Bootstour durch die Halong Bucht

Heute beginnt unsere Tour mit dem Bus zur Halong Bay, wo wir später mit dem Schiff die einzelnen Inseln und eine Höhle erkunden

Um 7 Uhr gehen wir frühstücken um rechtzeitig fertig zu sein, wenn uns unser Guide abholen kommt. Wir gehen in das kleine Restaurant um die Ecke und bekommen ein gehaltvolles Frühstück. Zurück im Hotel ergibt sich ein Gespräch mit einem Deutschen, der wissen will, ob uns hier auch Geld geklaut wurde. Wir können glücklicherweise verneinen, da wir immer unsere Wertsachen in unseren Paksafes bei uns getragen haben, doch er erzählt uns, dass es wohl nicht unüblich ist, dass während der Abwesenheit der Gäste etwas Geld aus zurückgelassenen Portemonnaies verschwindet, aber nie so viel, dass es gleich auffällt, Nun beschließen wir, noch vorsichtiger zu sein. Pünktlich um 8 Uhr steht unser Guide vor der Tür, der leider weit weniger gut Englisch spricht als angekündigt und wir fragen uns, was sich noch alles als anders herausstellt. Kurz später wissen wir es: die Gruppengröße! Statt der versprochenen Höchstteilnehmerzahl von 16 Personen quetschen wir uns zu 28. in den Minivan und am Anleger stoßen noch mehr dazu. Doch bevor wir dort ankommen, halten wir noch eine halbe Stunde in einem großen Handwerksladen, wo wir ganz dezent drauf hingewiesen werden, ob wir nicht etwas kaufen möchten. Wir nutzen den Halt als Klopause und steigen zurück in den engen Bus.

Um 14:00 Uhr erreichen wir mit knurrendem Magen endlich den Anleger und treffen auf den zweiten Teil der Gruppe. Nun sind wir über 30 Leute und als wir das Boot betreten, ist jeder auf der Suche nach einem Plätzchen. Unser Guide, der uns mittlerweile schon ziemlich nervt, weil wir schon öfters Dinge gefragt haben und dann nie eine Antwort bekommen haben, macht nun die Runde und sammelt von jedem, der die Z Tagestour macht, den Pass ein. Auf die Frage, für was er den brauche, bekommen wir nur die Antwort: Es ist für die Unterkunft. Später stellt sich heraus, dass es als Druckmittel einbehalten wird, damit die Rechnung für die Softdrinks, die nicht im Preis inbegriffen sind, bezahlt wird. Kurze Zeit später wird zu Tisch gebeten und wir bekommen ein wirklich umfangreiches Mittagessen, auch wir Vegetarier. Es wird ein extra Veggietisch zusammengestellt und so haben wir eine nette Gruppe mit einem australischen Paar und einem Koreaner. Das erste wirklich erfreuliche an unserer Tour.

Nun wo jeder fertig ist mit essen, stechen wir endlich in See. In der Ferne sehen wir schon die hohen Felsen im Wasser aufragen und ab und zu passieren wir einige kleine Fischerboote. Der erste Programmpunkt für heute ist eine Höhle, die erst 1993 von einem Fischer entdeckt wurde und später wie die ganze Bucht zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Schon beim Einlaufen in die Bucht, werden wir über Lautsprecher informiert, wohin wir gehen müssen und wie wir uns verhalten sollen. Wir haben 40 Minuten Zeit um uns die riesige Höhle von innen anzusehen und sind der Größe und Höhe wirklich beeindruckt. Was leider auch auffällt, ist, dass nicht alles natürlich ist und viele Springbrunnen und Fontänen nachträglich eingebaut wurden, was uns etwas an Disneyland erinnert. Dennoch sind die vielen Steinformen und Stalagtiten und Stalagmiten auf jeden Fall einen Besuch wert, Auf der anderen Seite wartet unser Kapitän bereits abfahrtbereit um uns zu einer Bucht zu bringen, wo die Gruppe in kleinere Gruppen aufgeteilt werden. Am Sonnendeck bekommen wir ein Gespräch unseres Guides mit, der sich vor einer Teilnehmerin verantworten muss die 120$ p.P. bezahlt hat und nur das gleiche Programm kriegen soll was wir für 40$ p.P, kriegen. Ab diesem Zeitpunkt steht für uns fest, dass wir wohl in eine von den Tourifallen geraten sind, vor denen uns der Lonely Planet gewarnt hatte) An Land verlässt der größte Teil der Grüppe das Boot und wird in Hotels und einem anderen Boot untergebracht. Wir können an Board bleiben und kriegen eine wirklich sehr gemütlich und gut ausgestattete zweier Kabine. Laut Programm kommt nun ein Halt zum Kajak fahren, baden oder wandern, worauf wir uns schon sehr gefreut haben, um einen guten Blick über die Bucht zu bekommen.

Unser Guide bietet uns aber nur die Möglichkeit zu baden oder uns mit den 16 Leuten auf 4 Kajaks zu verteilen, aber von Trekking ist nicht die Rede! Allmählich werden wir echt sauer, denn das Trekking war ein Grund warum wir uns für diese Tour entschieden haben. Wir diskutieren einen Moment mit unserem Guide, merken aber, dass er uns nicht mehr weiter zuhört. Er verschwindet wieder einmal einfach. Also schnappen wir uns ein Kajak und paddeln eine Runde um die kleine nahegelegene Insel, vorbei an den Fischerhäusern, und machen das Beste aus der Situation.

