Busfahrt von Pnom Penh nach Bangkok

Wir verbringen einen weiteren Tag im Bus, passieren die Grenze von Kambodscha nach Thailand und haben aber noch genug Reserven um uns ins Nachtleben auf der Khao San Road in Bangkok zu stürzen

Heute geht es für uns wieder Richtung Thailand. Um 7:00 Uhr stehen wir vor dem World Lounge Hotel und warten auf den Bus. Es dauert einige Zeit bis dieser uns endlich einsammelt und zum Neak ….. Tours & Travel bringt. Dort steigen wir in ein Taxi um und werden zu unserem letztendlichen Bus gefahren, mit dem wir bis zur Grenze fahren. Leider ist der Bus schon ziemlich voll und auch die Klimaanlage macht kein bisschen Wind mehr. Die Straßen sind wie vermutet sehr holprig und ungeteert. Nichts desto trotz verläuft die Fahrt ohne große Vorkommnisse und wir sind zufrieden mit dem Transfer für 10$ p.P.

Gegen Mittag erreichen wir die Grenze nach Thailand in Poipet und müssen unsere Taschen aus dem Bus durch den Zoll schleppen. Als wir aus dem Bus steigen drängen sich wieder einmal bettelnde Kinder und Verkäufer um uns und wir haben Mühe unsere Taschen im Auge zu behalten. Sven hat noch einen  Gummiball im Gepäck, den er einem von ihnen schenkt und dafür ein breites Lächeln von ihm bekommt, der Junge läuft noch ein paar Mal an uns vorbei und winkt uns happy zu (Jeden Tag eine gute Tat   2). Nach den üblichen Grenzformalitäten müssen wir noch einige Zeit warten bis es weitergeht. Wir nutzen die Zeit für einen Abstecher zum Geldautomaten. Dann geht die Reise endlich weiter und wir werden in kleine Minibusse verfrachtet, die um einiges neuer als der vorherige Bus sind und sogar eine funktionierende Klimaanlage haben. Die Straßen sind alle asphaltiert und so kommen wir schnell voran, was auch an der Fahrweise unseres Chaufeurs liegt. Auch das ständige hupen im Straßenverkehr ist beinahe völlig verschwunden.

Wir kommen im Feierabendverkehr in Bangkok an und so zieht sich das letzte Stück zur Khao San Road wie Kaugummi. Als wir endlich ankommen, sehen wir schon wieder einige Backpackerkollegen mit ihren Rucksäcken auf Zimmersuche umher irren. Daraufhin beschließen wir, der Konkurrenz aus dem Weg zu gehen, indem wir mit dem Tuk Tuk zum etwas außerhalb gelegenen Tavee Guesthouse fahren, wo wir schon einmal untergekommen sind. Das Tuk Tuk ist wegen der Hauptverkehrszeit auch etwas teurer als sonst, aber wir finden nach einigem Fragen doch ein Angebot, das akzeptabel ist.

Im Tavee Guesthouse sind schon fast alle Zimmer belegt und wir müssen in den sauren Apfel beissen und ein Zimmer für 450 Baht nehmen (vorher 350 Baht). Froh, dass wir jetzt ohne große Probleme ein Zimmer gefunden haben, machen wir uns zurück auf den Weg zur Khao San Road, wo wir uns ins Nachtleben mit all seinen Ständen und Läden stürzen. Auf dem Rückweg entdecken wir in einer Seitenstraße (Soi 4, Samsen Road) ein nettes kleines vegetarisches Restaurant, wo wir freundlich empfangen werden und ein super leckere Gerichte mit braunem Reis vorgesetzt bekommen. Wieder einmal ein Geheimtipp! 

Die Tempel von Angkor

Den Sonnenaufgang erleben wir in Angkor Wat und folgen dann der kleinen Runde u.a. zu den faszinierenden Tempeln nach Angkor Thom, zum verwunschenen Thommanon und überwachsenen Ta Prohm Tempel

