Organisationstag in Merida

Das Dschungelabenteuer hat seine Spuren hinterlassen, deshalb brauchen wir erst einmal einen Tag Ruhe und Zeit zum Waschen und Trocknen

Um 5:00 Uhr morgens ertönt dann “Merida” aus den Lautsprechern und wir wachen völlig gerädert auf. Der Bus sollte eigentlich erst gegen 7:00 Uhr ankommen, wir sind also viel zu früh da. Draußen ist es noch stockdunkel, deshalb beschließen wir noch ein bisschen am Busbahnhof sitzen zu bleiben und weiter zu schlafen. Irgendwann werden wir von einem komischen Typ (Fidel Castro Look, Zigarre im Mund, gutes Englisch) geweckt, der uns sein Hostel anpreist.
Nachdem er seinen ausführlichen Bericht zu Ende gebracht hat, obwohl wir ihm gesagt haben, dass wir bereits eine Unterkunft haben, schlafen wir weiter. Gegen 7:15 Uhr weckt Sven Anica und wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum Hostel “Nomadas”.

Hostel Nomadas

Dort angekommen, findet sich noch ein Doppelzimmer für uns. Die Betten sind riesig und wir beschließen das Zweite als Lager/Trockenstätte zu nutzen. Als erstes geht es ans Auspacken. Wir sichten nun zum ersten Mal den tatsächlichen Schaden und legen unser komplettes Gepäck zum Trocknen aus. Feucht ist eigentlich alles geworden, aber die Plastikverpackungen einiger Dinge haben das Gröbste abgehalten. Der Beutel mit den kleineren (Elektrogeräten hat leider ein Loch und so ist hier auch etwas Wasser hineingeraten. Wir tupfen alle Gegenstände soweit wir können mit Klopapier trocken und stellen unsere zwei Deckenventilatoren und die Windturbine auf höchste Stufe. Der eklige Matschwassergeruch, den wir schon die ganze Zeit in der Nase hatten, wird nun noch stärker. Wir müssen dringend eine Wäscherei aufsuchen!

Ein paar Häuserblocks weiter werden wir fündig, aber leider ist Daunenwachmittel (für unsere Schlafsäcke), nirgendwo aufzutreiben (in Geckolove Mexiko gibt es kaum Selbst-Waschsalons). So geben wir hier vorerst unsere Kleidung ab und machen uns mit den Schlafsäcken weiter auf die Suche nach der passenden Wäscherei, In ganz Merida finden wir niemanden, der Daunen mit Erfolg gereinigt hat. Nach einiger Recherche im Internet, beschließen wir das ganze selbst in die Hand zu nehmen und splitten uns auf um Tennisbälle und zumindest Feinwaschmittel zu besorgen. Anica wird im Supermarkt fündig, Sven sucht verzweifelt nach einem Sportgeschäft oder Ähnlichem, und findet im Spielwarenladen ein paar Gummibälle.

Schlafsäcke waschen

Anica erklärt nun der Wäscherei, dass sie das Feinwaschmittel verwenden, nicht so schnell schleudern und sowohl beim Waschgang als auch im Trockner die Gummibälle mit hinein geben sollen. Ohje, ohje, denken wir nur, ob das alles klappt? Aber wir haben keine andere Wahl!

Erschöpft kommen wir im Hostel an und gönnen uns erst einmal eine Mütze voll Schlaf. Gegen 18:00 Uhr können wir alle Sachen bei den Wäschereien abholen. Die Kleidung nehmen wir getrocknet und zusammengelegt entgegen. Bei der zweiten Wäscherei sind wir auf unsere Schlafsäcke gespannt. Als wir ankommen öffnet die Frau einen Trockner und unsere Bälle kommen ihr entgegen. Sie haben also unsere Anweisungen befolgt. Die noch feuchten Schlafsäcke breiten wir in unserem Hostel aus und hoffen auf ein gutes Ergebnis.

Gegen Abend spazieren wir noch einmal durch die Stadt auf der Suche nach einem Abendessen. Mehrere Leute versuchen immer wieder uns auf Englisch in Gespräche zu verwickeln. Das scheint hier eine Masche zu sein, um Kundschaft in die Läden zu bringen! Da die Preise ungewohnt hoch sind (touristisch), entscheiden wir uns für Quesadillas (nur mit Käse p.P 40 Pesos) und kehren anschließend im Regen zurück ins Hostel.

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