Zurück an Board wird nach einer kurzen Dusche Dinner serviert, was wieder einmal reichlich, lecker und vietnamesisch ist. Danach finden wir uns mit einer Gruppe Engländern (Joe, Roby, Anna) und einem Iren (Brian) zusammen und spielen das altbewährte Shithead Kartenspiel. Die Gruppe ist am Beginn ihrer 12-monatigen Reise und so wird viel gefragt und erklärt. Der Abend vergeht mit spielen und quatschen wie im Fluge. 

In den Gassen von Hanoi

Wir ziehen in ein günstigeres Hotel um, buchen eine Tour in die Halong Bay und nutzen die restliche Zeit für Sightseeing im Old Quarter und den Besuch des Wasserpuppentheaters 

Nach dem im Preis inbegriffenen Frühstück verlassen wir unter einem Vorwand das Holiday Hotel und gehen auf Hostelsuche, da wir die nächste Nacht gerne in einem günstigeren Hotel übernachten wollen. Heute sieht die Lage schon besser aus und direkt um die Ecke werden wir fündig. Das billigste Hotel ist das Relax (Tham Thong) Hotel, das in einer kleinen lebhaften Gasse liegt. Für 85 ist das Zimmer um einiges billiger, aber auch von der Ausstattung auf keinen Fall vergleichbar. Wir checken im einen Hotel aus und im anderen direkt ein. Nachdem wir das hinter uns gebracht  haben, steht ein weiterer organisatorischer Punkt auf unserer To-D0-Liste: eine günstige, aber gute Halong Bay Tour finden und buchen. Angebote gibt es zwar Massenweise, doch es soll auch viele  schwarze Schafe unter den Reisebüros geben (Fälschungen der richtigen Reisbüros) und jede Tour ist etwas anders. Nachdem wir kreuz und quer in der Stadt umher gelaufen sind und schon mehrmals fast von Rollern oder Cyclos überfahren wurden, sind wir ziemlich geschafft und genauso schlau wie vorher.

Überall wird einem das Blaue vom Himmel versprochen und man weiß wirklich nicht, wem man trauen kann. Die renommierten Reiseveranstalter verlangen alle Preise, die wir nicht zahlen können und bei allen anderen, ist nicht sicher, welche Überraschungen einen erwarten. Etwas hilflos und genervt entscheiden wir uns, beim im The Whole Earth Restaurant untergebrachten Discovery Tours Reisebüro zu buchen, wo uns mit 40$ ein guter Preis gemacht wird (für Bus, Boot, Nacht an Bord im Doppelzimmer, Essen, Kajaks). Danach sind wir erleichtert und gönnen uns erst einmal ein leckeres Mittagessen im The Whole Earth Restaurant, das nur vegetarische Gerichte anbietet und deshalb eine große Auswahl für uns hat. 

Im Anschluss können wir durch das Old Quarter schlendern, was viele Handwerksläden beheimatet und sehr bunt ist. Überall begegnen uns die typischen Hüte tragenden Frauen mit ihren Korbgestellen voller Gemüse und Obst. Es herrscht ein solches Gewimmel, dass es schwer ist durch den ganzen Verkehr und Verkäufer einen Weg zu bahnen. Und doch fühlen wir uns wohl inmitten der vielen Gerüche und Farben. Gegen Nachmittag kommen wir am Städtischen Wasserpuppentheater vorbei und werden auf ein Schild aufmerksam, auf dem steht, dass es nur noch Karten für die in 10 Minuten beginnende 15:30 Uhr Vorstellung gibt. Kurzentschlossen kaufen wir welche und sitzen kurz später erwartungsvoll im Theatersaal. Zu vietnamesischer Musik, die von 7 Musikern am Rand der Bühne gespielt wird, erscheinen verschiedene Puppen im Wasser und stellen kurze Szenen aus dem ländlichen Leben, religiöse Zeremonien und Mythen nach. Das Ganze ist nett gemacht und gut verständlich, wir erkennen viele schon selbst beobachtete Situationen wieder. Nach der einstündigen Vorstellung machen wir uns auf zum Dong Xuan Market, der aber um diese Zeit seine Pforten schließt und mit Alltagsutensilien für uns nicht so reizvoll ist. Also drehen wir wieder um, kehren kurz zurück zum Hotel und begeben uns anschließend auf die Suche nach einem Restaurant fürs Abendessen. An jeder Straßenecke sitzen Einheimische auf kleinen Hockern vor winzigen Garküchen und essen Schnecken oder Seafood, doch da es hier selten etwas für Vegetarier gibt, ziehen wir es vor, in einem Restaurant zu essen. Schließlich setzen wir uns in ein kleines Lokal, wo es traditionelles Essen gibt und probieren Nordvietnamesische Frühlingsrollen aus, die ganz anders schmecken, als die Frühlingsrollen, die wir bis jetzt gegessen haben, Auf einer Platte werden die verschiedenen Zutaten wie Reisnudeln, Tofu, Karotten, Salat, verschiedene Kräuter und Reispapier gebracht, woraus man sich dann selbst die Frühlingsrollen zusammenstellt und die Sojasauce oder eine süß- sauer Soße tunkt, bevor man sie isst. Interessant!