Obwohl wir die ganzen letzten Tage früh aufgestanden sind, wirft uns das Aufstehen um 4:30 Uhr aus der Bahn. Noch ganz verschlafen treten wir um 5 Uhr vor die Tür, wo wir mit dem Tuk Tuk Fahrer verabredet sind. Dieser steht bereits in seinem Tuk Tuk schlafend vor dem Hotel. Wir müssen ihn wecken, doch innerhalb von 1 Minute sitzt er auf seinem Roller und wir hinten drin. Noch im Dunkeln kaufen wir unsere Tickets für die Tempel (3- Tagespass 4OUS$/ Person) und fahren nach Angkor Wat. Ohne Taschenlampe stolpern wir den Weg zum Tempel, haben aber keine Ahnung, von wo aus man den Sonnenaufgang gut beobachten kann. Als es so langsam heller wird, erkennen wir den Weiher und gehen auch dorthin, denn im Wasser spiegelt sich der Tempel sehr schön. Der Himmel beginnt sich zu verfärben und wir bestaunen das Spektakel, das Himmel und Spiegelung zusammen mit der mächtigen Tempelanlage abgeben. Nach und nach werden immer mehr die Konturen sichtbar und wir können das vorher unübersichtliche Gelände erahnen. Dies ist eine sehr spannende Art ein solches architektonisches Meisterwerk kennenzulernen: Wie es sich aus der Dunkelheit schält und zuerst nur schwarz vor dem bunten Himmel abzeichnet und mit der Zeit auch Details zu Tage treten. Wir nutzen die Situation, dass viele Besucher nun erst einmal frühstücken gehen, und besichtigen den noch recht leeren Tempel. Die Sonne klettert höher, wirft aber noch ein etwas rötliches Licht auf die Mauern. Über viele Mauern, durch Gänge und Höfe landen wir schließlich vor dem hoch aufragenden fünftürmigen Heiligtum. Faszinierend an Angkor Wat ist vor allem, dass die ganze Anlage so gut erhalten ist und sämtliche Wanddekorationen und Steinverzierungen über die Jahrhunderte immer noch Bestand haben.

Als wir genug haben, kehren wir zu unserem schon wieder schlafenden Tuk Tuk Fahrer zurück, wobei wir ihn erneut wecken müssen. Er fährt uns zum Südtor von Angor Thom, wo sowohl das mit riesigen Köpfen verzierte Tor als auch die prunkvolle, Statuen gesäumte Einfahrt gut erhalten sind. Dann geht es weiter auf den Bayon Tempel zu. Dieser bestand ursprünglich aus 55 Türmen, heute sind noch 37 erhalten. Er stellt die ausgefeilteste Baukunst und den Höhepunkt der klassischen Khmer Kunst dar. Schon von Weitem wird man von unzähligen Gesichtern angesehen, die wohl eine Mischung aus Buddha und dem damaligen König darstellen. Jeder Turm wird also von in alle vier Richtungen blickenden Gesichtern geschmückt, was unheimlich schön aussieht. Außerdem gibt es viele Wandreliefs zu bestaunen.

Nun stehen die restlichen Tempel von Angor Thom, der ehemaligen königlichen Hauptstadt auf dem Programm. Bei einem Rundgang erforschen wir den Baphuon, die Terrace of the Elephants, die Terrace of the Leper King und das Gelände von Prasat Suor Prat. Da geht es über Stock und Stein, in Tempel und über Mauern, Es ist jetzt schon ziemlich heiß und wir müssen uns eine Verschnaufpause gönnen. Dazu laden die kleinen Lokale inmitten der alten Stadt ein. Sobald wir auftauchen purzeln die Preise und jeder würde uns am Liebsten in sein Restaurant ziehen. Wir finden ein schattiges Plätzchen und bestellen kühle Getränke und gebratene Nudeln. Jetzt sind wir bereit für die zweite Hälfte des Tages.

Auf dem Weg liegt der Thommnon Tempel, der uns mit deinen gut erhaltenen Mustern und Türmen sehr gut gefällt. Über Mittag ist es sehr ruhig hier und der ganze Ort wirkt etwas verwunschen. Danach halten wir kurz am Ta Keu, der ein klassischer Tempelberg ist, da er aufsteigend gebaut ist und über steile Stufen erklommen werden muss. Leider weist er keinerlei Wandverzierungen auf.

Das eigentliche Ziel unserer Fahrt aber ist Ta Prohm, der von Bäumen überwachsene Tempel. Die große Anlage ist zum Teil eingestürzt, aber viele Mauern und Gebäude stehen auch noch. An vielen Stellen scheinen sich riesige Arme und Finger im Gemäuer festzukrallen und bietet super Fotomotive. Das Zusammenspiel von Natur und menschengeschaffener Kunst, bietet eine tolle Abwechslung und Vielfalt.

