkehr auf dem Campingplatz ist es noch etwas zu früh. So halten wir beim Truman Track, der durch einen Dschungel wie in einem botanischen Garten führt und in einer schönen Bucht am Meer endet. ln Punakaiki stellen wir uns auf den Beach Campgrounnd, um unsere Akkus aufzuladen und nutzen auch die geräumige Küche und den gemütlichen Essraum. Kurz nachdem wir uns dort niedergelassen haben, wartet eine Überraschung auf uns: ein phantastischer Regenbogen spannt sich genau über den Berg vor uns und in seiner gesamten Größe bewundert werden.
Wellington – ein nettes Städtchen
Es gibt viel zu organisieren, trotzdem finden wir noch Zeit uns ein wenig Wellington anzusehen, das einen Besuch wert ist
Das YHA Hostel stellt sich am nächsten Tag als super Wahl heraus: Es ist sehr sauber, das Personal absolut hilfsbereit und freundlich und es gibt zwei Küchen, eine Laundry, Aufenthaltsräume, einen Video-, einen Spielraum und und und. Außerdem liegt es mitten im Zentrum Wellingtons und gegenüber von einem Supermarkt, in den auch unser erster morgendlicher Gang führt. Nach einem Muffinfrühstück schlendern wir durch die Innenstadt und machen Besorgungen. Da der Verfügungsrahmen unserer Kreditkarten für diesen Monat bis zum 22.10. ausgeschöpft ist,müssen wir uns für heute damit begnügen, Preise zu vergleichen und nach dem Richtigen für uns zu suchen. lm Anschluss kochen wir uns seit langem mal wieder selbst, waschen Wäsche und kalkulieren und planen unseren 4-wöchigen Neuseelandaufenthalt. Wir entscheiden uns für 19 Tage im Sleepervan, um den Süden besser erkunden zu können, und 10 Tage mit dem Flexi-Pass (Buspass) zu reisen, um Kosten zu sparen. Nach Anrufen zu Hause ist der Tag auch schon um.
Seattle
Der Seattleaufenthalt war leider sehr kurz, aber wir hatten zwei super Touristguides, die uns an einem Tag alles Wichtige zeigten und erklärten.
Nach einer langen Fahrt im Amtrak-Bus von Vancouver aus sind wir gut in Seattle angekommen. Vor Ort haben wir allerdings einige Orientierungsschwierigkeiten mit dem Fahrplan der öffentlichen Verkehrsmittel. Nach einigen Versuchen finden wir endlich die richtige Haltestelle, die uns zu unserem Hostel bringt. Die Fahrt dauert vom Zentrum aus eine 3/4 Stunde.
Im Hostel herrscht eine lockere Wohnzimmeratmosphäre. Als erstes ziehen wir die Schuhe aus (ist Pflicht), denn der Boden ist überall mit Teppich ausgelegt. Das Haus ist 3-stöckig, hat eine neu ausgestattete Küche, Terrasse mit Blick auf das Meer, Garten mit Sitzecke, Wohnzimmer, TV-Room, Internetzugang …wir fühlen uns sehr wohl.
weitere Infos unter: www.hostelseattle.com
Von unserem ersten Tag in Seattle bleibt nicht mehr viel übrig, wir laufen noch einmal zum nächsten Supermarkt und kochen danach im Hostel “maccaroni & cheese”.
Der zweite Tag startet mit einem Toast-Frühstück und führt uns danach zum nahe gelegenen Strand, wo wir einen Spaziergang machen. Der Tag scheint nicht nur vom Wetter her vielversprechend zu werden, denn heute sind wir mit Tom und Natalie verabredet, die uns Seattle zeigen wollen.
Ecke, den Ballard Locks
Als nächstes haben wir von einem der Aussichtspunkte der Stadt einen super Blick auf Seattle. Von dort oben geht es nun nach Wir werden um 10:00 Uhr von ihnen mit dem Auto vor dem Hostel abgeholt und starten direkt zu unserer ersten Station: der Lachstreppe gleich bei uns um die Ecke. Als nächstes fahren wir zu einem der Aussichtspunkte von Seattle, dort haben wir einen super Blick auf die Stadt. Von dort oben geht es weiter bergab nach Downtown in die Bibliothek. Diese überrascht uns mit ihren bunten Räumen und der großen Auswahl an Möglichkeiten sehr positiv. Weiter geht’s zur Bank of America, bei der man in den 76. Stock fahren kann und von dort einen noch weiteren Blick über die Stadt genießt. Anschließend besuchen wir den Public Market, eine ganze Straße mit Markthallen, in denen man Blumen, Fisch, Gemüse, Kosmetikprodukte, gebatikte T-Shirts und vieles mehr kaufen kann.
Als wir langsam Hunger bekommen, schlendern wir noch durch die 5th Ave, bevor wir zu einem asiatischen Restaurant fahren. Dort lässt es sich Natalie nicht nehmen, uns alle zum Essen einzuladen. Nach kurzer Rast geht es weiter, Ziel ist der Lake Washington. Bei der Hitze sehnen wir uns alle nach etwas Abkühlung und schwimmen eine Runde. Da wir bevor wir ins Hostel zurückkehren noch ein paar Lebensmittel kaufen möchten, bietet Natalie an, uns bei einem Supermarkt vorbeizufahren und uns dann zum Hostel zurückzubringen. So viel Luxus hätten wir niemals erwartet! Dank Tom und Natalie haben wir alles Wichtige von Seattle an einem Tag gesehen und einen sehr schönen Tag gehabt.
Abends geht es erneut an den Strand, um den Sonnenuntergang anzusehen. An diesem Abend zeigt sich Seattle in seinen schönsten Farben!
Stanley Park
Stanley Park und seine Natur sind schön, aber das eigentlich beeindruckende sind die Tierbegegnungen aus nächster Nähe.
Da Vancouver als Stadt uns nicht übermäßig begeistert, dafür die Natur rundherum umso mehr, beschließen wir den heutigen Tag dem Stanley Park zu widmen. Er befindet sich auf einer Halbinsel zwischen Downtown und West bzw.
North Vancouver
Direkt nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Zuerst spazieren wir um die Ostspitze herum, um danach tiefer in den Wald vorzudringen. Es ist sehr ruhig hier und im Wald sind nur wenige Menschen unterwegs. Ab und zu gelangen wir an die Küste und rasten an einem Strand. Da Sven immer noch ziemlich käsig ist, nutzt er die Mittagspause um sich ein bisschen den Oberköper zu bräunen. Viele Leute sind schwimmen und auch Sven meint, dass das Wasser badewannenwarm sei.
Das Beste erleben wir jedoch gegen Ende unseres Spaziergangs: Sven kommt ganz nah an ein Eichhörnchen ran, wir erleben fünf Waschbären aus nächster Nähe, sich sonnende Schildkröten, beobachten Fischreiher, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Unser Aufenthalt in Kanada ist wirklich von Tierbeobachtung geprägt und wir sind davon total begeistert.
Gegen 15 Uhr treten wir den Rückweg an und machen einen Abstecher über Chinatown, wo wir in dem chinesischen T&T Supermarkt einkaufen. Wir wollen es noch einmal ausnutzen, dass unser Hostel eine Küche besitzt! Auf dem Heimweg begegnen wir hier wie so oft ziemlich vielen Junkies. Es ist nicht zu übersehen, dass Vancouver ein Drogenproblem hat!
Abends wird gekocht und dann unternehmen wir noch einen Spaziergang durch das abendliche Vancouver.