Da heute Valentinstag ist, sind einige Restaurants geschmückt und überall werden rosafarbene Herzluftballons zum Verkauf angeboten. Wir interessieren uns aber mehr für den Nachtmarkt, auf dem Kleidung, Taschen und Kunsthandwerk angeboten wird. Doch das Gedränge ist so groß, dass wir nach einer Weile in eine Seitenstraße flüchten. Wir sind diesmal ohne Stadtplan aus dem Haus gegangen und verlaufen uns prompt im Gewirr der kleinen Straßen bis wir glücklicherweise ein Restaurant wiedererkennen und feststellen, dass wir die ganze Zeit in direkter Nähe unseres Hotels herumirren. Zurück im Hotel packen wir unsere Rucksäcke für die morgige Tour und legen uns schlafen. 

Bus Vientiane nach Hanoi

Wir hoffen mit diesem Beitrag einigen Backpackern weiterhelfen zu können, die ein Busticket von Vientiane nach Hanoi kaufen möchten.

Auf der Lonely Planet und Travelpod Seite findet man einige Schreckensgeschichten nach dem Motto “Busdrive to hell” zu diesem Thema, der nur mit einer umständlichen 4 Tage Tortur aufgelöst wird, wenn man nicht ein Flugticket für 130$ p.P kaufen möchte. Vielleicht kann euch unsere Variante behilflich sein. Wir haben den halben Tag mit der Recherche für das Ticket verbracht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

In jedem Reisebüro ist die Rede von einem einzigen Bus, was nicht der Wahrheit entspricht. Bei unserer Abfahrt standen mehr als 5 Busse zur Abfahrt bereit, die von Vientiane nach Hanoi gefahren sind.

 

Wo das Busticket kaufen?

Unser Ticket haben wir am That Dam Kreisel (in der Nähe der amerikanischen Botschaft) bei einem kleinen unscheinbaren Laden für 18$ pro Person gekauft. Leider wissen wir nicht mehr genau wie der Laden heißt, aber wenn man der Chantha Khoumane Road (vom Mekong kommende Straße) folgt, ist dieser auf der gegenüberliegenden Seite des Kreisel gleich links zu finden, Dort werden auch Taschen, Tücher usw. verkauft.

Die Busfahrt

Grundsätzlich wie bei allen Busfahrten sollte man natürlich auf seine Sachen aufpassen, unser Gepäck wurde vom Busfahrer hinten auf dem Fünferplätzen deponiert, was sehr praktisch war um alles im Auge zu behalten. Unsere Busfahrt war den Umständen entsprechend okay! Wir waren etwa 26 Stunden unterwegs, was normal ist. Unser Bus war kleiner als andere und noch relativ neu. Wir hatten keinen Motorschaden und wenn man auf Toilette musste, hat man einfach dem Fahrer Bescheid gesagt, der dann auf einem freien Feld gehalten hat. Es gab verschiedene Stopps, wo man warme Mahlzeiten kaufen konnte. Das Einzige, was super genervt hat war, dass keiner des Personals Englisch konnte, um uns z.B. zu erklären wie der Grenzübergang vonstatten gehen sollte, und die ganze Zeit sehr laut vietnamesische Musik lief und/oder ein Film von Misswahlen und strippenden Mädels gezeigt wurde (nur männliche Passagiere). Ohrenstöpsel und Schlafmaske können also von Vorteil sein! Außerdem legten es die Fahrer ab der Grenze drauf an, noch Passagiere anzuwerben, was zu pausenlosen Hupkonzerten führte um in den Städten Leute aufmerksam zu machen und auch zu häufigem Anhalten und Gequetsche im Bus (wohl eine Möglichkeit für die Busfahrer sich Taschengeld zu verdienen).

Tipps für den Grenzübergang Laos nach Vietnam

Man sollte sich für den Grenzübergang noch ein paar Kip und Dollar aufheben, denn wir mussten 21000 Kip (für 2 Personen) für irgendwelche Bearbeitungsgebühren an verschiedenen Schaltern bezahlen (und das obwohl wir ein Visum besaßen). An der Grenze herrschte dann bei uns etwas Chaos, weil uns keiner erklären konnte, was zutun war. Wir sind dann selbstständig in das Grenzgebäude gegangen und mussten dort unseren Reisepass mit dem Visa und der ausgefüllten Departure-Card (kann man auch am Schalter erhalten) an einem Schalter abgeben und warten bis dieser kontrolliert und freigegeben war. Problematisch war nur, dass davor ein riesiges ungeordnetes Gedränge herrschte.

Wenn man dann seinen Stempel für die Ausreise hat, geht man im gleichen Gebäude einen Gang entlang zu den Grenzbeatmen und befindet sich danach in einem unabhängigen Grenzraum. Es ist dann gutes Stück zu Fuß zu laufen (der Bus hat uns mitgenommen, weil wir schon im Gebäude sehr viel Zeit verloren hatten) bis man die Grenze von Vietnam erreicht. Dort muss man dann wieder die Arrival-Card ausfüllen und mit dem Reisepass abgeben (vermutlich Personencheck ob man vorbestraft ist). Anschließend bezahlt man dort eine Gebühr und dann nochmal am Schalter daneben, wo wir eine Quittung bekamen, die man während des Aufenthaltes im Reisepass behält. Danach mussten wir unsere Taschen aus dem Bus holen und die Grenze d.h. ein Durchleuchtungsgerät passieren. Danach dauerte es eine Weile bis der Bus kam. Das wars dann aber auch!