Nachdem wir lange durch die Anlage gestromert sind, merken wir, dass wir für heute nichts mehr aufnehmen können. Wir steigen ins Tuk Tuk und lassen uns in die Stadt bringen. Unterwegs halten wir an einem Reisebüro um Preise und Fahrzeiten des Busses nach Bangkok herauszubekommen. Aber wir gehen trotzdem noch auf die Suche nach dem günstigsten Angebot. Fündig werden wir beim Neak Krohorm Tours & Travel und treffen uns im Anschluss noch einmal mit unserem Guide um die Route für morgen zu besprechen. Dieser scheint nicht so recht mit Geld umgehen zu können, denn er verspielt gerade mit unserem Hotelbesitzer seine Einnahmen. Wir verabreden uns mit ihm für 6 Uhr und laufen zum Curry Walla Restaurant, wo wir interessante indische Curries probieren. Danach machen wir uns direkt auf den Heimweg, denn wir sind ziemlich k.0. von der Hitze, dem frühen Aufstehen und vielen Umherlaufen. 

Tempel und Paläste in Pnom Penh

Wir sind schon so früh in der Stadt und die Silberpagode und den königlichen Palast zu besichtigen, dass sogar noch Zeit für den russischen Markt bleibt, bevor wir den Bus nach Siem Reap nehmen 

Um unsere Zeit in Pnom Penh gut zu nutzen, stehen wir um Viertel vor 6 auf und gehen im Hotel frühstücken. Hier treffen wir wieder die anderen Passagiere der Mekong Delta Tour, mit denen wir uns gestern auch schon unterhalten haben: ein deutsches und ein österreichisches Ehepaar. Es stellt sich heraus, dass Birgit und Rolf (die Deutschen) auch um 14 Uhr den Bus nach Siem Reap nehmen und sich morgens die Stadt ansehen wollen. Da bietet es sich ja an, ein Tuk Tuk zu teilen. Gesagt, getan. Um kurz vor 8 Uhr sind wir in der Stadt und merken, dass die Silberpagode und der Königsplast erst um 8 Uhr aufmachen. Nach einem kurzen Spaziergang entlang der Uferpromenade, können wir uns die Tempel und Paläste ansehen. Das Anwesen ist unheimlich gepflegt und erstrahlt im Sonnenlicht. Noch ist es auch von den Temperaturen her angenehm. Manche der farbenfrohen Gebäude können von innen besichtigt werden und zeigen Ausstellungen, andere sind für die Öffentlichkeit gesperrt, da der König hier immer noch residiert. Besonders der Thronsaal und die Silberpagode

stechen durch ihre Pracht sowohl von außen als auch in ihrem Inneren hervor. Beim Hinausgehen, vernehmen wir plötzlich Musik und können in zwei Gebäuden Musikern beim Spiel der traditionellen Instrumenten zusehen. Da es noch recht früh ist, beschließen wir zwei, weiter zu fahren und uns den Russischen Markt anzusehen. Es gibt dort alles: Lebensmittel, Putzmittel, Haushaltsgeräte, Souvenirs, Kleidung, Tiere… Alles ist auf engstem Raum aufgebaut und die Gänge sind verstopft. Ohne es richtig zu wollen, kommt jeder von uns zu einem neuen T-Shirt. Jetzt wird es Zeit, unseren wartenden Tuk Tuk Fahrer zu suchen und zurück zum Hotel zu fahren. Nach einer kleinen Irrfahrt, werden wir in der Nähe rausgelassen und suchen uns ein leckeres und günstiges vegetarisches Restaurant, wo wir beide etwas ungewöhnliche, aber sehr leckere Gerichte ausprobieren. Auf dem Rückweg decken wir uns noch mit frischem Obst ein und warten auf den wie immer verspäteten Bus. Wir haben 6-8 Stunden Busfahrt vor uns, die jedoch mit Planung der nächsten Tage und Reiseführer lesen schnell vergeht. Es ist bereits seit einiger Zeit dunkel als wir in Siem Reap ankommen. Nicht die beste Voraussetzung für eine Hotelsuche in der Hauptsaison! Wir schnallen uns die Rucksäcke auf und laufen los. Überall wollen uns Tuk Tuks fahren, doch wir lehnen ab. Dann spricht uns jemand an, der von einem sehr günstigen Hotel in der Nähe spricht. Wir wollen nur noch duschen und schlafen, also gehen wir mit. Das vorgeschlagene Hotel ist leider voll, doch unser Führer kennt noch mehr Hotelbesitzer. Das World Lounge House hat noch Zimmer frei und der Preis von 5$ ist akzeptabel. Während Anica das Zimmer besichtigt, kann Sven unseren Führer als Tuk Tuk Fahrer (12$) für den nächsten Tag engagieren. So haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und können unser Programm wie geplant durchziehen. Sven zieht noch einmal los und besorgt Wasser und Baguette für morgen und Anica wäscht in der Zeit die verdreckte Kleidung. Und dann passiert nicht mehr viel, außer dass wir ins Bett fallen. 

Auf dem Mekong nach Kambodscha

Nach einem Besuch des Floating Villages nahe Chau Doc samt Catfishfarm und Cham Dorf, passieren wir mit dem Slow Boat die Grenze zu Kambodscha und werden nach Pnom Penh gebracht

In aller Frühe (5:50 Uhr) packen wir unsere Rucksäcke für die Weiterreise, da klingelt plötzlich das Hoteltelefon. Es ist unser Guide, der seinen Weckrundruf startet und zum Frühstücktisch bittet. Wir können zwischen einigen Variationen wählen und sind mit die ersten, die sich im Frühstücksraum einfinden. Sven, der wie immer Pancake bestellt hat, ist vergessen worden und so müssen wir etwas länger warten. Aber uns bleibt trotzdem noch ein wenig Zeit für einen kurzen Abstecher zum Obst- und Gemüsemarkt um die Ecke, der besonders bunt und geruchsintensiv ist.

Zurück am Hotel wird unser Gepäck auf drei Cyclos verladen, die vollbepackt zum Fluss gefahren werden, während wir über den Markt dorthin laufen. Hier warten viele Taxiboote mit vietnamesischen Frauen auf uns, die uns paarweise durch das Floating Village rudern. Wir haben eine junge Fahrerin erwischt, die zu Scherzen aufgelegt ist, und Anica auch einmal stehend rudern lasst. Nach kurzer Zeit steigen wir bei einem der Häuser aus und bekommen die Fischfarm unter dem schwimmenden Haus gezeigt. Zuerst sieht man nichts, doch als der Guide etwas Fischfutter ins Wasser wirft, beginnen alle Catfische zu zappeln und man bekommt einen Eindruck davon, wie viele Fische hier leben. Zurück im Boot setzen wir unsere Rundfahrt durch das Dorf fort. Diesmal halten wir auf einer Insel, wo sich eine muslimische Minderheit niedergelassen hat, die Cham. Unter ihren Pfahlhäusern stehend, bekommen wir etwas ihre Kultur und Traditionen erklärt, bevor wir über hoch gelegene Stege die Moschee besichtigen. Der Ort ist schön anzusehen, doch sind die bettelnden und alte Kuchen verkaufenden Kinder schwer zu ertragen. Nun steigen wir in ein größeres Slow Boat um und tuckern den Mekong entlang zur kambodschanischen Grenze. Wie versprochen bekommen wir mit der Visabeantragung geholfen und der Vorgang wird für ZS mehr pro Person beschleunigt. In einem Restaurant nahe der Grenze müssen wir dann warten und können nebenbei unsere letzten Dong in ein Frühlingsrollenmittagessen investieren. Jetzt müssen wir noch einmal in ein anderes Boot umsteigen, kurz an der Grenze zu Kambodscha unsere Visa checken lassen und schippern dann weiter den Mekong entlang. Mittlerweile ist es unerträglich heiß geworden und jeder versucht, sich in den Schatten zu verkriechen und etwas zu schlafen.

Um 16:30 Uhr stoppt ziemlich abrupt unser Boot und wir werden in einen überfüllten Minibus gequetscht. Statt einen Bus mehr zu schicken, hat man sich darauf verlegt, Plätze doppelt zu belegen. Doch zum Glück funktioniert die Klimaanlage. Auf der Fahrt nach Pnom Penh fällt uns auf, dass die Menschen hier viel dunkler sind und die Häuser im traditionellen Khmer Stil gebaut sind. Nach 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir Pnom Penh.