Um mit dem Bericht auch weiterhin Backpackern eine Hilfe zu sein, hinterlasst bitte einen Kommentar, ob die Busfahrt okay war, mit dem Ticket alles geklappt hat oder wenn es sonstige Anmerkungen zu der Fahrt gibt, die anderen in Zukunft weiterhelfen können. 

Bus Vientiane nach Hanoi

Wir hoffen mit diesem Beitrag einigen Backpackern weiterhelfen zu können, die ein Busticket von Vientiane nach Hanoi kaufen möchten.

Auf der Lonely Planet und Travelpod Seite findet man einige Schreckensgeschichten nach dem Motto “Busdrive to hell” zu diesem Thema, der nur mit einer umständlichen 4 Tage Tortur aufgelöst wird, wenn man nicht ein Flugticket für 130$ p.P kaufen möchte. Vielleicht kann euch unsere Variante behilflich sein. Wir haben den halben Tag mit der Recherche für das Ticket verbracht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:

In jedem Reisebüro ist die Rede von einem einzigen Bus, was nicht der Wahrheit entspricht. Bei unserer Abfahrt standen mehr als 5 Busse zur Abfahrt bereit, die von Vientiane nach Hanoi gefahren sind.

 

Wo das Busticket kaufen?

Unser Ticket haben wir am That Dam Kreisel (in der Nähe der amerikanischen Botschaft) bei einem kleinen unscheinbaren Laden für 18$ pro Person gekauft. Leider wissen wir nicht mehr genau wie der Laden heißt, aber wenn man der Chantha Khoumane Road (vom Mekong kommende Straße) folgt, ist dieser auf der gegenüberliegenden Seite des Kreisel gleich links zu finden, Dort werden auch Taschen, Tücher usw. verkauft.

Die Busfahrt

Grundsätzlich wie bei allen Busfahrten sollte man natürlich auf seine Sachen aufpassen, unser Gepäck wurde vom Busfahrer hinten auf dem Fünferplätzen deponiert, was sehr praktisch war um alles im Auge zu behalten. Unsere Busfahrt war den Umständen entsprechend okay! Wir waren etwa 26 Stunden unterwegs, was normal ist. Unser Bus war kleiner als andere und noch relativ neu. Wir hatten keinen Motorschaden und wenn man auf Toilette musste, hat man einfach dem Fahrer Bescheid gesagt, der dann auf einem freien Feld gehalten hat. Es gab verschiedene Stopps, wo man warme Mahlzeiten kaufen konnte. Das Einzige, was super genervt hat war, dass keiner des Personals Englisch konnte, um uns z.B. zu erklären wie der Grenzübergang vonstatten gehen sollte, und die ganze Zeit sehr laut vietnamesische Musik lief und/oder ein Film von Misswahlen und strippenden Mädels gezeigt wurde (nur männliche Passagiere). Ohrenstöpsel und Schlafmaske können also von Vorteil sein! Außerdem legten es die Fahrer ab der Grenze drauf an, noch Passagiere anzuwerben, was zu pausenlosen Hupkonzerten führte um in den Städten Leute aufmerksam zu machen und auch zu häufigem Anhalten und Gequetsche im Bus (wohl eine Möglichkeit für die Busfahrer sich Taschengeld zu verdienen).

Tipps für den Grenzübergang Laos nach Vietnam

Man sollte sich für den Grenzübergang noch ein paar Kip und Dollar aufheben, denn wir mussten 21000 Kip (für 2 Personen) für irgendwelche Bearbeitungsgebühren an verschiedenen Schaltern bezahlen (und das obwohl wir ein Visum besaßen). An der Grenze herrschte dann bei uns etwas Chaos, weil uns keiner erklären konnte, was zutun war. Wir sind dann selbstständig in das Grenzgebäude gegangen und mussten dort unseren Reisepass mit dem Visa und der ausgefüllten Departure-Card (kann man auch am Schalter erhalten) an einem Schalter abgeben und warten bis dieser kontrolliert und freigegeben war. Problematisch war nur, dass davor ein riesiges ungeordnetes Gedränge herrschte.

Wenn man dann seinen Stempel für die Ausreise hat, geht man im gleichen Gebäude einen Gang entlang zu den Grenzbeatmen und befindet sich danach in einem unabhängigen Grenzraum. Es ist dann gutes Stück zu Fuß zu laufen (der Bus hat uns mitgenommen, weil wir schon im Gebäude sehr viel Zeit verloren hatten) bis man die Grenze von Vietnam erreicht. Dort muss man dann wieder die Arrival-Card ausfüllen und mit dem Reisepass abgeben (vermutlich Personencheck ob man vorbestraft ist). Anschließend bezahlt man dort eine Gebühr und dann nochmal am Schalter daneben, wo wir eine Quittung bekamen, die man während des Aufenthaltes im Reisepass behält. Danach mussten wir unsere Taschen aus dem Bus holen und die Grenze d.h. ein Durchleuchtungsgerät passieren. Danach dauerte es eine Weile bis der Bus kam. Das wars dann aber auch!

Um mit dem Bericht auch weiterhin Backpackern eine Hilfe zu sein, hinterlasst bitte einen Kommentar, ob die Busfahrt okay war, mit dem Ticket alles geklappt hat oder wenn es sonstige Anmerkungen zu der Fahrt gibt, die anderen in Zukunft weiterhelfen können. 