Wir haben das Glück, durch eine Sonderaktion zu unserem Bootsticket eine kostenlose Übernachtung bekommen zu haben, sodass wir gar nicht mehr suchen müssen. Das Hotel entpuppt sich dann auch noch als sehr luxuriös und das Zimmer als riesig- so könnte es immer sein. Als erstes stellen wir uns unter die Dusche: Nach der Fahrt sind wir ziemlich verschwitzt. Dann gehen wir zu Fuß zum Lucky Supermarkt in der Nähe. Zu unserer Verwunderung bekommen wir vom ATM Automaten US Dollar ausgespuckt. Dann merken wir jedoch, dass alle Preise nur in Dollar ausgezeichnet sind. Das System hier ist, dass man alles unter einem Dollar in Riel bezahlt, größere Beträge in Dollar und als Wechselgeld ebenso US Dollar rausbekommt, doch statt Cent Riel. Die Preise gefallen uns jedoch gar nicht, viele ist um einiges teurer als in den restlichen südostasiatischen Ländern. 4$ für ein Essen im Restaurant? Wucher! Trotzdem müssen wir uns der neuen Situation fügen und finden nach etwas Suchen ein koreanisches Restaurant, wo man zum einen etwas Englisch kann und es außerdem ein paar vegetarische Gerichte gibt.

Die Gegend, in der das Sinh Cafe Hotel liegt, ist ziemlich außerhalb des Zentrums und nur wenig beleuchtet. Dies und die Tatsache, dass es viele aufdringliche Taxifahrer und Bettler gibt, bewirkt, dass wir uns etwas unwohl fühlen und nicht viel Zeit in Pnom Penh verbringen wollen. Wir fassen den Entschluss, schon morgen gegen Mittag abzureisen und buchen den Bus nach Siem Reap in unserem Hotel. Anschließend gehen wir früh schlafen, um uns morgen in aller Frühe die Stadt anzusehen. 

Das Mekong Delta

Unsere 2-tägige Mekong Delta Tour führt uns von Wassermärkten zu Handwerksbetrieben, wo wir mehr über die Reisverarbeitung erfahren, und anschließend weiter nach Chau Doc in die Nähe der kambodschanischen Grenze 

Nach dem Auschecken gehen wir zu einem Restaurant, das direkt neben dem Sinh Cafe gelegen ist. Hier haben wir die Abreisesituation gut im Blick und können in Ruhe frühstücken. Wir fahren pünktlich ab und erreichen nach einiger Zeit Cai Be, Hier beginnt unsere Bootstour, die uns als Erstes einen Überblick über den Wassermarkt der kleinen Stadt verschafft. Es wird mit allem gehandelt, was gerade erntereif ist: Melonen, Kürbisse, Ananas, Dragonfruit. Wer was zu verkauft, erkennt man an dem hohen Bambusmast, an den statt einer Fahne die Ware gehängt ist. Aber nicht nur Lebensmittel werden hier verkauft, auch ein Lotterieboot ist unterwegs, das seine Geschäfte mit den schwimmenden Ständen macht. Unser Guide erklärt, dass viele Händler auf ihren Booten leben und nur zur Feldarbeit an Land kommen. Auch uns zieht es danach an Land, wo wir Einblicke in die
verschiedenen Verarbeitungsweisen von Reis bekommen. So sehen wir wie Reiscracker, Kokosbonbons, Reispapier und Puffreis hergestellt wird und dürfen überall mal probieren, Zum Abschluss gibt es noch einen Schluck Schlangenwein (Reiswein mit eingelegten Schlangen, Adler und Skorpion), dem vitalisierende und potenzsteigernde Wirkung zugesprochen wird, Aber eins ist sicher: Er ist auf jeden Fall ziemlich stark!

Nach dem ganzen Probieren dürfen wir wieder im Boot Platz nehmen und das weitere Treiben auf dem Wasser beobachten. Früher gab es in den Gewässern viele Alligatoren, die mit ihrem großen Hunger kleinere Boote attackierten und erfolgreich zum Kentern brachten. Die Einheimischen kamen daraufhin auf die Idee, Augen auf der Bugseite aufzumalen um den Alligatoren dieses als schwimmendes Tier zu verkaufen, was auch wirkte. Mittlerweile sind alle wild lebenden Alligatoren zu Handtaschen und Gürteln verarbeitet worden, aber die Augen sind als Tradition geblieben. Beim Sinh Café Restaurant auf einer Insel im Mekong erhalten wir ein ausgiebiges Mittagessen und haben danach die Möglichkeit, die Anlage etwas näher zu erkunden, die im hinteren Teil eine Alligatorenzucht hat. Wer etwas mit den “Kleinen” spielen möchte, kann sich für 5000 Dong einen Fleischklumpen an der Leine kaufen und langsam herunterlassen, Später bekommen wir noch eine vietnamesische Musikaufführung, die durch die schauspielerische Darbietung der Sänger untermalt wird.

Eine kurze Bootsfahrt bringt uns nun zu einem Anleger, wo wir vom Bus eingesammelt werden und nach Chau Doc gebracht werden. Das Städtchen ist nahe der kambodschanischen Grenze gelegen, wo sich auch unser Hotel befindet. Dort angekommen, beziehen wir das Zimmer und besuchen das im Lonely Planet beschriebene nette, vegetarische Restaurant. Auffallend viele Kinder grüßen freundlich und winken uns zu. Danach suchen wir den Weg zum Fluss, wo wir noch an einer Schlägerei unter den Marktbeschickern vorbeikommen. Das Flussufer ist hell erleuchtet und von Fontänen und Skulpturen gesäumt. S0 können wir noch einen gemütlichen Verdauungsspaziergang bis zu unserem Hotel einlegen, bevor wir früh schlafen gehen um am nächsten Morgen fit zu sein. 

Spaziergang durch Saigon

Bei einem ausgedehnten Rundgang durch die Stadt kommen wir an Märkten vorbei und besuchen die Wiedervereinigungshalle und das Kriegsrestemuseum 

Nach einem gemütlichen Frühstück ist es schon 10 Uhr bis wir unseren Stadtspaziergang beginnen. Wir folgen dem im Lonely Planet vorgeschlagenen Rundgang durch den 1. Bezirk und haben da schon ganz schöne Entfernungen zu laufen. Insgesamt gibt es aber 23 Bezirke, die unmöglich in kurzer Zeit zu besichtigen sind. Die Stadt ist riesig! Als erstes steht der Besuch des Marktes Ben Thanh auf dem Programm, der jeden Tag in einer großen und geschäftigen Markthalle abgehalten wird. Danach schlendern wir durch eine Straße voller Antiquitätenläden, wo Sven von den vielen alten Mittelformatkameras fasziniert ist. Ein Straßenmarkt ist der nächste Punkt der Liste und wir sehen Reisnudel-, Gemüse- und Tofustände. Nun ist es Mittagsessenszeit und wir sind froh, eine Weile der Hitze zu entfliehen. Auch hier folgen wir der Lonely Planet Empfehlung und staunen über die Schlange von Leuten, die auf einen Tisch im schön angelegten Garten warten. Als wir uns setzen und einen Blick auf die Karte werfen, müssen wir leider feststellen, dass es kaum Vegetarisches gibt. Nachdem Essen ist es so heiß. dass wir uns beeilen, in die Wiedervereinigungshalle zu kommen.

Dort erwartet uns die Architektur der 60er und noch original eingerichtete Versammlung- und Repräsentationsräume, Nachdem wir eine ganze Weile durch das Gebäude gestreift sind, verlassen wir es auf der anderen Seite und stehen kurz darauf vorm Kriegsrestemuseum. Hierwerden verschiedene Panzer, Flugzeuge, Waffen, Folterzellen und vor allem Fotos ausgestellt. Letztere sind am prägendsten: Sie zeigen Kriegsopfer, Die Folgen des Agent Orange Giftes und Kampfszenen. Das Leid ist wirklich schrecklich anzusehen und nach 2 Stunden können wir nicht mehr. Wir setzen unseren Spaziergang weiter fort zur Notre-Dame Kathedrale und schließlich der Pagode des Jadekaisers, einem etwas düsteren chinesischen Tempel voller Räucherstäbchen. Von hier aus ist es ein ziemlich langer Weg zurück zum Hotel. Es wird langsam dunkel und so machen wir unterwegs in einem Restaurant Halt, um noch ein typisch Südvietnamesischen Curry zu essen. Den restlichen Abend verbringen wir erschöpft im Internet im Hotel. 

Zwischen Sightseeing und Schneidern!