Über die Grenze nach Vietnam

Gegen Morgen passieren wir die Grenze nach Vietnam und verbringen den restlichen Tag im Bus, um abends Hanoi zu erreichen

Wir erreichen gegen Morgen die Grenze von Vietnam und es dauert einige Zeit bis wir die üblichen Formalien wie Passkontrolle, Departure/Arrivalcard, Gebühren usw. erledigt haben. Der Bus hält dann zur Mittagszeit bei einem lokalen Restaurant, aber leider haben wir noch keine Vietnamesischen Dongs und wir wollen unsere letzten Dollar nicht aus dem Fenster werfen, deshalb entscheiden wir uns für eine Packung Kekse, die wir an der Grenze mit den letzten Kip gekauft haben. Vom Bus aus können wir den Reisbauern beim Ernten zu sehen und bekommen so schon  Wir erreichen gegen Morgen die Grenze von Vietnam und es dauert einige Zeit bis wir die üblichen Formalien wie Passkontrolle, Departure/Arrivalcard, Gebühren usw. erledigt haben. Der Bus hält dann zur Mittagszeit bei einem lokalen Restaurant, aber leider haben wir noch keine Vietnamesichen Dongs und wir wollen unsere letzten Dollar nicht aus dem Fenster werfen, deshalb entscheiden wir uns für eine Packung Kekse, die wir an der Grenze mit den letzten Kip gekauft haben. Vom Bus aus können wir den Reisbauern beim Ernten zu sehen und bekommen so schon unsere ersten Eindrücke von Vietnam. Bei allen Pinkelpausen ist keine ATM Maschine in der Nähe und so müssen wir uns bis zur Ankunft gedulden. Wir kommen mit 2 Stunden Verspätung beim südlichen und etwas außerhalb gelegenen Busbahnhof an und sind ziemlich geschafft. Da es zu Fuß zu weit zum Zentrum ist (9km), nehmen wir uns ein Taxi mit Taximeter (Abrechnung per Meter). Nun ist es schon 19:00 Uhr und es ist Freitag. Die meisten Unterkünfte, die wir uns im Lonely Planet rausgesucht haben, sind bereits voll. Im Manh Dung Guesthouse wird uns Hilfe angeboten und so landen wir zum Spezial-Preis von 155 im Holiday Hotel mit Frühstück, das um die Ecke liegt. Das Zimmer ist das mit Abstand schickste, was wir bis jetzt hatten und sehr edel. 50 schmeißen wir gleich einmal den Fernseher an und können sogar deutsche Nachrichten gucken. Beim Internetcafé um die Ecke gibt es eine schnellere Internetverbindung als im Hotel und so legen wir gleich noch mal eine Skype-Session ein. Müde fallen wir ins Bett und freuen uns auf die morgige Erkundungstour von Hanoi.

Vientiane, eine verschlafene Kapitale

Den Tag in Vientiane nutzen wir für die Planung der nächsten Tage und sehen uns die wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt an. Abends steigen wir in den Bus nach Hanoi

Der Reiseführer weist nicht soviel aus, was uns hier in Vientaine interessiert, deshalb beginnen wir den Tag mit einer ausführlichen Internetrecherche um unsere Weiterreise nach Hanoi (Vietnam) (siehe Bus von Vientiane nach Hanoi) zu organisieren. Leider hilft uns das Internet nicht wirklich weiter, sondern verängstigt uns eher mit Schauergeschichten über die Busfahrt und so beschließen wir, uns auf den Weg zu verschiedenen Reiseagenturen zu machen, um die Möglichkeiten vor Ort in Erfahrung zu bringen. Wir klappern einige Reisebüros ab und arbeiten uns dabei Richtung Morning Market (Talat Sao) vorwärts. Am Markt angekommen, der größtenteils in einem Gebäude untergebracht ist, finden wir eine große Auswahl von Waschmaschinen, Fernseher, Schreibwaren, Kochutensilien und vielen anderen Sachen, die uns nicht wirklich interessieren, vor. Wir vermissen die vielen bunten Handwerksstände von Luang Pabang und machen uns nach einer frischen Waffel zu Fuß weiter auf den Weg zum Torbogen, Dieser hat starke europäische Züge und wurde nach dem Vorbild des französischen Arc de Triomphe errichtet heißt aber Patouxai. Das Geld für den Aufstieg sparen wir uns, denn der Ausblick scheint unserer Meinung nicht allzu vielversprechend zu sein. Auf dem Rückweg zu unserem Hostel haben wir nun auch endlich unser Busticket nach Hanoi gebucht und können noch rechtzeitig auschecken. Die Backpacks können wir im KPP Hostel unterstellen, um uns dann noch in Ruhe etwas die Tempel der Stadt anzusehen. Während unserer Tempeltour begegnen wir einer Hängemattenverkäuferin und Sven kann noch ein Schnäppchen schlagen. Mittags essen wir im günstigen und empfehlenswerten indischen Restaurant Taj Mahal.

Gegen Spätnachmittag sind wir dann beim Regierungsgebäude angelangt und beschließen, hier unsere Sightseeingtour zu beenden, um uns noch in Ruhe ein paar Besorgungen für die 24 Stunden Fahrt nach Hanoi zu machen. Mit vollen Rucksäcken werden wir an unserem Hostel von einem Shuttlebus abgeholt und zum Busbahnhof gebracht, wo uns ein kleiner gut ausgestatteter Bus erwartet und wir beruhigt schlafen können. 

Tubing in Vang Vieng

Wir beginnen morgens mit Reifen rutschen, nehmen dann den Bus der Einheimischen nach Vientiane, wo wir den Tag bei Nudelsuppe am Mekong ausklingen lassen

Ziemlich früh klingelt unser Wecker, weil wir viel vorhaben und gegen Mittag mit dem Bus nach Vientiane fahren möchten. Doch zuerst einmal wird in einem kleinen Restaurant gefrühstückt· Kurz bevor um 8:30 Uhr der Reifenverleih aufmachen soll, stehen wir dort vor der Tür. Es herrscht schon ein reges Treiben von Laoten, die ein- und ausgehen, doch uns scheint niemand zu beachten. Wir gedulden uns fast eine halbe Stunde   und dann wird plötzlich der Laden verriegelt. Irritiert sprechen wir einen Mann an, der uns erklärt, dass heute eigentlich geschlossen ist. Netterweise führt er uns aber zu einem anderen Verleih. Wir wollen jetzt endlich durchstarten, müssen jedoch feststellen, dass eine hohe Kaution verlangt wird. Dafür reicht unser Geld nicht und wir eilen zurück zum Guesthouse. Endlich bekommen wir unseren Reifen, doch die Tuk Tuk Fahrt ist nur kostenlos, wenn 4 Leute zusammenkommen. So früh am Morgen scheint niemand an “Tubing” interessiert zu sein, sodass wir notgedrungen auch noch etwas für die Fahrt drauflegen müssen. Doch da wir etwas unter Zeitdruck stehen, wird es höchste Zeit für uns, loszukommen. Wir werden außerhalb der Stadt mit unseren LKW-Reifen am Fluss ausgesetzt und schwingen uns auf unsere neuen aufblasbaren Fahrzeuge. Mal geht es schneller mal langsamer voran, fest steht nur, dass wir zu dieser Zeit die Einzigen sind und sonst das Reifen rutschen eher eine etwas andere Art ist, zu feiern und Barhopping zu betreiben, denn auf dem ersten Stück reihen sich Bars und Sprungtürme aneinander, Doch uns ist morgens noch nicht nach Bars besuchen, d.h. wir steigen nicht aus und behalten unseren Kurs stromabwärts bei. Nach einer Weile wird es ruhiger und auch das Wasser weist keine Stromschnellen mehr auf. Also müssen wir paddeln, was sich auf die Dauer als ziemlich anstrengend herausstellt. Doch die Aussicht auf die rundherum steil aufragenden Berge belohnt uns für unsere Mühe. Leider drängt bald die Zeit und wir müssen uns etwas ranhalten, um rechtzeitig um 12 Uhr auszuchecken und zum Busbahnhof zu fahren. Um 11:30 Uhr steigen wir aus dem Wasser, geben die Reifen ab und stürmen ins Hostel. in Windeseile packen wir unsere Taschen und organisieren uns ein Tuk Tuk zum Busbahnhof. Leider müssen wir, da wir keine KIP mehr haben, auf das Mittagessen verzichten und begnügen uns mit Banane und Mandarine. Wir nehmen den günstigsten Bus, den wir finden, und sitzen wenige Minuten später in einem klapprigen, rostenden Fahrzeug. Dafür besitzt es umso mehr Atmosphäre: Es fahren fast nur Einheimische mit, es werden Pinkelstops auf freiem Feld abgehalten und bald werden seltsame Knollen herumgereicht, die alle essen. Auch wir bekommen welche angeboten und werden angewiesen, wie sie zu schälen sind. Der Geschmack entpuppt sich als unserer Kohlrabi ähnlich und der ganze Bus verbringt seine Zeit mit essen und die Schalen aus dem Fenster werfen. Die Fahrweise ist wie immer haarsträubend und überall steigen Leute zu, sodass der Bus sehr voll wird. Und doch erreichen wir sicher und fast pünktlich Vientiane, Mittlerweile haben wir Bekanntschaft mit zwei Dänen gemacht und auch der Koreaner aus Luang Pabang sitzt lustigerweise im gleichen Bus.

Zu 5. begeben wir uns auf Hostelsuche, müssen aber bald feststellen, dass es erstens recht teuer und zweitens schon ziemlich voll ist. Also splitten wir uns auf und Sven organisiert für uns zwei ein zentral gelegenes Hostel: das KPP Guesthouse. Wir müssen zwar etwas tiefer in die Tasche greifen als geplant, doch bei dem Besucheransturm können wir froh sein, überhaupt noch ein Zimmer zu finden (wenige Stunden später sieht man kein Guesthouse mehr, dass nicht signalisiert, dass alle Zimmer belegt sind). —Uns knurrt nun der Magen und wir schlendern zum Mekong, wo nette Restaurants, sein sollen. Statt Restaurants finden wir eine Art Nachtmarkt vor, die Essensstände haben aber alle Sitzmöglichkeiten direkt am Fluss und wir kommen gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Wir lassen uns die hier überall verkaufte Gemüse-Glasnudel-Suppe schmecken und schlendern noch ein wenig durch die sehr überschaubar wirkende Stadt, bevor wir ins Bett fallen. 