In Hoi An machen wir die letzten Schneiderbesuche und gehen noch einmal ausführlich bei unserem vegetarischen Restaurant essen, gegen Abend nehmen wir den Nachtbus nach H0 Chi Minh

Nach dem ausführlichen Frühstück im Phouc An Hotel machen wir uns erst einmal ans Packen, um pünktlich vor 12:00 Uhr auschecken zu können. Doch bis dahin wollen wir auch noch einmal den traditionellen Markt besuchen. Die bunten Marktstände haben alles, was man für gute vietnamesische Küche benötigt: Wasserspinat, Salat, Lauch, Nudeln, Gewürze   am Flussufer können wir sogar einige Frauen beobachten, die mit ihren Booten Waren zum Markt bringen. Vom Markt aus drehen wir noch eine Runde bei unseren Schneidern vorbei, wo kleinere Änderungen entgegengenommen werden und wir einen Termin für nachmittags bekommen. Nun schnell zurück ins Hotel, auschecken und dann weiter zum Sinh Cafe, wo wir die Taschen bis zur Abfahrt nach H0 Chi Minh City (Saigon) unterstellen können.

Ohne Backpacks können wir jetzt unbeschwerter die Stadt erkunden und so folgen wir erst dem Fluss entlang und sehen den kleinen Fischerbooten zu. Zur Essenszeit zieht es uns wieder zu unserem Lieblingrestaurant, mittlerweile muss die Frau schon lachen, wenn wir wieder vorbeikommen, aber es schmeckt einfach super dort. Denn restlichen Nachmittag verbringen wir mit den letzten Schneiderterminen, die zu unserer Zufriedenheit abgeschlossen werden und der weiteren Stadterkundung. Ein kleines Highlight davon ist der Stadtbrunnen, aus dem alle Einwohner das Wasser für ihr Cao Lau holen, denn nur dann bekommt es denn richtigen Geschmack. Heute überqueren wir auch die japanische, überdachte Brücke, die über ein kleines Nebenflüsschen führt. Aber auch die ganze Atmosphäre dieses quirligen Ortes gefällt uns sehr. Die gelben Häuser, die Auto freien Gassen, die kleinen bunten Läden, die Lage am Fluss… Hoi An hat einfach Charme. Kurz vor der Abfahrt um 19:00 Uhr verabschieden wir uns noch mal von der Restaurantbesitzerin und nehmen uns eine Ration Reis mit Gemüse für die lange Busfahrt mit, bevor wir pünktlich mit unserem Sleeping Bus losbrausen. 

Die Schneider vom Hoi An

Es stehen einige Schneidertermine für heute an, aber wir schaffen es doch noch dazwischen die Stadt etwas mehr zu erkunden und die Weiterfahrt für morgen zu organisieren

Um 8:00 Uhr machen wir uns auf zum Frühstücksraum und werden von einem riesigen Frühstücksbuffet empfangen. Damit hätten wir beim besten Willen nicht gerechnet und so schlemmen wir uns von Rühreiern über Pancakes bis hin zu frischem Baguette und Gebäck durch. Leider ist es draußen am Regnen und so verschieben wir unseren Stadtspaziergang etwas nach hinten und recherchieren im Internet für die Weiterreise nach H0 Chi Minh und Kambodscha. Es regnet nun nicht mehr so stark wie vorher und so machen wir uns auf den Weg in die Stadt zu Anicas Mantelschneider, wo die erste Anprobe stattfindet. Es ist hier und da noch eine Kleinigkeit zu machen, aber wir sind alle mit dem ersten Resultat sehr zufrieden. Als Sven Anica im Mantel sieht, kommt er etwas ins Grübeln und wir halten öfters um uns Preise für Mäntel bei verschiedenen Schneidern einzuholen. Das Ergebnis ist, dass Sven einen Mantel und eine Hose für 50€ in Auftrag gibt. Nun kämpfen wir uns erst einmal an den ganzen Schneidern vorbei und kümmern uns um Bustickets für die Weiterfahrt nach Ho Chi Minh, ehemals Saigon, denn so kann das hier ja nicht mehr weitergehen ;) . Das Sinh Cafe ist mit 18$ p.P. der günstigste Anbieter und wir waren mit dem Service sehr zufrieden. Mit den ganzen Einkäufen bekommen wir allmählich ein Platzproblem in unseren Backpacks und so ist auch schnell eine günstige multifunktionelle Tasche (GS) gefunden, die dieses Problem beseitigt.