Von Luang Pabang nach Vang Vieng

Frühmorgens beobachten wir die alltägliche Zeremonie der Bettelmönche in Luang Pabang und nehmen dann den Bus Richtung Süden nach Vang Vieng

Luang Pabang um 6:00 Uhr: Die Sonne hat sich hinter den Hügeln noch nicht hervorgewagt und die Straßen sind nebelverhangen. Dennoch herrscht schon reger Verkehr auf den Straßen und einige der Bewohner stehen wartend — wie wir- mit prall gefüllten Tellern mit Früchten, Reis und Gebäck an der Straße. Wir nehmen auf einer Bank in der Nähe eines Tempels Platz und warten. Es dauert einige Minuten dann ertönen die tiefen Gongs aus der Richtung des Tempels und eine Gruppe von Mönchen macht sich auf den Weg durch die Stadt, um die Gaben entgegen zu nehmen. Die Bewohner von Luang Pabang knien während dieser Zeit, um den Mönchen den entsprechenden Respekt entgegen zu bringen. Leider ’gibt es auch ein paar Touristen die mit ihren Fotoapparaten stehend ein Blitzlichtgewitter auslösen und dadurch die Zeremonie etwas stören.

Danach machen wir uns gleich mit dem Tuk Tuk auf den Weg zum Busbahnhof, von wo aus wir den Bus weiter nach Vang Vieng nehmen. Der öffentliche Bus ist wahrscheinlich schon älter als wir beide zusammen und wir hoffen, dass wir ohne Probleme ankommen.

Vang Vieng

Der Bus stoppt nach einer kurvigen Fahrt durch die Berge und vorbei an Dörfern, die nur aus Strohhütten bestehen, an der Bushaltestelle in Vang Vieng und nach einem kurzen Rundumblick steht fest, dass wir nicht im Zentrum sind. Wir schieben uns aus dem Bus und an den Tuk Tuk Fahrern vorbei. Der genauere Blick auf die Karte zeigt, dass wir mehr als 3 km vom Zentrum entfernt sind. Es dauert nicht lange und wir haben uns zu einer Gruppe von fünf Leuten zusammengeschlossen und fahren nach den üblichen Preisverhandlungen mit dem Tuk Tuk ins Zentrum. Vor Ort laufen wir einige Hostels ab und finden beim Nana Guesthouse eine günstige und gut ausgestattete Unterkunft (Ventilator, heiße Dusche, nettes Zimmer für 7 US$).

Beim Bummeln durch Vang Vieng fallen uns gleich die vielen Restaurants auf, die mit süchtigen “Friends” (US Serie) Fans gefüllt sind. Allmählich  nähern wir uns dem Flussufer und können dort wieder einmal beobachten wie die alltägliche Waschzeremonie (Kleidung und Körper) von den Kindern durchgeführt wird. Hier stoßen wir auch auf jede Menge Reifenträger, die gerade von ihrem “Tubing” Tag (siehe nächster Bericht) zurückkommen. Die Sonne ist bereits am untergehen und wir finden in einem kleinen Restaurant am Fluss ein gemütliches Plätzchen, wo wir eine typisch laotische Suppe schlürfen. Auf dem Rückweg checken wir noch kurz E-Mails und gesellen uns zu den Seriensüchtigen um 1-2 Folgen “Friends” mitzuschauen, die aber dann doch mehr werden. 

Durch Klöster und Tempel

Wir nutzen den Tag in Luang Pabang zum durch die Stadt schlendern und die vielen Klöster und Tempel zu besichtigen. Den Sonnenuntergang sehen wir uns vom Phi Si Berg an

Nach dem wenigen Schlaf der letzten Tage, lassen wir den Tag etwas ruhiger angehen. Wieder krähen ein paar Hahne als es hell wird, doch sind diese etwas weniger aufdringlich als die in Pakbeng. In Laos scheint Hahnengeschrei genau wie überall auf der Straße herumlaufende Hühner, streunende Katzen und Hunde dazuzugehören. Als erstes suchen wir uns nach dem Aufstehen ein Café zum Frühstücken, doch da uns die Preise sehr europäisch vorkommen, bestellen wir nur ein Fruchtshake, damit wir das kostenlose W-LAN nutzen können. Danach starten wir unsere Tour durch die französisch geprägten Straßen entlang der historischen Gebäude, die Weltkulturerbe sind. Zunächst folgen wir dem Nam Khan, der ebenso wie der Mekong die Innenstadt umfließt. Auffallend viele orange gekleidete, kahlrasierte Mönche sind in der Stadt unterwegs. Kein Wunder, bei der hohen Anzahl der Klöstern! In jeder Straße liegen ein paar Tempel, die meist von kleinen Gärten und Mönchsgebäuden umgeben sind. Der ganze Ort ist sehr malerisch und Amica nennt ihn Frühlingsort, da es überall blüht und nach Blumen duftet. In einem Tempel wird gerade ein Fest veranstaltet, in einem anderen Kloster wird musiziert und in einem Garten reparieren Mönche eine Stahlkonstruktion – man merkt, wie interessant und abwechslungsreich es ist, durch die Höfe und Straßen von Luang Pabang zu spazieren. Mittags setzen wir uns in ein kleines Lokal mit Aussicht auf den Fluss und lernen die laotische Küche kennen. Es folgen noch mehr Tempel und etwas entlegenere Straßen. Als wir auf dem Weg (auf der Rückseite des Berges ist der Eintritt kostenlos) zum Phu Si Berg sind, sehen wir eine ganze Schar Kinder im Nam Khan baden.