Der Hunger und die Macht der Gewohnheit ziehen uns wieder zu unserem kleinen vegetarischen Restaurant, wo wir uns mit einer Portion Cao Lau stärken, die typisch für diese Region ist. Danach besorgen wir uns beim Fotografen ein paar Passfotos, die wir für das Visum nach Kambodscha brauchen. Nun ist es auch schon Zeit für die Anprobe von Svens Anzug. Es sitzt alles wunderbar und Anica erkennt ihren Sven für einen Moment nicht wieder ;) . Es müssen nur noch ein paar Kleinigkeiten ausgebessert werden und so bekommen wir einen weiteren Termin gegen Abend. Den Markt von Hoi An haben wir bei den ganzen Schneiderläden noch gar nicht erreicht und so machen wir uns nun erstmal auf den Weg dorthin. Hier erwartet uns das gewohnte wilde Gewimmel, nur leider sind wir schon etwas zu spät und viele Standbesitzer sind schon auf der Heimreise. Wir beschließen morgen noch einmal hier her zukommen und können nun auch schon wieder zu nächsten Anprobe ;) .

Gegen Abend spazieren wir den Fluß entlang und genießen die schöne Atmosphäre der in vielen Farben leuchtenden Seidenlampen vor den Restaurants und Läden. Anica findet beim Schlendern noch ein gutes Angebot für einen Pullover, den sie gleich in Auftrag gibt, damit wir ihn morgen noch rechtzeitig mitnehmen können. Wir fühlen uns schon sehr 

Letzter Tag in der Halong Bay

Wir besuchen am letzten Tag unserer Halong Bucht Tour noch ein Fischerdorf und zwei Höhlen, danach geht es zurück nach Hanoi, wo wir rechtzeitig den Nachtbus nach Hue nehmen

Es gibt ein frühes Frühstück um 8:00 Uhr auf dem Boot, das der Kombüsenchef wieder einmal mit sehr viel Liebe zubereitet hat. Danach setzen wir gleich Kurs zum gestrigen Anleger, wo wir den anderen Teil der Gruppe abgesetzt haben. Der Blick auf die riesigen Felsen im Wasser ist leider immer noch etwas diesig und nur manchmal bricht die Sonne durch die Wolkendecke. Als die andere Gruppe eingesammelt ist, steuern wir ein nahegelegenes Fischerdorf an und staunen über das Leben auf den schwimmenden Booten. Aus allen Ecken machen sich Ruderboote mit Frauen auf den Weg zu unserem Boot. Sie haben eine bunte Vielfalt an verschiedenem Obst und Knabbereien an Board, die sie uns verkaufen möchte. Wir haben nun noch die Möglichkeit, eine separate Bootstour mit den Einheimischen zu machen, die uns mit einem kleinen Boot (für 40000 Dong p.P) zu zwei am Wasser gelegenen Höhlen und der ortsansässigen Schule fahren. Um noch etwas mehr von der Tour durch Halong Bay zu haben, entschließen wir uns dafür und genießen die 40-minütige Tuckerfahrt. Zurück am großen Boot, werden die Segel nun Richtung Anleger gehisst und wir müssen Abschied von den vielen schönen grauen Felsformationen nehmen.

Am Anleger geht es mit den Taschen in ein nahegelegenes Restaurant, um danach gut gestärkt mit dem Bus zurück nach Hanoi zu fahren. Unser Guide beweist ma’? wieder seine nicht vorhandenen organisatorischen Fähigkeiten und es kommt im Bus zu Platzproblemen, Nach Kofferumschichtungen und einigen Diskussionen, muss ein Teilnehmer den Bus verlassen und bekommt eine anderweitige Transportmöglichkeit in Aussicht gestellt. Mit den Taschen auf und unter unseren Füßen geht die Fahrt nun endlich los und wir halten erst nach einigen Stunden Fahrt wieder beim Handwerkseinkaufparadies, das wir bereits auf der Hinfahrt besucht hatten. Wir vertreiben uns die Zeit bis zur Fahrt mit einem Eis, das auf den ersten Blick gut aussieht, aber ein ekligen Geschmack hat.

Um 17:00 Uhr werden wir im Stadtkern mit der Begründung rausgeworfen. dass der Busfahrer viel zutun habe, und suchen uns den Weg zum Sinh Cafe, wo wir unseren Nachtbus Richtung Hoi An nehmen. Im Sinh Cafe können wir ohne Probleme die Rucksäcke unterstellen und besorgen uns noch etwas Verpflegung für die Fahrt. Rechtzeitig zur Abfahrt werden wir mit einem Taxi vom Sinh Cafe Personal zum Bus gebracht und können ohne Stress in den geräumigen Schlafsesseln Platz nehmen. Der Service hier ist außergewöhnlich gut: Wir bekommen kostenlos Wasser und Decken ausgehändigt. An Board ist außerdem eine Toilette und englischsprachiges Personal — eine nette Abwechslung!