Wir haben jetzt schon mehrmals beobachtet, dass am späten Nachmittag Waschzeit ist und sich dann alle mit Seife in den Fluss begeben. Jetzt machen wir uns an den Aufstieg und genießen die Aussicht vom heiligen Berg aus auf die Stadt. Hier warten wir bis zum Sonnenuntergang, der ein rötliches Licht auf die Dächer und Flüsse Luang Pabangs wirft. Das Abendessen nehmen wir heute an einem der Marktstände ein, wo es ein sehr günstiges vegetarisches Buffet gibt (5.000 KIP ca.40 Cent pro Teller). Eine super Wahl, denn so lernen wir ganz außergewöhnliche Gemüse kennen und haben ein leckeres, authentisches und preisgünstiges Abendessen. In einem Restaurant trinken wir noch ein Fruitshake und nutzen wieder einmal nebenbei das kostenlose W-LAN. Dann lassen wir den Tag mit einem Nachtmarktbummel ausklingen und Sven ersteht laotische Kleidung bestehend aus Stoffhose und Hemd.

Bootstour nach Luang Pabang

Mit einiger Verspätung setzen wir unsere Slowboat—Tour auf dem Mekong fort und erreichen gegen Abend die charmante Stadt Luang Pabang

Etwas unausgeschlafen stehen wir um 6:15 Uhr auf, die Trommeln der Mönche und die Hähne haben uns seit 5 Uhr nicht mehr richtig schlafen lassen. Es ist noch dunkel, also schleichen wir mit unseren Taschenlampen ins Bad und packen erst später unsere Rucksäcke. Für 7:15 Uhr haben wir Frühstück bestellt, die Guesthouse-Besitzern ist schon seit einiger Zeit am kochen und vorbereiten, Kurz nachdem wir heruntergekommen sind, stehen dampfende, riesige Pancakes vor uns. Auch unsere belegten Baguettes sind schon fertig und wir können gleich aufbrechen. Da wir aber gut in der Zeit sind, erlauben wir uns einen Abstecher auf den Markt. Hier sitzen die Bäuerinnen mit Gemüse, getrockneten Gewürzen und Fleisch an ihren kleinen Tischen. Den größten Teil der angebotenen Ware haben wir noch nie gesehen. Staunend schlendern wir durch die engen Gänge. Doch nun müssen wir zum Anleger. Nirgendwo haben wir mit Sicherheit in Erfahrung bringen können, wann das Boot abfährt. In manchen Reiseführern steht 8 Uhr oder 8:30 Uhr. Es sind schon einige an Board, als wir eintreffen. Wir ergattern eine Holzbank und richten uns ein. Nach und nach trudeln immer mehr Leute ein… und diesmal ist das Schiff noch kleiner als vorher. Einige müssen stehen oder suchen sich ein Plätzchen im Gang oder auf dem Boden, doch irgendwie passen alle hinein. Die internationalen Passagiere machen das Beste daraus und jeder kommt mit jedem ins Gespräch. Manch ein Laote hat ein lebendes Huhn im Gepäck, das die 9 Stunden in einer Plastiktüte ausharren muss. Um 11 Uhr tuckern wir endlich mit viel Verspätung los. Wir verbringen die meiste Zeit mit Landschaftsbetrachtungen und Fotos schießen, kommen aber auch mit unserem Hörbuch ein ganzes Stück voran. Gegen Ende der Reise lernen wir eine Laotin kennen, die uns Tipps gibt, wo die besten Restaurants und Guesthouses zu finden sind. Außerdem gewährt sie uns ein paar Einblicke in ihre Kultur samt Bräuchen, was für uns sehr interessant ist.

Bei Sonnenuntergang kommen wir in Luang Pabang an, die Anlegestelle ist glücklicherweise sehr zentral gelegen, sodass wir uns zu Fuß auf Hotelsuche machen können. Spontan schließt sich uns ein Koreaner an, der auch auf dem Boot war. Einige Guesthouses sind voll, doch dann wir uns ein Zimmer in einem Haus angeboten, das von außen gar nicht als Hotel auszumachen ist. Der Raum ist nicht sehr schön, wirkt aber sauber und ist günstig. Also bleiben wir hier. Auf der Suche nach einem Restaurant schlendern wir die Hauptstraße entlang und erfreuen uns an den gemütlichen Bars und Restaurants. Leider sind die Preise im Vergleich zu Thailand hoch, doch ein indisches Lokal spricht uns preislich und von der Karte an. Wir bekommen leckeres scharfes Curry und einen hervorragenden Lassi gemacht. Auf dem Rückweg schlendern wir über den Nachtbazar und sehen viele schöne Dinge, die wir kaufen möchten. Wir beschränken uns auf einen Bettüberwurf mit Kissen und einen Anstecker. Entgegen aller Hinweise im Reiseführer, wird es mittlerweile lieber gesehen, wenn in Kip und nicht in US$ oder Baht bezahlt wird.

Nach einer schwierigen Verhandlungsphase einigen wir uns auf einen guten Preis und die Verkäuferin berührt mit dem Geld ihre anderen Waren, was wie sie glauben Glück bringt. Nach diesem positiven ersten Eindruck von der Stadt, freuen wir uns auf weitere Erkundungen.